Zweite Fremdsprache erst später
30.12.2025 Kelleramt, Parteien, PolitikMotion der SVP-Fraktion um Stefanie Köpfli aus Arni
Fremdsprachen lassen sich mit einer stabileren Basis in der Erstsprache nachhaltiger lernen. Das findet SVP-Grossrätin Stefanie Köpfli aus Arni. Im Namen der SVP-Fraktion fordert sie einen späteren ...
Motion der SVP-Fraktion um Stefanie Köpfli aus Arni
Fremdsprachen lassen sich mit einer stabileren Basis in der Erstsprache nachhaltiger lernen. Das findet SVP-Grossrätin Stefanie Köpfli aus Arni. Im Namen der SVP-Fraktion fordert sie einen späteren Start ins Französisch.
Ältere Schülerinnen und Schüler lernen im schulischen Kontext Fremdsprachen effizienter und erreichen Lernziele nachhaltiger als jüngere. Das stellt die SVP-Fraktion fest, mit Verweis auf einen Bericht des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit am Institut für Mehrsprachigkeit, Freiburg. Der heute früh einsetzende Unterricht der zweiten Fremdsprache in der Primarstufe (5. Klasse) habe in den vergangenen Jahren nicht die gewünschten Resultate erbracht, heisst es in der Motion, die SVP-Grossrätin Stefanie Köpfli aus Arni als Sprecherin ins kantonale Parlament einbrachte. «Die Praxis zeigt: Ein Drittel bis die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erreichen die Lernziele gerade im Fach Französisch nicht», hält sie fest, sich auf Erkenntnisse der Universität und der PH Freiburg berufend. «Dies führt zu Frustration bei den Kindern, Mehrbelastung für die Lehrpersonen und Eltern sowie einer markant ineffizienten Nutzung der Unterrichtszeit.»
Dass immer mehr Jugendliche die obligatorische Schule mit ungenügenden Fähigkeiten im Lesen und Schreiben verlassen, zeige der Pisa-Test. Diese internationale Leistungsstudie der OECD misst alle drei bis vier Jahre die Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. «Dies ist nicht nur ein pädagogisches, sondern auch ein volkswirtschaftliches Problem», findet Stefanie Köpfli. Die frei werdenden Lektionen durch die spätere Einführung der zweiten Fremdsprache könne man demnach gezielt für die Förderung in Deutsch und Mathematik verwenden: «Eine solide Sprachkompetenz in der Erstsprache ist die wichtigste Grundlage für jedes weitere Lernen – auch für das erfolgreiche Erlernen von Fremdsprachen zu einem späteren Zeitpunkt.»
«Der Kanton Aargau soll die zweite Fremdsprache verschieben», so das Fazit der SVP-Grossrätin aus Arni. Dies im Sinne von höherer Effizienz im Sprachunterricht und Verbesserung anderer Kompetenzen – «eine zentrale Voraussetzung für ihren schulischen und beruflichen Erfolg», wie Stefanie Köpfli festhält. --tst
