Bez-Schülerinnen und -Schüler überzeugen mit dem Theater «Die Dernière»
Mit dem Theater «Die Dernière» zeigen die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Muri ein abwechslungsreiches Stück. Und sorgen dabei ...
Bez-Schülerinnen und -Schüler überzeugen mit dem Theater «Die Dernière»
Mit dem Theater «Die Dernière» zeigen die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Muri ein abwechslungsreiches Stück. Und sorgen dabei für nostalgische Momente im Publikum.
«Die heutige Jugend ist doch gar nicht so schlecht.» Mit diesem Satz beendet Hauswart Armin Ritter seinen Auftritt. Und bringt damit auf den Punkt, was sich dem Publikum im Laufe des Abends zeigt. Die Jugendlichen der zweiten und dritten Bezirksschulklasse glänzen im Schulhaus Bachmatten auf der Bühne.
Keine Spur von Lampenfieber
Am Donnerstag fand die Generalprobe statt, bevor das Stück am Freitag Premiere feierte. Leiter Peter Hochuli versuchte dabei, den 24 Schülerinnen und Schülern mit beruhigenden Worten die Nervosität zu nehmen. Letzte Abläufe wurden besprochen, Szenen durchgespielt und Details angepasst.
Während der Aufführung selbst ist von Lampenfieber nichts mehr zu spüren. Die Freude am Theaterspielen überträgt sich auf das Publikum. Kleine Unsicherheiten werden souverän kaschiert, Improvisationen wirken, als seien sie Teil der Inszenierung.
Das Stück ist als Theater im Theater aufgebaut. Es erzählt von ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die sich für ein gemeinsames Projekt wieder zusammenfinden. Dabei werden Szenen aus früheren Aufführungen eingebaut. Für das Publikum entsteht so ein Wechsel zwischen Spiel und Realität.
Nähe zum Publikum
Immer wieder gibt es Momente, in denen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer wiedererkennen. Die Figurenebene der Theatergruppe erinnert an die eigene Jugendzeit mit all ihren Unsicherheiten, Konflikten und Begegnungen. Eine kleine Liebesgeschichte, sowie Seitenhiebe auf die «Politikersprache» sorgen für Lacher im Saal. «Zahlen die überhaupt?», fragt etwa Gemeindepräsident Ralf Kocher.
Die Rollen innerhalb des Stücks reichen vom knausrigen Gemeindepräsidenten bis zur desinteressiert wirkenden Gemeinderätin. So verankert die Inszenierung ihre Szenen immer wieder in einer vertrauten Alltagswelt.
Vielseitige Umsetzung
Neben den dialogreichen Szenen setzt die Inszenierung auch auf Bewegung. Pantomimische Elemente wechseln sich mit klassischen Theaterpassagen ab. Requisiten und Bühnenbild werden gezielt eingesetzt und unterstützen die Szenen. Die Gruppe wirkt als eingespieltes Team.
Zufriedener und stolzer Theaterleiter
«Das grösste Geschenk des Abends seid ihr», sagt Peter Hochuli, Theaterleiter. Am Ende richtet sich der Blick nochmals auf die Darstellenden. Mit viel Stolz blickt Peter Hochuli ins Publikum. Ein geglücktes Wochenende, an dem die jungen Menschen ihr Talent beweisen konnten. --abi