Vorfreude auf die neue Heimat
17.02.2026 Wohlen, JugendSpatenstich für das neue Pfadiheim bei der Bleichi: Ende Jahr ist Bezug
Die Pläne verraten es: Das neue Pfadiheim wird nicht «nur» zeitgemäss und modern, es wird ein Schmuckstück. Die Bauarbeiten sind gestartet, der Spatenstich wurde zur ...
Spatenstich für das neue Pfadiheim bei der Bleichi: Ende Jahr ist Bezug
Die Pläne verraten es: Das neue Pfadiheim wird nicht «nur» zeitgemäss und modern, es wird ein Schmuckstück. Die Bauarbeiten sind gestartet, der Spatenstich wurde zur kleinen Feier. Ende Jahr soll das Werk am idealen Standort vollendet sein.
Daniel Marti
Grossaufmarsch trotz Regen und Kälte. Alle wollten dabei sein beim wichtigen Moment. Denn der Spatenstich für das neue Pfadiheim bei der Bleichi ist für die Pfadi Wohlen und alle seine Freundinnen und Freunde ein Meilenstein. Die grosse Vorfreude auf den Neubau zauberte allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht. Der Gemeinderat war gleich zu dritt vertreten. Frau Vizeammann Sonja Isler-Rüttimann sowie die Gemeinderäte Olivier Parvex und Thomas Geissmann erwiesen dem Anlass die Ehre. Geissmann auch des Amtes wegen. Er vertrat die Bauherrin, eben die Pfadi Wohlen. Selbst Regierungsrat Jean-Pierre Gallati weilte unter den Gästen, dies als Gönner für das Pfadiheim.
Idealer Standort – Baurecht gratis
«Es ist ein grosser Moment», betonte Geissmann. «Wir freuen uns alle auf das neue Pfadiheim», sagte er vor allem zu den vielen Kindern. Vor 58 Jahren wurde das Pfadiheim am Tanneggweg bezogen, im letzten Jahr hauste man dann in der alten Baracke bei der Bleichi. Diese wurden in den letzten Wochen abgebrochen und so dem neuen Pfadiheim Platz gemacht. «Jetzt grad sind wir also ohne Dach über dem Kopf», so Geissmann weiter. Aber bei der Pfadi Wohlen ist man es sich gewohnt, auch draussen aktiv zu sein.
«Grundsätzlich brauchen wir immer geeignete Leute, damit sich die Pfadi Wohlen entfalten kann», so Geissmann weiter. Dies gilt für das Leiterteam, aber auch für die Pfadi-Baucrew und sämtliche Fachleute, die sich um den Neubau kümmern. Gemeinsam könne man eben immer einiges erreichen. Die Pfadi hat viele wichtige Leute in ihrem Kreis – Architekt Benno Kohli, Leute mit Kontakten zur Gemeinde, Leute wie Thomas Geissmann, der das Projekt managt. Das grosse Netzwerk und die breite Unterstützung seien sehr wertvoll, erklärte Geissmann. Mit dem neuen Pfadiheim wird die Pfadi Wohlen eine neue Heimat bekommen. «Der Standort ist ideal, er liegt im Grünen, nahe beim Wald.» Und dank der Gemeinde sind die Rahmenbedingungen auch einigermassen günstig. Das Baurecht wird zum Nulltarif gewährt.
Viel Wertschätzung für die Jugendarbeit
Das Bauprojekt sieht gemäss Kostenvoranschlag Investitionen von 1,25 Millionen Franken vor. Der Verkauf des Heims beim Tanneggweg (dieser ist bereits erfolgt) sollte 650 000 Franken einbringen, Eigenleistungen in der Höhe von 150 000 Franken sind eingeplant. Spenden und Gönner sollen 50 000 Franken beitragen. So bleiben noch 400 000 Franken übrig, die mit Beiträgen von Stiftungen und aus dem Swisslos-Fonds gedeckt werden sollten. Beim Start der Planungen habe die Pfadi Wohlen keinen Rappen für das Bauprojekt in der Kasse gehabt, verriet Geissmann. Darum sei auch die Finanzierung eine Herausforderung. Die offenbar bravourös gemeistert wird. Das Entgegenkommen bei den Finanzen sei überwältigend. «Das zeigt, die Jugendarbeit durch die Pfadi wird wertgeschätzt.»
Das neue Pfadiheim ist ein dreigeschossiger Komplexbau. «Dieser wird alle Bedürfnisse der Jugendlichen erfüllen», betonte Thomas Geissmann. Das neue Pfadiheim gilt als robuster Mehrzweckbau, er enthält drei Gruppenräume, vier Schlafräume für total 30 Personen, einen Aufenthaltsraum für 60 Personen sowie eine Gastroküche, zwei Lagerräume, eine Dachterrasse und die notwendigen Sanitärräume. Der Aussenbereich bietet zwei gedeckte Aufenthaltszonen, diverse Veloabstellplätze, vier Parkplätze und einen Vorplatz. «Ein ideales Bauwerk also.»
Mit grosser Symbolkraft
Auf den Bauplänen existiert das neue Pfadiheim bereits. Nun ist die Umsetzung gestartet. Und eben diese Baupläne wurden in eine Zeitkapsel gepackt.
Zusammen mit der Pfadi-Broschüre, Flyern für den Neubau, aktuellen Zeitungen und mit persönlichen Beiträgen.
Die Zeitkapsel soll dann in ferner Zeit einmal Auskunft geben über den Spatenstich. Und so mussten die wichtigen Leute beim Spatenstich tatsächlich ein richtiges Loch graben, damit die Zeitkapsel auch Platz fand. Und das war beim harten Baugrund gar nicht so einfach. «Die Zeitkapsel hat eine grosse Symbolkraft. Die Pfadi Wohlen wurde 1932 gegründet und sie hat in dieser Zeit ganz viel durchgemacht», erklärte Thomas Geissmann.
Lange hauste man in der alten Baracke, die nun weichen musste oder durfte und durch ein modernes Pfadiheim ersetzt wird. Ein grosser Moment also. «Die Pfadi Wohlen war für viele ein wichtiger Teil des Lebens Und darum freuen wir uns nun auf das neue Pfadiheim.» Und die vielen Kinder, die beim Spatenstich dabei sein durften, strahlten.



