Die Ausrottung des Springkrauts hat man schon längst verpasst im Wald, bei jeder Lichtung breitet es sich aus, in zwei bis drei Jahren ist alles bedeckt. Junge Baumsämlinge kommen nicht mehr durch. Wie kann man es doch noch ausrotten?
Wir hatten schon vor Jahren ...
Die Ausrottung des Springkrauts hat man schon längst verpasst im Wald, bei jeder Lichtung breitet es sich aus, in zwei bis drei Jahren ist alles bedeckt. Junge Baumsämlinge kommen nicht mehr durch. Wie kann man es doch noch ausrotten?
Wir hatten schon vor Jahren auch welches in unserem Wald. Ich ging im Juni hin und habe alles ausgerissen, bevor der Samen reif war. Dann legte ich es auf einen Haufen im Wald, achtete darauf, dass die Wurzeln keinen Kontakt zur Erde hatten und so verdorrte es. Im gleichen Jahr ging ich noch ein- bis zweimal durch am gleichen Ort und beseitigte die noch spä- ter keimenden Pflanzen. Es darf keine reifen Samen geben. In den folgenden ein bis zwei Jahren das Gleiche, so hatte es im dritten Jahr keine mehr. Das Springkraut ist einjährig. Vergisst man eine Pflanze, versamt sie, und so hat man im nächsten Jahr bereits 20 bis 30 neue Pflanzen.
Die Gemeinden machen es anders. Sie organisieren einen Waldarbeitstag, dort können Freiwillige mitmachen und im Wald das Unkraut ausreissen, nach Empfehlung des Kantons das Springkraut in Plastiksäcke stopfen und der Verbrennung zuführen. Auch Container werden im Wald platziert, damit Freiwillige selbst- ständig und jederzeit Springkraut beseitigen können. Meiner Meinung nach bringt das aber nur Kosten für die Gemeinde.
Der Arbeitstag ist in der Regel nur einmal im Jahr und für den ganzen Wald, so hat es noch genügend Springkraut, das für die nächsten Jahre versamt. Will man es loswerden, müsste man im Sommer dreimal durchgehen am gleichen Ort. Dafür müsste man kleinere Waldstücke total säubern, denn für den ganzen Wald fehlen die Leute, und im nächsten Jahr spriesst das Springkraut wieder.
Walter Meier, Niederwil