Sich am neuen Ort eingerichtet
30.06.2026 Villmergen, Jugend, Region UnterfreiamtDer Jugendtreff Villmergen ist neu an der Schulhausstrasse 16 zu Hause
Von den grosszügigen Räumen neben dem Kindergarten in die eher kleinen Räume eines alten Einfamilienhauses. Der Jugendtreff Villmergen hat sich stark verändert. Der Umzug bringt ...
Der Jugendtreff Villmergen ist neu an der Schulhausstrasse 16 zu Hause
Von den grosszügigen Räumen neben dem Kindergarten in die eher kleinen Räume eines alten Einfamilienhauses. Der Jugendtreff Villmergen hat sich stark verändert. Der Umzug bringt Vor- und Nachteile. Und stösst am Tag der offenen Tür auf Interesse.
Chregi Hansen
Und dann schaut auch noch eine ehemalige Bewohnerin des Michel-Hauses vorbei. Sie staunt, was aus dem über 100-jährigen Haus geworden ist. Im Erdgeschoss wurden zwei Wände entfernt, um aus drei kleinen Zimmern einen grossen Raum zu machen. Wobei er im Vergleich zum bisherigen Jugendraum am alten Ort immer noch winzig ist. Immerhin, die alte Chouscht bleibt erhalten. Und auch die Küche und das Badezimmer im OG wirken noch immer so, als seien die früheren Bewohner erst gerade ausgezogen.
Jugendliche halfen beim Einrichten mit
«Wir fühlen uns wohl hier, auch wenn es natürlich eine Umstellung ist», sagt Maria Valandro, die seit über zwei Jahren zum Villmerger Team gehört. Am 6. Mai war der bisherige Treff neben dem Kindergarten zum letzten Mal offen, nach einer einmonatigen Pause öffneten die Türen am 10. Juni erstmals am neuen Ort. «Wir haben die Jugendlichen beim Umzug und Einrichten möglichst einbezogen. So konnten sie beim Bau der Bar oder auch beim Streichen der Wände mithelfen», ergänzt Kevin Aeschlimann. Zuletzt waren die beiden nur noch zu zweit im Team, nach den Sommerferien stösst Léonie Pierson dazu, die bisher in der Jugendarbeit Maiengrün tätig war. «Wir sind froh, dass wir wieder komplett sind», so Stellenleiterin Valandro.
Inzwischen hat sich der Betrieb am neuen Standort eingependelt. Auch wenn die Benutzerzahlen noch eher tief sind. «Aber das ist normal in den Sommerwochen», weiss Valandro. Positiv ist der Einsatz der Jugendlichen, die beim Einrichten wie auch im Betrieb tatkräftig mithelfen. Tatsächlich wirken die neuen Räume gemütlich und einladend, mit einer selbst gezimmerten Bar, bequemen Sofas, einem Töggelikasten und einen Mini-Billardtisch sowie einem Gaming-Room mit Beamer und selbst gebauter Tribüne. «Wir mussten uns beim Umzug von vielem trennen, weil es zu gross war für diese Räume. So etwa von der Bar oder vom grossen Billardtisch. Ein Teil des Mobiliars konnte in anderen Treffs wiederverwendet werden, anderes wurde verkauft oder entsorgt.
Die eher kleinen Räume haben Vorund Nachteile. Es ist weniger übersichtlich, dafür gibt es auch Rückzugsorte. Es ist schnell laut und heiss in den alten Mauern. Im oberen Geschoss befinden sich zudem ein Büro- und ein Besprechungszimmer. Auch die Küche ist voll nutzbar, «das ist wichtig, damit wir mit den Jugendlichen auch kochen können», sagt die Stellenleiterin. Auch der Garten hinter dem Haus kann genutzt werden zum Chillen oder Tischtennisspielen. Wichtig ist dem Team das Einhalten gewisser Regeln, die gut sichtbar aufgehängt sind. Dazu gehören der Respekt untereinander und der achtsame Umgang mit Material und Einrichtung. Und natürlich ist der Jugendtreff ein drogenfreies Areal. Geöffnet ist er jeweils am Mittwochnachmittag, Freitagabend sowie zu besonderen Events. Neben dem Treff gibt es weitere Angebote wie die Offene Turnhalle im Winter oder das Beratungsbüro.
Zu den Gästen am Tag der offenen Tür gehören auch Jonas Meier, Präsident des VJF, sowie Gemeinderat Fabian Lupp. Beide ziehen ein positives Fazit. «Es ist gut, dass die Gemeinde hier mit wenig Aufwand einen neuen Standort zur Verfügung stellen konnte», so Lupp. Denn die alten Räumlichkeiten werden nun von der Schule respektive dem Kindergarten benötigt. Der Kauf des Michel-Hauses vor zwei Jahren erweist sich nun als Glücksfall. Und an die neuen Umstände werden sich die Mitarbeitenden und die Jugendlichen sicher schnell gewöhnen.



