Politisch tanzt der Bär in Oberlunkhofen. Fast schon im Tagesintervall erhält man aktuell Flugblätter für und gegen das Referendum gegen die Ablehnung des Baukredites für das Neubauprojekt Turnhalle «Libelle» in Oberlunkhofen. Da verliert man leicht die ...
Politisch tanzt der Bär in Oberlunkhofen. Fast schon im Tagesintervall erhält man aktuell Flugblätter für und gegen das Referendum gegen die Ablehnung des Baukredites für das Neubauprojekt Turnhalle «Libelle» in Oberlunkhofen. Da verliert man leicht die Übersicht. Wem soll man nun glauben? Was ich sicher nicht glauben kann, ist, dass die Bevölkerung von Oberlunkhofen dem Projekt Libelle bereits mehrfach zugestimmt habe, wie ein Flugblatt deklariert. Wie bitte? An der Gemeindeversammlung, an der ich letzten Herbst teilgenommen habe, hat der Souverän dem Projekt Libelle die Flügel gestutzt und den Ausführungskredit zum ersten und einzigen Male deutlich abgelehnt. Dies insbesondere wegen den als zu hoch erachteten Kosten und im Hinblick auf ein funktional besseres Projekt.
Aus eigener Erfahrung in der Politik darf ich sagen, dass ein Projekt, das im ersten Anlauf abgelehnt wird, im zweiten Anlauf eigentlich immer besser und effizienter wird. Manchmal braucht es in unserem politischen System einfach eine zweite Runde.
Ich empfehle Ihnen – mit dem Gemeinderat und der Mehrheit der «Gmeind» – das Referendum abzulehnen. Das neue Projekt wird in Kürze aufsteigen. Nicht wie eine Libelle, sondern wie der Phönix aus der Asche. Darauf setze ich meine Hoffnung, für Oberlunkhofen und für ein Projekt, an dem zukünftig die Nutzer gleichermassen Freude haben werden, wie diejenigen, die es mit ihren Steuern finanzieren.
Christoph Hagenbuch, Oberlunkhofen