Nicht einschüchtern lassen
27.02.2026 Kelleramt, LeserbriefeTatsächlich treibt der Abstimmungskampf seltsame Blüten. Es werden haarsträubende Gegenargumente in Leserbriefen und Flugblättern aufgeführt und sogar griechische Mythen müssen gegen die geplante Mehrzweckhalle herhalten. Das Projekt habe sich ...
Tatsächlich treibt der Abstimmungskampf seltsame Blüten. Es werden haarsträubende Gegenargumente in Leserbriefen und Flugblättern aufgeführt und sogar griechische Mythen müssen gegen die geplante Mehrzweckhalle herhalten. Das Projekt habe sich verschlechtert, konnte man lesen. Wir, das Referendumskomitee, hätten nie mit jemandem der Planungskommission gesprochen, wurde geschrieben. Solche und ähnliche Aussagen entsprechen nicht der Wahrheit. Wir haben dies bei betroffenen Gremien und Personen unterdessen widerlegt. Seither ist diesbezüglich nichts dergleichen mehr veröffentlicht oder gesagt worden. Wenigstens das.
Und nun zum Schluss ist all den ablehnenden Leserbriefschreibenden eines gemein: Sie spielen jetzt noch die Karte «Angstmacherei». Angst verbreiten vor einer schier sicher erfolgenden Steuerfusserhöhung bei einem Ja. Dass wir nahe am Abgrund wandeln täten. Vor horrenden Kosten, die nie zu händeln sein würden. Es ist den Gegnern der Mehrzweckhalle sicher bekannt: nur weil etwas immer wieder erwähnt wird, wird eine Aussage auch nicht wahrer.
Der Gemeinderat sagt klar aus, dass eine Steuerfusserhöhung für die Realisierung des jetzigen Bauvorhabens nicht notwendig ist. Das Expertenteam hat im Wettbewerb die Libelle als Siegerprojekt auserkoren. Notabene Leute aus Gemeinderat, Bevölkerungs- und Vereinsvertreter mitsamt unabhängigen Personen. Die Libelle wurde weder als Luxusbaute noch als Prestigeobjekt taxiert. Sie ist ihr Geld wert. Anderslautende Aussagen in Leserbriefen stammen nun von Gegnern des Projekts, die sich anmassen, offenbar bessere Kenntnisse und Sachverstand vom Bauen aufzuweisen als die Planer der Mehrzweckhalle. Je billiger diese Doppelhalle umgesetzt wird – gar durch einen TU – desto höher fallen die langfristigen Betriebskosten aus.
Die Gegner der Doppelhalle haben sicher auch durchgerechnet, was ein billigerer Bau von 11 Millionen Franken auf Jahre hinaus veranschlagen wird, aber mitteilen wollen sie uns das nicht. Die jährlichen Mehrkosten der Libelle gegenüber der 11-Millionen-Franken-Baute dürften etwas mehr als ein Prozent Steuervolumen ausmachen. Dieses gut «Eins-Komma-irgendetwas-Prozent» wird uns weder in den finanziellen Ruin noch an den Abgrund führen. Nur schon durch das realistisch errechnete Bevölkerungswachstum, das Oberlunkhofen in den kommenden Monaten und Jahren erleben wird, kann dies gar nicht geschehen. Die Angstmacherei hat also um sich geschlagen. Ich hoffe, sie verfängt nicht.
Fazit: Am 8. März wird sich zeigen, ob die Angst bei den Stimmberechtigten in Oberlunkhofen tatsächlich gefruchtet hat. Ich lasse mich nicht einschüchtern, denn Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber. Ich werde gerne mit meinem 74-Prozent-Steuerfuss meine Gelder für diese nachhaltige Mehrzweckhalle bezahlen. Stimmen Sie am 8. März Ja zum Baukredit Mehrzweckhalle Breite.
Erich Rey, Oberlunkhofen
