1. Liga classic: Der FC Wohlen hat weniger Budget – aber keinesfalls weniger Qualität
Das neue Team wurde mit einem Drittel weniger Budget zusammengestellt. Doch der FC Wohlen ist sehr zuversichtlich, dass die Saison erfolgreich wird.
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1. Liga classic: Der FC Wohlen hat weniger Budget – aber keinesfalls weniger Qualität
Das neue Team wurde mit einem Drittel weniger Budget zusammengestellt. Doch der FC Wohlen ist sehr zuversichtlich, dass die Saison erfolgreich wird.
Die Nathans sind zurück. Mit Nachnamen Kisisa, Torschütze vom Dienst, und Tayey, wirbliger Offensivkünstler. Sie bereichern und beleben die Wohler Offensive ungemein. «Und sie harmonieren auch bestens miteinander», sagt Trainer Piu.
Die beiden Nathans sind nur zwei Gründe, wieso man in Wohlen guter Dinge ist, dass die Saison 2024/25 eine positive Spielzeit wird. In der Transferzeit haben die Verantwortlichen – das sind Ivan Benito und Gregi Trovato – alles gegeben, um trotz minimiertem Budget eine schlagfertige Truppe auf die Beine zu stellen.
Folgende Neuzugänge sind in den Niedermatten (Spieler aus der zweiten Mannschaft und dem Nachwuchs sind nicht aufgeführt): Sangoné Sarr (vereinslos), Nathan Kisisa (Schötz), Nathan Tayey (Portalban), Santiago Brunner (Schöftland), Leart Haliti (Floridsdorfer AC II, Österreich). Sie kompensieren die Abgänge von Patrik Gjidoda (Baden), Leotrim Nitaj (Zug), Guillaume Taty (Bergerac Périgord, Frankreich), Massimo Bocchicchio (Mutschellen), Gentrim Uka (Cham), Djordje Komatovic (Luzern U21) und Dwayne Wildhaber (Black Stars). Einen Dämpfer musste der FC Wohlen schon vor Saisonstart einstecken. Santiago Brunner, ein sackstarker Verteidiger, verletzte sich am Fussgelenk und fällt mindestens bis Mitte September aus.
Viele Eigengewächse
Trainer Piu meint: «Wir haben ein kompetitives Team. Die Transfers sind stark. Das Team ist stark.» Ein Beispiel: Ex-Profi Sangoné Sarr strahlt im defensiven Mittelfeld enorm viel Ruhe aus, hat sehr viel Qualität und ist auch für die jungen Spieler sehr wichtig. Und davon hat der FC Wohlen einige. Es gibt wohl kaum ein anderes Team in der 1. Liga classic, das so viele Eigengewächse in seinen Reihen hat wie der FC Wohlen. Cédric Künzli, Justin Pfister, Javi Gabathuler, Alban Pnishi, Noel Romano, Leon Alimi, Sergio Casale, Noah Jappert, Nermin Rogentin, Sandi Sulejmanagic, Luca Nascimento, Goran Karanovic: Sie alle haben mindestens eine Juniorenabteilung beim FC Wohlen durchlaufen. Hinzu kommen die vielen jungen Talente der zweiten Mannschaft, die fast ausschliesslich Eigengewächse sind.
Der FC Wohlen hatte weniger Budget zur Verfügung. Litt darunter die Qualität? Nach der Vorbereitung und den ersten Spielen (mit zwei Siegen und einem Unentschieden) kann man sagen: Nein. Der FC Wohlen ist jünger, wohlerischer – aber keinesfalls schlechter als letzte Saison. Der FC Wohlen will in der neuen Saison hoch pressen und sich schnell den Ball erobern. Die Abwehr soll diszipliniert und abgeklärt auftreten, die Offensive wirbeln, kreativ sein und für Freude und Tore sorgen. Piu ist zuversichtlich und sagt: «Bis zur Winterpause wollen wir mindestens auf dem 5. Rang sein. Wenn alles rund läuft, reicht es vielleicht auch für ein, zwei Plätze weiter vorne. Mit diesem Team liegt etwas drin, wir orientieren uns nach vorne.» --spr