Kino Mansarde startet ins neue Jahr
Im Murianer Kino Mansarde beginnt 2026 mit einer Reise durchs europäische Kino. In «La petite dernière» sucht eine junge Frau ihre Identität zwischen Liebe und Glaube, während «Franz K.» einen ...
Kino Mansarde startet ins neue Jahr
Im Murianer Kino Mansarde beginnt 2026 mit einer Reise durchs europäische Kino. In «La petite dernière» sucht eine junge Frau ihre Identität zwischen Liebe und Glaube, während «Franz K.» einen Einblick in das Leben des Jahrhundertdichters gibt. Etwas leichter geht es bei «Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse» zu und her.
Micha Hartung, Besitzer einer Videothek in Berlin, steht kurz vor der Pleite. Da meldet sich ein ehrgeiziger Journalist bei ihm, der eine ganz grosse Story wittert. Er will herausgefunden haben, dass Micha vor 35 Jahren eine Massenflucht aus der DDR organisiert hat. Und zwar mittels einer umgestellten Weiche, die einen S-Bahn-Zug in den Westen führte.
Da Micha jeden Cent braucht und der Journalist ihm eine gut bezahlte Story in Aussicht stellt, widerspricht er nicht. Bald reissen sich sämtliche Medien und Talkshows um ihn. Dann trifft er auch noch Paula, doch die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden droht, wie der ganze Rest von Michas Leben, in einem Chaos aus Lügen und Falschmeldungen zu versinken. «Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse» läuft in Muri am Donnerstag, 8. Januar, 18 Uhr, und am Freitag, 9. Januar, 20.30 Uhr.
Preisgekrönte Suche nach der Identität
Die 17-jährige Fatima wächst als jüngste von drei Schwestern in einer fürsorglichen französisch-algerischen Familie am Rande von Paris auf. Sie liebt ihre Familie, doch geht behutsam ihren eigenen Weg. Sie ringt mit ihrem aufkeimenden Begehren für Frauen. Als Fatima ein Studium beginnt, entdeckt sie eine völlig neue Welt – und wird immer stärker mit ihrem Dilemma konfrontiert: Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die verschiedenen Teile der eigenen Identität unvereinbar scheinen?
«La petite dernière» ist ein erfrischender Einblick, für den die Hauptdarstellerin Nadia Melliti beim Filmfestival Cannes im zu Ende gehenden Jahr als «Beste Darstellerin» ausgezeichnet wurde, und ist im Kino Mansarde in Muri am Donnerstag, 8. Januar, 20.30 Uhr, zu sehen.
Aussergewöhnliches Porträt wie von Kafka selbst inszeniert
Prag, Anfang des 20. Jahrhunderts: Franz Kafka ist zerrissen zwischen der Autorität des fordernden Vaters, der Routine im Versicherungsbüro und der stillen Sehnsucht nach künstlerischer Entfaltung. Während seine Texte erste Leser finden, beginnt die Reise eines jungen Mannes, der sich nach Normalität sehnt, jedoch den Widersprüchen des Lebens begegnet, dabei Literaturgeschichte schreibt und sich immer wieder Hals über Kopf verliebt.
Getrieben von Liebe, Fantasie und dem Wunsch nach Respekt, unterstützt von seinem Freund und Verleger Max Brod, entfaltet sich in «Franz K» das ebenso berührende wie skurrile Porträt eines der faszinierendsten Denkers der Moderne. Im Kino Mansarde läuft dieser Film am Freitag, 9. Januar, 18 Uhr. --red