mCheck der Musikschulen Boswil, Buttwil und Muri+ in der Alten Kirche in Boswil
40 Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Boswil, Buttwil und Muri+ erhielten an der Feier in der Alten Kirche in Boswil ihr Zertifikat. Die Chance, auf einer Bühne zu ...
mCheck der Musikschulen Boswil, Buttwil und Muri+ in der Alten Kirche in Boswil
40 Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Boswil, Buttwil und Muri+ erhielten an der Feier in der Alten Kirche in Boswil ihr Zertifikat. Die Chance, auf einer Bühne zu spielen, auf der bereits Yehudi Menuhin gespielt hat, genossen elf der Kinder unter Applaus. Unter ihnen auch die 14-jährige Caitlin Andermatt der Musikschule Muri.
Verena Anna Wigger
Die Atmosphäre ist gespannt und freudig. Die jungen Musikerinnen und Musiker bereiten sich und ihre Instrumente vor, während die zahlreichen Besucher in die Alte Kirche Boswil strömen und die Stuhlreihen sich füllen. An der Feier nimmt auch Caitlin Andermatt mit der Querflöte und der Viola teil. Je ein mCheck-Zertifikat hat sie dafür erhalten. Die Schülerin, welche im vergangenen Jahr bereits mit dem Klavier an der Feier teilnahm, sagt zu ihrem Antrieb, Musik zu machen: «Es macht mega Freude.» Mit dem Klavier und der Viola übe sie dreissig Minuten pro Tag. Bei der Querflöte seien es nur zehn Minuten, so die vielseitig talentierte junge Musikerin, die das Instrument seit zwei Jahren spielt. Freude mache ihr auch das Spiel im Orchester.
Denn nebst Schule und Üben spielt sie im Jugendorchester Freiamt und im Nachwuchs des Zentralschweizer Sinfonieorchesters mit. Die Stücke, welche sie mit der Querflöte auf Stufe drei und der Viola auf Stufe vier spielte, lassen offen, wohin die Reise geht. Ein Ziel der jungen Musikerin könnte ein Studium mit der Viola sein, das kann sie sich heute vorstellen. Zu Hause spielt Caitlin Andermatt gerne mit ihrem Vater, der selbst Orgel spielt. Ein Zusammenspiel mit ihrem Bruder, der sich dem Schlagzeug und der E-Gitarre zugewandt hat, sieht sie eher weniger.
Freiwilliger Test als Standortbestimmung
Die Kinder der Musikschulen entscheiden selbst, ob sie sich für den mCheck anmelden wollen. Zusammen mit ihren Musikpersonen arbeiten sie die Stücke im Instrumentalunterricht aus und melden sich zum freiwilligen Test an. Dieser fand am vergangenen Wochenende statt. Da ist jeweils eine zweite Lehrperson mit dabei. Die Rückmeldungen, welche die Instrumentalschülerinnen und -schüler erhalten, reichen von «ausgezeichnet» bis «nicht bestanden». Wobei sie direkt im Anschluss an den Vortrag eine mündliche Rückmeldung erhalten. 40 Schülerinnen und Schüler haben den Test bestanden und durften in der Alten Kirche Boswil an der Feier teilnehmen. Der mCheck wird in den Stufen eins bis sechs vergeben. Dies ist eine Einteilung wie in den Schulklassen. Der eigentliche Check umfasst ein Pflichtstück, ein Wahlstück sowie theoretische Fragen.
Die elf Kinder, die an diesem Abend ihr Können in der Alten Kirche Boswil zeigten und dabei virtuose oder getragene Melodien spielten, wurden von den zahlreichen Gästen mit viel Applaus gefeiert. «Sie zeigen, was sie gelernt haben», so Peter Kessler, der durch die Feier führte.
Würdigen, was erarbeitet wurde
Gefeiert wurden auch die Kinder, welche den mCheck ebenfalls bestanden haben und an diesem Abend ihr Zertifikat aus der Hand ihrer Musikperson entgegennehmen durften. Gemeinsam haben die Leitungen der drei Musikschulen den Anlass organisiert. Als Zeichen der Wertschätzung für ihr Können erhielten alle Preisträger in den Instrumenten Akkordeon, Flöte, Querflöte, Saxofon, Klavier, Cornet, Viola, Violine und Gitarre im feierlichen Rahmen das Zertifikat inklusive eines Blumengrusses. Denn genau so vielfältig wie das Spiel der jungen Musiker ist das Angebot der Musikschulen in der Region.