Kollegin beschwerte sich
11.08.2026 Rudolfstetten, Mutschellen, FilmSchauspielerin war zu Gast
Das «Kino uf em Dorfplatz» in Rudolfstetten-Friedlisberg begrüsste am Samstagabend die Schauspielerin Michèle Rohrbach. Diese erzählte Verschiedenes über den Film «Plitsch Platsch Forever».
...Schauspielerin war zu Gast
Das «Kino uf em Dorfplatz» in Rudolfstetten-Friedlisberg begrüsste am Samstagabend die Schauspielerin Michèle Rohrbach. Diese erzählte Verschiedenes über den Film «Plitsch Platsch Forever».
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Rudolfstetten-Friedlisberg: Schauspielerin Michèle Rohrbach war zu Gast beim «Kino uf em Dorfplatz»
Das «Kino uf em Dorfplatz» durfte am Samstagabend einen ganz besonderen Stargast begrüssen und interviewen: Michèle Rohrbach. Sie ist im Dorf aufgewachsen, lebt heute in Wien und stellte den Film «Plitsch Platsch Forever» vor. In diesem spielt sie eine wichtige Rolle.
Roger Wetli
«Der Film ist für mich schon sehr speziell», gestand die Schauspielerin Michèle Rohrbach im Interview mit «Kino uf em Dorfplatz»-Präsident Stefan Meienberg. «Am Drehort der Badi Birmensdorf bin ich quasi aufgewachsen. Und auch in der Bremgarter Altstadt wurde viel gedreht. Die Aufnahmen des Stadthauses fanden allerdings in demjenigen von Brugg statt.»
Wer die Gegend ein wenig kennt, sah anschliessend beim Abspielen von «Plitsch Platsch Forever» verschiedene bekannte Orte wie etwa den Schellenhausplatz oder das Areal rund um das Stadtschulhaus in Bremgarten. Dies in einer frei erfundenen, aber teil realistisch anmutenden Geschichte. Der Film handelt in einem 20 000-Seelen-Ort, dessen Stadtrat nach technischen Problemen das Freibad schliessen und einem Investor für den Bau von Wohnungen verkaufen möchte.
Dagegen wehren sich zuerst zwei Mädchen, dann ihre Gleichaltrigen und schliesslich viele Stadtbewohner. Sie möchten ihre Badi, das Plitsch Platsch, unbedingt erhalten. Michèle Rohrbach spielt eine Stadträtin, die intern gegen die Schliessung gestimmt hatte, aber mit 4 zu 1 Stimmen unterlegen ist. Also hilft sie den beiden Mädchen.
Preis gewonnen
Auf dem Filmplakat ist die Rudolfstetterin nur klein zu sehen. «Es ist auch eine eher kleine Rolle», äusserte sich Michèle Rohrbach bescheiden. «Und ich hatte deshalb auch nicht so viele Drehtage.» In dieser Zeit wohnte sie mit ihren Kindern bei ihren Eltern auf dem Mutschellen. «Mir fehlte allerdings die Zeit, mein Umfeld für Statistenrollen anzuschreiben», lachte sie. Und fügte an: «Eine Kollegin beschwerte sich bei mir, weil die Badi Birmensdorf während der Filmdrehs geschlossen war.» Der Film ist aktuell noch in verschiedenen Schweizer Kinos zu sehen. «Er wird aber nun auch in Südkorea und Mexiko gezeigt und wurde auf Holländisch synchronisiert», weiss Rohrbach. Gesprochen wird im Film schweizerdeutsch. Die Synchronisation für die hochdeutsche Version, die später auf ARD oder ZDF ausgestrahlt wird, spricht Michèle Rohrbach diese Woche ein. «Und er hat beim Goldenen Spatz den Drehbuch-Preis gewonnen. Dieser wurde beim Abschluss des deutschen Kinder-Medien-Festivals Goldener Spatz verliehen», schwärmte die Schauspielerin. «Insgesamt ist der Film sehr gut unterwegs.»
Pläne bis 2030
Die Stargäste des «Kino uf em Dorfplatz» hinterlassen traditionell Handabdrücke auf Beton. Diesmal allerdings nicht. «Dies, weil Michèle Rohrbach das bereits getan hatte, als sie das letzte Mal bei uns Gast gewesen ist», erklärte Stefan Meienberg. Er wollte von Michèle Rohrbach wissen, ob sie bald wieder in einem Film zu sehen ist. «Das weiss ich aktuell nicht», antworte sie. «Ich schauspielere sehr gerne in Theatern, und da weiss ich, was ich bis 2030 mache.» Bei Filmproduktionen passiere dagegen sehr vieles kurzfristig und es gebe oft nur wenige Drehtage.
Apropos Theater: Michèle Rohrbach ist diese Woche von Freitag bis Sonntag in Zürich im Stück «Krake» zu erleben. Ein Theater für Kinder und Familien mit Gratiseintritt. «Meine Rolle spricht da eigentlich hochdeutsch. Ich fände aber Schweizerdeutsch passender. Wenn ich dazu komme, übersetze ich sie deshalb noch.»
Sie könne vom Schauspielern leben. «Das macht mich sehr glücklich», strahlte sie. Stefan Meienberg wusste, dass Michèle Rohrbach den Film im «Kino uf em Dorfplatz» erst zum zweiten Mal schaut. «Wenn es euch gefallen hat, spendet deshalb anschliessend grossen Applaus.» Und das tat das Publikum auch.

