Intermezzo zum Sechsten
22.05.2026 Muri, Gewerbe, Essen und TrinkenAm nächsten Donnerstag, 28. Mai, startet die Sommerbeiz im Ammanngarten in die neue Saison
Gemütliche Barabende, verschiedene Foodtrucks und rund alle zwei Wochen ein Konzert. Hinzu kommen zwei Brändi-Dog-Abende. Die sechste Intermezzo-Saison startet mit ...
Am nächsten Donnerstag, 28. Mai, startet die Sommerbeiz im Ammanngarten in die neue Saison
Gemütliche Barabende, verschiedene Foodtrucks und rund alle zwei Wochen ein Konzert. Hinzu kommen zwei Brändi-Dog-Abende. Die sechste Intermezzo-Saison startet mit einem neuen Bar-Team – unter der Leitung des jungen Murianers Alain Willi.
Annemarie Keusch
Bewährtes und Neues. Das trifft auf die kommende Intermezzo-Saison gleich im doppelten Sinne zu. Einerseits wenn es um die kulinarischen Angebote geht. Jedes Wochenende bringt ein Foodtruck Gerichte aus anderen Teilen der Welt in die Murianer Sommerbeiz. Die mexikanische Küche kommt dabei sogar aus dem Raum Bern angefahren. «Sie dachten ursprünglich, das Intermezzo sei in Muri bei Bern, kommen aber trotzdem», sagt Daniela Marani. Zusammen mit Michael Laubacher ist sie seit Beginn im Hintergrund der Organisation dabei. «Abwechslung ist uns wichtig», sagt Daniela Marani. Einige Foodtrucks sind diesen Sommer erstmals in Muri zu Gast, andere zählen als alte Bekannte.
Genauso ist es auch im Bereich der Musik. Hier hat Michael Laubacher die Fäden in der Hand. Mit Mary Vogel kommt am 25. Juli jene Künstlerin nach Muri zurück, die im Sommer 2021 einst das allererste Konzert in der damals neuen Sommerbeiz bestritt. «Ein toller Abend, ich erinnere mich noch genau», sagt Michael Laubacher. Ausgelassen sei es gewesen. Wegen des neuen Angebots in Muri einerseits, wegen der gelockerten Corona-Massnahmen andererseits. Schon fast Stammgäste sind auch «Tan Pickney» (6. Juni). Die regionale Reggae-Band schätzt die Auftritte im Intermezzo genauso wie das Publikum. Schon letztes Jahr hätten «Noorai & Steven» (mit Aileen Pilgrim aus Muri) auftreten sollen. Wettermässig musste das Konzert zweimal verschoben werden. «Nun klappt es hoffentlich am 27. Juni.»
Brändi-Dog Abende ergänzen Musik und Kulinarik
Das musikalische Programm komplettieren «Maple Tree Circus» am 20. Juni, «Troubadueli» am 11. Juli, «Kiki Izarra & Simon» (mit einem Wohler) am 15. August und «Rev. T & Band feat. Katya Che» am 29. August. Letztere ist eine Murianer Band, mit ukrainischer Sängerin. «Ein Bandmitglied war als Gast bei uns und sprach mich an. So kam dieser Auftritt zustande», erzählt Michael Laubacher. Ergänzt wird das Programm von zwei Brändi-Dog-Abenden am 5. Juni und am 7. August. «Mehr braucht es gar nicht», sagt Daniela Marani. Zurück zu den Wurzeln, das ist das Motto. Und viele kommen in den Ammanngarten, um gemütlich etwas zu trinken und das Miteinander und die Atmosphäre zu geniessen. «Immer Programm, das ist gar nicht gefragt», wissen die Organisatoren.
Über fünf Jahre ging ursprünglich der Vertrag für die Nutzung des Ammanngartens. Mit Option auf Verlängerung um jeweils ein Jahr. «Ein Ende ist nicht in Sicht», sagt Daniela Marani. Auch wenn verschiedene Faktoren stimmen müssen, damit die Voraussetzungen für eine gute Intermezzo-Saison erfüllt sind. Sponsoring beispielsweise. Oder die personelle Situation. Im Hintergrund bleibt alles beim Alten.
Marlies Laubacher steht nach wie vor hinter dem Projekt und trägt die finanzielle Verantwortung.
Gastro und Büro kombiniert
Es braucht jemanden, der die operative Leitung übernimmt. Der organisiert, koordiniert, an der Bar steht. Neu übernimmt das der junge Murianer Alain Willi, mit Michelle Graf in der Co-Leitung. Willi gehörte in den vergangenen Jahren immer wieder und gerne zu den Intermezzo-Gästen. Vor zwei Jahren fragte er gar an, an der Bar mithelfen zu können. «Das Team stand damals schon.» Letztes Jahr wurde er angefragt, aber für ihn passte es zeitlich nicht. «Aller guten Dinge sind drei», sagt Daniela Marani und lacht.
Michael Laubacher fragte ihn an und nach wenigen Wochen folgte Willis Zusage. Er arbeitete ursprünglich im Büro, machte neben seinem Studium im Bereich Kommunikation eine Barkeeper-Ausbildung und seit vielen Jahren verbindet er die beiden Branchen – und arbeitet Teilzeit in der Gastronomie und Teilzeit in der Kommunikation, mittlerweile selbstständig. Zuletzt war er rund eineinhalb Jahre im Restaurant Leo in Wohlen tätig. «Kaum bin ich einige Zeit weg von der Gastronomie, fehlt mir die Branche», gesteht er. Das Miteinander mache es aus, der Kontakt zur Kundschaft, die Kreativität, die Umtriebigkeit. Das Team um Willi und Graf steht. Die Barkarte ebenfalls. Geplant ist zudem, dass der ausgebildete Barkeeper wöchentlich einen neuen, speziellen Drink ausschenkt. «Wie diese aussehen, das ist noch nicht entschieden.»
Aus dem Winterschlaf holen
Bekannte treffen, neue Leute kennenlernen. Unkompliziert, gemütlich. Bei gutem Essen und Trinken. Mit Musik, ob im Hintergrund oder live gespielt. Und natürlich die Ambiance des Gartens. Das macht das Intermezzo aus. Und das kommt an, seit sechs Jahren. Entsprechend gross ist die Vorfreude, wenn es am Donnerstag nun wieder losgeht. Wie immer ist die Beiz von Donnerstag bis Samstag offen – jeweils ab 17 Uhr. «Natürlich hoffen wir auf einen Sommer voller lauschiger Abende und Nächte», sind sich Daniela Marani, Alain Willi und Michael Laubacher einig.
Heute Freitag machen sie den Garten für die neue Saison bereit. Trockene Äste in den Bäumen sind bereits entfernt, das Unkraut ebenfalls. Jetzt geht es noch ans Wischen. Und im Holzboden müssen drei Bretter ausgetauscht werden. «Morsch», lautet Michael Laubachers Analyse. «Wir wecken den Ammanngarten aus dem Winterschlaf, dann geht es los», fasst es Daniela Marani zusammen.
Weitere Infos: www.intermezzo-muri.ch

