Einmal im Rampenlicht stehen
14.04.2026 Wohlen, Jugend, KulturKiwanis Kinder- und Jugendtage im Winterquartier des Monti
Die Kurswoche hat Tradition. Und ist jedes Jahr im Nu wieder ausgebucht. 46 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren üben unter professioneller Anleitung an einer Aufführung, mit der sie am Schluss der Woche ...
Kiwanis Kinder- und Jugendtage im Winterquartier des Monti
Die Kurswoche hat Tradition. Und ist jedes Jahr im Nu wieder ausgebucht. 46 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren üben unter professioneller Anleitung an einer Aufführung, mit der sie am Schluss der Woche ein grosses Publikum begeistern.
Chregi Hansen
Sie haben viel Erfahrung. Andreas Muntwyler, Ulla Tikka, Lukas Stäger und Prisca Zweifel wissen, worauf es bei Auftritten ankommt. Muntwyler und Tikka kommen vom Zirkus, Stäger und Zweifel von der Musik. Sie sind nicht nur gute Freunde, sondern leiten auch schon während Jahren die Kinder- und Jugendkurse von Kiwanis Lenzburg. In diesem Jahr ist es bereits die siebte Ausgabe.
Im Winterquartier des Monti bereiten sich in diesem Jahr 46 Kinder und Jugendliche auf den Auftritt vor. «Der Ablauf bleibt gleich. Aber das Programm verändert sich jedes Mal und hängt auch davon ab, was die Kinder leisten können», erklärt Andreas Muntwyler. In diesem Jahr lautet das Motto «Fairytales Moment» und präsentiert Wunderwesen wie Zwerge und Feen sowie Fabeltiere. «Über die Hälfte der Teilnehmenden war schon einmal dabei. Da müssen wir für Abwechslung sorgen», sagt Lukas Stäger. Geboten wird eine bunte Mischung zwischen Akrobatik, Humor und Gesang. An vier Tagen wird intensiv an den Nummern und den Abläufen gearbeitet. «Wir proben jeweils sieben Stunden pro Tag, das ist intensiv», so Stäger.
Hohes Budget, viele Freiwillige
Das kriegt auch Chorleiterin Prisca Zweifel zu spüren. «Ich weiss, ihr seid müde. Aber jetzt müsst ihr euch nochmals konzentrieren, nachher machen wir Pause», motiviert sie die Sänger und Sängerinnen. Und erinnert die Kids daran, dass sie bei der Aufführung im Rampenlicht stehen. «Da sieht man alles. Da könnt ihr nicht an euren Haaren herumzupfen oder in der Nase bohren», mahnt sie. Derweil besprechen Muntwyler und Tikka, wie die Abläufe zwischen den Nummern am besten gestaltet werden. «Wir haben zwar ein Konzept, vieles entsteht aber erst in den Proben. Wir arbeiten bis zuletzt am Programm», macht Ulla Tikka deutlich.
Dann ist endlich Pause. Draussen haben die freiwilligen Helfer von Kiwanis Lenzburg ein Zvieri-Buffet aufgebaut. «Es ist ein Grossanlass, den wir stemmen müssen», sagt Moritz Gnehm, Past President der Kiwanis-Vereinigung. Zum einen brauche es etliche Helfer während der Woche. Zum anderen auch Geld. «Das Budget liegt bei über 20 000 Franken. Die Kinder und Jugendlichen bezahlen aber nur einen kleinen Betrag. Denn wir wollen, dass sich das alle leisten können», so Gnehm weiter. Den Rest übernehmen Sponsoren und der Kiwanis-Club selbst. «Das ist gut eingesetztes Geld. Es ist jedes Mal eine Freude, die Begeisterung der Kinder zu sehen und zu erleben», sagt Gnehm.
Klare Rollenteilung
Und er lobt die vier Kursleiter. «Sie sind ein eingespieltes Team mit ganz viel Know-how. Und die Voraussetzungen hier im Winterquartier sind einfach perfekt», weiss er aus Erfahrung. «Darum kommen wir jedes Jahr wieder gerne hierher.» Inzwischen habe sich die Zusammenarbeit etabliert. Die Coaches kümmern sich um das Programm, Kiwanis um alles drumherum. Die grosse Aufführung am Schluss der Woche vor Eltern, Geschwistern, Gotte, Götti und weiteren Verwandten und Bekannten ist dabei stets ein Höhepunkt. «Es ist immer wieder erstaunlich, was in diesen wenigen Tagen geleistet wird», so das Fazit de Kiwanis-Vertreters.




