Filmabend im Gemeinschaftszentrum
Im Gemeinschaftszentrum Muri an der Bahnhofstrasse 9 wird am Donnerstag, 26. März, der Dokumentarfilm «Macht und Ohnmacht – Wenn Schweizer Konzerne Leben zerstören» gezeigt. Türöffnung ist um 18.30 Uhr. ...
Filmabend im Gemeinschaftszentrum
Im Gemeinschaftszentrum Muri an der Bahnhofstrasse 9 wird am Donnerstag, 26. März, der Dokumentarfilm «Macht und Ohnmacht – Wenn Schweizer Konzerne Leben zerstören» gezeigt. Türöffnung ist um 18.30 Uhr.
Vor Filmbeginn besteht Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre etwas zu trinken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Film startet um 19 Uhr. Im Anschluss folgen eine kurze Ansprache von Anousha Peter von der Konzernverantwortungsinitiative, eine Diskussion sowie ein kleiner Apéro. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind willkommen.
In die Andenprovinz und in den Regenwald
Der Dokumentarfilm führt an zwei Orte, die geografisch weit voneinander entfernt liegen und doch durch ein gemeinsames Schicksal verbunden sind: in die peruanische Andenprovinz Espinar und in den Regenwald auf Borneo. Dazwischen liegen rund 18 000 Kilometer. In beiden Regionen wehren sich indigene Gemeinschaften gegen die Folgen einer riesigen Mine, die aus der Schweiz gesteuert wird. Der Film zeigt eindrücklich, wie stark Eingriffe von multinationalen Konzernen das Leben der betroffenen Menschen prägen können.
Es geht um Vertreibung, Umweltzerstörung, verschmutztes Wasser und den Verlust von Lebensgrundlagen. Die Einladung zur Vorführung beschreibt den Film als Geschichte über «Vertreibung, Zerstörung und Verschmutzung» sowie über den Widerstand jener Menschen, die ihr Land und ihre Gesundheit verteidigen.
Thema ist hochaktuell
Eindrücklich ist, dass der Film nicht nur Schäden dokumentiert, sondern auch den Zusammenhalt der betroffenen Gemeinschaften sichtbar macht.
Ihre Stärke liegt in der Solidarität untereinander. Gleichzeitig zeigt die Dokumentation, wie Konzerne mit Versprechungen und Druck versuchen, Gemeinschaften zu spalten. Dennoch machen die porträtierten Menschen deutlich, dass Aufgeben für sie keine Option ist. Gerade diese Verbindung von persönlichem Schicksal, politischer Dimension und globaler Verantwortung macht den Film hochaktuell.
Der Film dauert rund 60 Minuten; im Anschluss wird vorgestellt, wofür sich die Konzernverantwortungsinitiative einsetzt – dafür, dass multinationale Konzerne sich an Menschenrechte und Umweltstandards halten müssen.
Die Vorführung in Muri will nicht nur informieren, sondern auch den Austausch fördern. Der Filmabend bietet Gelegenheit, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, das oft weit weg scheint, aber enge Bezüge zur Schweiz hat. Denn viele wirtschaftliche Entscheidungen mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt werden in einem globalen Geflecht getroffen, in dem auch Schweizer Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Gerade deshalb dürfte der Anlass für alle interessant sein, die sich für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Verantwortung der Wirtschaft interessieren. --red
Anmeldung: www.konzernverantwortung.ch/events/muri/