In Niederwil lag das Baugesuch für den verkehrsfreien Schulweg auf
Es geht um eine eher kleine Sache. Das Areal vor dem Schulhaus soll mit schwenkbaren Geländern gesichert werden. Die übrigen Verordnungen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit sind ...
In Niederwil lag das Baugesuch für den verkehrsfreien Schulweg auf
Es geht um eine eher kleine Sache. Das Areal vor dem Schulhaus soll mit schwenkbaren Geländern gesichert werden. Die übrigen Verordnungen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit sind derzeit durch eine Beschwerde blockiert.
Chregi Hansen
Das Thema Schulwegsicherheit beschäftigt die Gemeinde Niederwil schon länger. Spätestens sei dem Audit durch den TCS im Jahr 2023 ist bekannt, dass es einige Gefahrenzonen gibt. Der Gemeinderat hat die dokumentierten Schwachstellen und Massnahmenvorschläge unter Beizug eines Verkehrsplaners geprüft, beurteilt sowie priorisiert.
Im August letzten Jahres hat er die Bevölkerung über die geplanten Massnahmen informiert: Der untere Teil der Rütistrasse soll als Begegnungszone mit Tempo 20 km/h gestaltet werden, wobei Fussgänger grundsätzlich Vortritt haben. Der obere Teil soll eine Tempo-30-Zone werden, was auch für die Nesselnbacherstrasse im Dorfbereich gilt. Mit Geländern soll der Verkehr von und zu den Parkplätzen beim Feuerwehrgebäude Richtung Althauweg unterbunden werden. Auch die Zufahrt vom Dorfplatz Richtung Schule soll verhindert werden. All diese Massnahmen, so das Ziel des Gemeinderats, sollen möglichst schnell umgesetzt werden, die dafür nötigen Kosten wurden budgetiert.
Teile bereits jetzt umsetzen
Tatsächlich erfolgte schon bald die Publikation der verschiedenen Verkehrsanordnungen. Zum einen die Einführung von Tempo 30 auf einem Teil der Nesselnbacherstrasse und einem Teil der Rütistrasse. Tempo 20 war geplant im Gebiet der Schule. Und entlang eines Teils der Rütistrasse war ein Parkverbot vorgesehen. Passiert ist aber bisher nichts. «Gegen einen Teil der Verordnungen gab es einzelne Einsprachen», erklärt Ammann Norbert Ender. Der Gemeinderat hat diese alle abgelehnt. Gegen diesen Beschluss wurde aber beim Kanton Beschwerde eingereicht. «Der diesbezügliche Entscheid des Kantons steht noch aus», fügt Ender an. Um das Projekt trotzdem so schnell wie möglich umsetzen zu können, werden diesen Frühling die Massnahmen, die von der Beschwerde nicht betroffen sind, umgesetzt. Dies sind die Gebiete Rütistrasse und Dorfplatz.
Keine Zufahrt zum Kindergarten
Zudem soll ein weiterer kleiner Schritt zur Verbesserung der Situation unternommen werden. Aktuell liegt auf der Verwaltung ein Baugesuch auf, in dem es darum geht, den Schulweg verkehrsfrei zu machen. Dafür sollen sowohl bei der Kirche wie auch beim Zugang zum Kindergarten schwenkbare Geländer platziert werden. Auch beim Übergang vom grossen Parkplatz beim Feuerwehrlokal zur Mehrzweckhalle ist ein solches Geländer geplant. Für Noteinsätze können die Geländer mit einem Schlüssel geöffnet werden. Zudem werden vor der Kirche die beiden seitlichen Parkplätze aufgehoben. Pflanztröge sollen zudem den Parkplatz vom Schulweg abtrennen. Mit diesen Massnahmen soll vor allem der unmittelbare Bereich vor den Schulanlagen vor dem Verkehr geschützt werden. Zudem wird verhindert, dass Autofahrer den Parkplatz via Althauweg verlassen und damit direkt am Kindergarten vorbeifahren. Da es auch in Niederwil die Unsitte der Elterntaxis gibt, wird hier ein grosser Schritt zu mehr Sicherheit erreicht. Gleichzeitig hofft der Gemeinderat, dass er bald auch die übrigen Verkehrsanordnungen umsetzen kann.
Wunsch nach Mittelinseln
Doch das ist noch längst nicht alles. Parallel dazu hat der Gemeinderat beim Kanton ein Projekt zur Erhöhung der Sicherheit der Fussgängerstreifen über die Hauptstrasse angestossen. «Unser Ziel ist, hier einfache Mittelinseln zu realisieren, um die Zeit bis zur Realisierung der Gesamtsanierung der Hauptstrasse zu überbrücken», erklärt Gemeindeammann Ender. Denn diese Gesamtsanierung lässt weiter auf sich warten. Das Projekt für die Mittelinseln ist in Ausarbeitung beim Kanton. «Wir erwarten im April Resultate bezüglich Machbarkeit und Finanzierung», so Ender weiter. Es geht also nur langsam vorwärts, aber immerhin geht es vorwärts.