Anpfiff für die Sanierung
14.04.2026 Region Oberfreiamt, Waltenschwil, Schule, FussballDie Fussballschule Waltenschwil freut sich auf einen zeitgemässen, attraktiven Fussballplatz
Vor knapp drei Jahren sagte die Waltenschwiler «Gmeind» Ja zum 1,2 Millionen Franken teuren Kreditantrag für die Sanierung des Sportplatzes Bannegg, der in ...
Die Fussballschule Waltenschwil freut sich auf einen zeitgemässen, attraktiven Fussballplatz
Vor knapp drei Jahren sagte die Waltenschwiler «Gmeind» Ja zum 1,2 Millionen Franken teuren Kreditantrag für die Sanierung des Sportplatzes Bannegg, der in erster Linie den sportlichen Kindern der örtlichen Fussballschule als Trainingsund Spielort dient. Nun erfolgte der Spatenstich.
Walter Minder
Am Samstagmorgen war es endlich so weit: Interessierte Eltern, neugierignervöse Juniorinnen und Junioren, zahlreiche engagierte Vereinsmitglieder sowie Vizeammann Pascal Vontobel trafen sich beim Clubhaus der Fussballschule Waltenschwil (FSW) zum Spatenstich für die Sanierung des Sportplatzes Bannegg. Es war ein langer Weg, bis das in die Jahre gekommene Fussballfeld frei war für den grossen Bagger der Bremgarter Gartenbaufirma Brun & Strebel, der seit gestern dort im Einsatz steht. Für den nicht einfachen Planungsprozess war Volker Allemann von der Altendorfer Zwischenraum Landschaftsarchitektur GmbH verantwortlich.
Michael Zehn, Co-Leiter der Fussballschule, sagt: «Unsere Fussballschule wurde 1997 als Untersektion des FC Wohlen (FCW) gegründet. Wir betreuen etwa 70 Kinder, wovon rund ein Drittel in Wohlen wohnt und natürlich die Infrastruktur hier in Waltenschwil mitbenützt. Darum wurde ich immer wieder gefragt, was denn der FCW an die Sanierungskosten beitrage.» Der FCW leistet keinen finanziellen Beitrag, aber er bietet auf andere Art und Weise Unterstützung. So können alle Heimspiele und Turniere der FSW während der gesamten Sanierungsphase im Wohler Stadion Niedermatten ausgetragen werden, in Absprache mit der Gemeinde stehen zudem für fehlende Trainingsmöglichkeiten in Waltenschwil Ersatzkapazitäten in Hallen und auf Rasenplätzen in Wohlen zur Verfügung. «Wann immer wir Bedarf haben, steht uns der FCW mit seinem Netzwerk unterstützend zur Seite.»
Ein Stück Rasen als Erinnerung
Vizeammann Pascal Vontobel, unter anderem zuständig für die Bereiche Liegenschaften sowie Kultur- und Vereinswesen, erinnerte an den ziemlich langen Weg seit der Kreditgenehmigung an der «Gmeind» im Juni 2023. «Wir haben einige Inputs aus der Bevölkerung in die Optimierung des Projektes einfliessen lassen können. So wird es einen gemütlichen Bereich mit Sitzplatz geben, auf dem beispielsweise Grosseltern ihren Enkelkindern zuschauen können. In Sachen Beleuchtung kann dank LED-Technik Rücksicht auf die benachbarten Grundstücke genommen werden.» Was aus seiner Sicht sehr wichtig ist: Die Verletzungsgefahr durch Unebenheiten, Löcher oder versteckte Fremdkörper wie Nägel besteht nach der Sanierung nicht mehr. Vizeammann Vontobel: «Ich freue mich, heute das Projekt mit Ihnen anzupfeifen, sodass wir im Herbst den Kunst- und im Frühling den Naturrasenteil freigeben können. Wer will, darf nach dem Spatenstich ruhig ein Stück Rasen als Erinnerung mit nach Hause nehmen.»
Und schon wurden die vielen Schaufeln tüchtig in den durchlöcherten Boden hineingedrückt. Für einmal ein Spatenstich mit vielen Beteiligten und einigen mit neuen T-Shirts ausstaffierten Juniorinnen und Junioren als Publikum, bevor es zum Apéro mit intensivem Austausch über Hoffnungen und Erwartungen im Zusammenhang mit dem Sanierungsprojekt ging, dessen Umsetzung in den Händen des Gemeinderats liegt.
Mehr als nur ein Fussballplatz
Und was erwartet die Fussballschule vom sanierten Sportplatz Bannegg? Michael Zehn: «Wir können dank dem Kunstrasen wetterunabhängig im Herbst länger und im Frühling früher trainieren. Zudem wird es auch für den Trainer-Staff attraktiver, sich für die FSW zu engagieren, was uns hoffen lässt, dass wir immer genügend Trainer finden können.» Da zudem der Bedarf an Hallentrainings sinken wird, profitieren indirekt auch andere Vereine im Dorf von der Sanierung, zumal der Sportplatz auch künftig von Schulen und Vereinen mitbenützt werden kann.


