GV des FC Sarmenstorf im Zeichen des neuen Kunstrasenplatzes
Der Verein stellt die Weichen für die Zukunft. An seiner 118. Generalversammlung vergrössert der FCS seinen Vorstand, macht sich auf den Weg zur Zertifizierung als «Quality-Club»und hat mit ...
GV des FC Sarmenstorf im Zeichen des neuen Kunstrasenplatzes
Der Verein stellt die Weichen für die Zukunft. An seiner 118. Generalversammlung vergrössert der FCS seinen Vorstand, macht sich auf den Weg zur Zertifizierung als «Quality-Club»und hat mit dem Einbau des Kunstrasens ein Grossprojekt vor der Brust, das ihn in mehreren Bereichen fordern wird.
Patrick Fischer
Stolze 104 der 250 eingeladenen Vereinsmitglieder durfte Präsident Tobias Furrer im gut temperierten Pfarrei-Treff willkommen heissen. Zügig wurden die Traktanden abgehandelt und durchs Band einstimmig genehmigt.
Die Jahresrechnung weist bei einem Aufwand von 250 000 Franken ein Minus von 5000 Franken aus. Die Einnahmen des Fussballclubs bestehen bereits heute zu 42 Prozent aus Sponsoren-Geldern. Rund 20 Prozent erwirtschaftet der Verein mit seinen Events wie beispielsweise dem Nicoletti-Cup. Dazu kommen die Mitgliederbeiträge von 75 000 Franken, die der Verein bis auf Weiteres nicht erhöhen möchte.
Hingegen will der FCS bald zum erlauchten Kreis der «Quality Clubs» gehören. 120 davon gibt es in der Schweiz, bislang aber erst deren fünf im Aargau. «Die Zertifizierung beinhaltet 112 Standards», gibt Projektleiter Chregy Frey einen Einblick in den laufenden Prozess. «Statutenänderung und Vereinsreglement sind nur der Anfang. Am Ende wird es jede und jeden im Verein betreffen», führt er weiter aus. Bessere Strukturen, mehr Effizienz und gesteigerte Attraktivität verspricht man sich beim FCS davon – oder einfach ein bisschen mehr Professionalität.
Dankbarkeit und Verpflichtung
Und nun also noch das Projekt Kunstrasen mit neuer Beleuchtung, dessen Realisierung der Sarmenstorfer Souverän im Juni mit seinem deutlichen Ja zum 2,2-Millionen-Anteil der Gemeinde erst möglich gemacht hat. «Wir sind extrem dankbar für die grosse Unterstützung, die wir bei diesem Vorhaben erfahren haben», sagt Tobias Furrer dazu. Doch mit dem Projekt warten auch finanzielle Verpflichtungen auf den Verein, die sein aktuelles Vermögen übersteigen.
Der Vorstand ist sich der Herausforderung bewusst – und er hat eine Strategie: mehr Sponsoring und noch mehr Events. Denn sowohl die zugesagten 300 000 Franken an das Projekt als auch die jährlichen 25 000 Franken Amortisationskosten müssen zusätzlich generiert werden. «Wir wollen das ohne Fremdkapital schaffen», gibt Finanzchef Roland Isliker als Ziel an und ergänzt: «Aber dafür müsst ihr auch etwas tun.» Gemeint sind da in erster Linie Helfereinsätze bei Anlässen, «gerne auch mehr als nur einmal», wie Isliker augenzwinkernd anfügt.
Dass der Plan aufgeht, davon scheint der Vorstand überzeugt zu sein. Alle sieben stellen sich zur Wiederwahl und werden auch mit grossem Applaus wiedergewählt. Ebenso die drei neuen Mitglieder der nun zehnköpfigen Vereinsführung Eric Notter (Leitung Junior/-innen), Erich Imhof (Leitung Infrastruktur) und Markus Bitzi (Leitung Aktive).
Der Fahrplan zum neuen Platz
Im Juni 2028 soll das Kunstrasenfeld auf dem Bühlmoos betriebsbereit sein, der Baubeginn ist im November nächsten Jahres vorgesehen. Die Baubewilligung dürfte noch dieses Jahr erteilt werden, danach folgen dann die verschiedenen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren. 2,9 Millionen Franken sind für das Projekt veranschlagt, für dessen Erhalt der Verein mittelfristig einen Erneuerungsfonds schaffen will. Der Meisterschaftsbetrieb während der Bauzeit soll auf dem eigenen Nebenplatz sowie auf Plätzen in umliegenden Gemeinden stattfinden, ebenso die Trainingseinheiten gewisser Mannschaften.