«Zäme send mer starch»
06.01.2026 Region Bremgarten, ZufikonBeschwingt ins neue Jahr
Rund 200 Personen nahmen am Neujahrsapéro in Zufikon teil. Gemeindeammann Daniel Stark betonte den Gemeinschaftssinn in seiner Ansprache, während der A-cappella-Pop-Chor für beschwingte Klänge sorgte. --red
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Beschwingt ins neue Jahr
Rund 200 Personen nahmen am Neujahrsapéro in Zufikon teil. Gemeindeammann Daniel Stark betonte den Gemeinschaftssinn in seiner Ansprache, während der A-cappella-Pop-Chor für beschwingte Klänge sorgte. --red
Beschwingter Jahresbeginn am Neujahrsapéro
Es entspricht einer langjährigen Tradition, dass die Bevölkerung Zufikons aktiv am Neujahrsapéro der Gemeinde teilnimmt. So war es auch am letzten Sonntag, als Gemeindeammann Daniel Stark rund 200 Mitbürgerinnen und Mitbürgern den Neujahrsgruss entbieten konnte. Anschliessend sorgte der A-cappella-Pop-Chor für einen beschwingten Jahresbeginn.
Stefan Treier
Gemeindeammann Daniel Stark zeigte sich hocherfreut, seine Mitbürgerinnen und Mitbürger in der voll besetzten Turnhalle zum Neujahrsapéro zu begrüssen. Zu Beginn sprach er namens des Gemeinderates den Betroffenen und Angehörigen der Brandkatastrophe von Crans-Montana das tiefe Beileid und Mitgefühl der Gemeindebehörde und der Bevölkerung aus.
Bewegte Szenen im abgelaufenen Jahr
«Landesweit und in Zufikon gab es im abgelaufenen Jahr einige turbulente und auch unvergessliche Szenen», so der Ammann. «Was die Schweiz beschäftigte, ist der im Mai erfolgte schlimme Bergsturz im Lötschental, der im ganzen Land eine Welle der Solidarität auslöste. Für den Wiederaufbau des verschütteten Dorfes kamen bis im Herbst 68 Millionen Franken zusammen.» Die Einwohner- und die Ortsbürgergemeinde Zufikon hätten sich mit einem Solidaritätsbeitrag an dieser Aktion beteiligt. «Die schweizweite Reaktion hat gezeigt, dass das Motto ‹zäme send mer starch› heute noch Bedeutung hat», so der Ammann. Dieses Motto geniesst in Zufikon einen grossen Stellenwert, was an der Neujahrsfeier und der Ansprache des Gemeindeammanns deutlich zum Ausdruck kam.
«Die Damen-Fussball-WM in der Schweiz hat auch in Zufikon Beachtung und Begeisterung gefunden – friedlich und fröhlich bis zum Schluss war es», so Daniel Stark. «Die Schweiz zeigte Europa, wozu wir als Gastgeber in der Lage sind.» Dabei hielt er es für unverkennbar, dass da Grund für berechtigten Stolz für die Fussballerinnen besteht.
«Mein persönliches Highlight im letzten Jahr war das Zufikerfäscht im Juni», sagte der Gemeindeammann, welcher gerne auf diesen unvergesslichen Anlass zurückblickte. «Während fünf Tagen war das Dorf in eine riesige Festhütte verwandelt.» Dank dem Hoch «Yvonne» habe geniales Festwetter geherrscht. «Ob dies mit den beiden Yvonnes im OK im Zusammenhang stand?», meinte Gemeindeammann Daniel Stark scherzhaft. Er sprach allen Engagierten einen «riesigen Dank» aus, welche sich so massiv für diesen grossartigen Anlass eingesetzt hatten. Der Anlass habe das Zufiker Motto «Zäme send mer starch, zäme schaffed mer Grossartigs för euses Dorf» bestätigt, was der Behördenvertreter mit Genugtuung feststellte.
Gemeindewahlen im Zeichen der Konstanz
Gemeindeammann Stark blickte auf weitere wichtige Momente des Gemeindelebens im abgelaufenen Jahr zurück. «Die Gemeinderatswahlen vom 28. September 2025 haben gezeigt, dass die Wählerschaft bei der Weichenstellung für die Zukunft unseres Dorfes auf Konstanz gesetzt hat.» Der Gemeinderat könne in bisheriger Zusammensetzung weiterarbeiten. «Ein lebenswertes Zufikon bleibt unser Ziel, damit Sie sich daheim fühlen können», so der Gemeindeammann. Der Gemeinderat werde sich auch künftig bemühen, das Vertrauen der Wählerschaft zu rechtfertigen.
Stark stellte in Aussicht, dass in nächster Zeit die Bevölkerung darüber informiert wird, wie es mit dem Neubau des Schulhauses und der neuen Doppelturnhalle weitergeht. «Das Verfahren über die Wahl der Ausführungspartner ist abgeschlossen. Der Submissionsentscheid ist bekannt.» Für den kommenden Frühling sei eine Veranstaltung geplant, wo weitere Infos erhältlich sind. «An der Juni-Gemeindeversammlung dieses Jahres wird ein Baukredit vorgelegt, womit ein wichtiger Zukunftsschritt erfolgen wird.»
Auch die Zufiker Ortsbürger planen grosse Vorhaben. Nach einem zustimmenden Kreditbeschluss im November 2024 planen die Ortsbürger den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Restaurant. Die Baubewilligung hierzu besteht bereits. Der Gemeinderat ist zuversichtlich, dass ein Pächter gefunden und das Restaurant Ende 2027 eröffnet werden kann. – Der Gemeindeammann entbot seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die besten Wünsche für ein friedliches, gesundes und glückliches neues Jahr.
Einen erstmaligen Auftritt in Zufikon feierte der «A-cappella-Pop-Chor», welcher mit viel Schwung und Elan den Gästen den Eintritt ins neue Jahr präsentierte. Die seit 2017 mit Sitz in Zug bestehende Gruppe wird von ihrem Gründer Christof Tschudi geleitet. Bei der 32-köpfigen Gruppe wirken etwa zwei Drittel Sängerinnen, ein Drittel Sänger mit. Durchschnittlich einmal pro Monat treffen sich diese, welche sich aus weiten Teilen der Deutschschweiz rekrutieren, in Zug zum Proben. Die Gruppe verstand es, mit ihren Pop-Gesängen die Aufmerksamkeit der Teilnehmerschaft zu gewinnen. Die rhythmischen Töne und Geräusche wurden ausschliesslich durch das Mundwerk der Sängerinnen oder Sänger, jedoch nicht instrumental, ausgelöst.
Ihre musikalische Reise vom Jahr 1100 bis in die Neuzeit erbrachte eine Vielfalt von energiegeladenen Beiträgen, bei denen nicht wenige von der Liebe handelten. Zu den Höhepunkten der in englischer Sprache vorgetragenen Beiträge gehörte unter anderem der Song, welcher 2024 der Schweiz zum Gewinn am Eurovision Song Contest verhalf. Der Auftritt des «A-cappella-Pop-Chors» erfolgte beschwingt, ja leidenschaftlich. Es war spürbar, dass sich hier eine «eingeübte Gruppe» präsentierte, welche von ihrer Gesangsart begeistert ist.
Reichhaltiges Buffet
Im Anschluss an den Auftritt des «A-cappella-Pop-Chors» lud der Gemeinderat die Bevölkerung zum Neujahrsapéro ein, wo ein reichhaltiges Apérobuffet, kredenzt von den einheimischen Landfrauen, auf die Gäste wartete. Der geschickt zusammengestellte Apéro fand guten Anklang und wurde dem Landfrauenverein vom Gemeinderat bestens verdankt. Mit gemütlichem Austausch und beschwingten Liedern sind die Zufikerinnen und Zufiker gut im neuen Jahr angekommen.

