Verantwortung mittragen
21.06.2024 Region Bremgarten, ZufikonZufiker Ortsbürger tagten
Da sich die Einwohnergemeinde Zufikon weiterhin schwertut mit der Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge, hat die Ortsbürgerkommission der Einwohnergemeinde einen Mietvertrag für die Unterbringung von Asylsuchenden ...
Zufiker Ortsbürger tagten
Da sich die Einwohnergemeinde Zufikon weiterhin schwertut mit der Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge, hat die Ortsbürgerkommission der Einwohnergemeinde einen Mietvertrag für die Unterbringung von Asylsuchenden in Aussicht gestellt. Gedacht wurde an die Liegenschaft an der Oberdorfstrasse 4, die den Ortsbürgern gehört. Um den Ansprüchen an Wohnraum gerecht zu werden, sind vorgängig diverse Umbauten geplant. Bereits sprachen die Ortsbürger dafür 95 000 Franken. In der weiterführenden Planung der Umbauarbeiten hat sich gezeigt, dass die budgetierten Mittel nicht ausreichen, um das Projekt zu realisieren. Ein Nachtragskredit in der Höhe von 125 000 Franken wurde daher den Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern zur Abstimmung vorgelegt, der genehmigt wurde. --sab
Ortsbürgergemeindeversammlung in Zufikon
Von 190 Stimmberechtigten Zufiker Ortsbürger nahmen 58 an der Versammlung teil. Sie genehmigten alle Traktanden. Einzig der Nachtragskredit für den Umbau des Gewerberaums, in der die alte Raiffeisenbank war, löste eine Diskussion aus.
Der Gewerberaum in der Liegenschaft Oberdorfstrasse 4 soll für die Unterbringung von etwa 12 Asylsuchenden bereitgestellt werden. Die Einwohnergemeinde mietet die Räumlichkeiten von den Ortsbürgern. Um den Anspruch an Wohnraum gerecht zu werden, sind diverse Umbauarbeiten nötig. Die Böden werden teilweise erneuert, eine Küche wird eingebaut und getrennte Duschen und WC-Anlagen sind vorgesehen. Ebenfalls muss der Tresorraum zurückgebaut werden. Der Umbaukredit von 95000 Franken, der im November 2023 gesprochen wurde, reicht nicht aus und deshalb mussten die Ortsbürger über einen Nachtragskredit in der Höhe von 125 000 Franken befinden. Der Antrag löste eine Grundsatzdiskussion aus, ob die Ortsbürger für den Umbau aufkommen müssten und ob man die Räumlichkeiten nicht lieber in reguläre Wohnungen umbauen möchte. Die Mehrheit fand, dass man bereits an der letzten Ortsbürgergemeindeversammlung den Entscheid gefällt hat, dass sich die Ortsbürgergemeinde zusammen mit der Einwohnergemeinde für die Unterbringung von Asylsuchenden engagieren soll. Ausserdem sei mit dem Mietzins jeweils auch ein Anteil an die Amortisation der Investitionskosten abgegolten. Schliesslich nahmen die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger den Antrag 46:11 an.
Infos vom Gemeindeammann
Ebenfalls Ja sagten die Stimmberechtigten zu den anderen traktandierten Geschäften wie Protokoll, Rechenschaftsbericht, Jahresrechnung sowie zur Erneuerung Dienstbarkeitsverträge für bestehende AEW-Kabelleitungen, Parzellen Nr. 14 und 107 mit der AEW Energie AG. Felix und Rita Weber wurde das Ortsbürgerrecht verliehen. Gemeindeammann Daniel Stark informierte die Anwesenden über verschiedene Themen. Unter anderem informierte er darüber, dass David Buholzer seine Anstellung als Forstwart gekündigt hat. Die Stelle konnte mit Yanik Käppeli aus Boswil neu besetzt werden. Er beginnt am 1. September. Ebenfalls gab Stark Auskunft über die Stiftung Emaus, die von der Ortsbürgergemeinde, der Einwohnergemeinde und der Katholischen Kirchgemeinde getragen wird. Wie bekannt ist, wurde das Wohnhaus bis Ende 2026 für die Unterbringung von Asylsuchenden an die Einwohnergemeinde vermietet. Die ersten Personen sind am 12. Juni eingezogen. Um 20.45 Uhr konnte Gemeindeammann Daniel Stark die Versammlung schliessen. Bei einem gemütlichen Nachtessen liessen die Ortsbürgerinnen und -bürger den Abend ausklingen. --sab

