Stefan Sprenger, Redaktor.
Nur wenig im Leben ist todsicher. Der Tod gehört dazu – und verbindet alle Lebewesen auf diesem Planeten. An Ostern werden wir immer wieder an einen besonderen Fall erinnert: Jesus Christus wurde am ...
Stefan Sprenger, Redaktor.
Nur wenig im Leben ist todsicher. Der Tod gehört dazu – und verbindet alle Lebewesen auf diesem Planeten. An Ostern werden wir immer wieder an einen besonderen Fall erinnert: Jesus Christus wurde am Karfreitag gekreuzigt und ist danach auferstanden. Alle anderen von uns werden aber kaum wiederkehren. Vermutlich. Wir wissen es nicht.
Was wir auch nicht wissen, ist wann wir sterben – und wie. Pro Jahr sterben auf der Welt 50 bis 60 Millionen Menschen. Zu den häufigsten Todesursachen weltweit zählen Herzkrankheiten, Schlaganfall, COPD und Krebs. Die niedrigste Lebenserwartung (rund 55 Jahre) gibt es in Afrika. Frau und Herr Schweizer leben weltweit fast am längsten. Die Lebenserwartung liegt bei 85 Jahren für Frauen und 82 Jahren für Männer. Die Tendenz war in den letzten Jahrzehnten immer steigend – und wird das auch bleiben. Dank medizinischen Fortschritts und besserer Lebensbedingungen wird prognostiziert, dass jedes zweite heute geborene Kind über 100 Jahre alt werden könnte. Bildung, Einkommen und der Zivilstand haben einen Einfluss auf die Lebenserwartung. Dazu zwei Fragen: Welcher Zivilstand wäre das? Und was machen wir mit der AHV, wenn 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung 100 Jahre alt wird?
Sie merken es vielleicht: Die Kolumne wird etwas lockerer. Das muss sie auch, denn der Tod wird mit Humor ein wenig leichter. Passend dazu meine Top 3 der kuriosesten Todesfälle. In Brasilien entwischte eine Kuh auf einem Bauernhof, flüchtete auf ein niedriges Haus, stürzte durch die Decke und erschlug einen schlafenden Mann. Ein anderer Mann stürzte die Niagarafälle hinab, doch er überlebte mit riesigem Glück. Wenig später rutschte er auf einer Orangenschale aus – und verstarb an den Folgen des Sturzes. Und noch haariger Sturz: Der Österreicher Hans Staininger soll einen zwei Meter langen Bart gehabt haben. 1567 stolperte er auf der Flucht vor einem Feuer über seine langen Gesichtshaare – und brach sich dabei das Genick.
Auferstanden sind sie alle nicht. Und wir werden es auch nicht tun. Vermutlich. Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen: dass Ostern eigentlich mehr mit dem Tod zu tun hat, als Osterhasen zu jagen und Eier zu färben. Deshalb oder trotzdem: frohe Ostern.