Fischereiaufseher Armin Geissmann ist wegen zu hohen Wassertemperaturen besorgt
Die warmen Temperaturen mögen für die Menschen schön sein. Für die Fische kann dies jedoch gefährlich werden. Fischereiaufseher Armin Geissmann klärt auf und ...
Fischereiaufseher Armin Geissmann ist wegen zu hohen Wassertemperaturen besorgt
Die warmen Temperaturen mögen für die Menschen schön sein. Für die Fische kann dies jedoch gefährlich werden. Fischereiaufseher Armin Geissmann klärt auf und verweist auf die Warnungen des Kantons.
«Geben Sie den Fischen eine Chance!» Das steht in grossen Buchstaben auf einem Informationsblatt des Kantons Aargau. Und Armin Geissmann, Fischereiaufseher für die Bünz sowie die Waldseen Steffetsmösli und Cholmoos, verteilt diese Blätter an allen wichtigen Orten. «Die aktuell aussergewöhnlich hohe Wassertemperatur bedeutet Stress für die Fische. Dazu könnte es zu einem Fischsterben kommen», heisst es weiter. Darauf hat vor allem die Hitzewelle letzter Woche hingedeutet. Anfang diese Woche folgte eine Abkühlung. Nun wird es wieder heiss, und die Gefahr für die Fische steigt wieder.
Das Wasser ist bis zu 24 Grad warm
Letzte Woche ging Armin Geissmann auf seine Tour und mass die Temperaturen. Die Bünz hatte 18 bis 20 Grad. Das sei nicht so schlecht, sagt er. Die Zuflüsse zur Bünz weisen 12 bis 13 Grad auf. Dieser Wert bei Zuflüssen sei eigentlich schon zu hoch, erklärt Geissmann. Dramatisch war die Situation letzte Woche im Steffetsmösli und im Cholmoos. Die Wassertemperatur im Cholmoos lag bei 24 Grad, im Steffetsmösli bei 23 Grad. Das sei erschreckend. «Den Fischen geht es jetzt noch grundsätzlich gut, sie haben einfach zu warm.» Problematisch werde es spätestens bei 28 Grad Wassertemperatur. «Karpfen beispielsweise leiden dann sehr.» Die beiden Waldseen, die auch Naherholungsgebiet sind, haben zurzeit keinen oder nur einen geringen Zufluss an Frischwasser – und auch keinen Abfluss. Steigen die Wassertemperaturen, dann ziehen sich die Fische zum eigenen Schutz in die tieferen und kühleren Gewässerbereiche zurück. Sofern dies überhaupt möglich ist. Denn das Steffetsmösli ist nicht besonders tief, knapp einen Meter. Und dieses Steffetsmösli möchte Geissmann eigentlich ein wenig attraktiver machen. «Obwohl das ein Naturschutzgebiet ist, wäre eine schöne Feuerstelle etwas.» Und er hofft, dass er künftig einmal den Gemeinnützigen Ortsverein (GOV) für ein Mitmachen begeistern kann.
Gewässerbereiche nicht betreten
Zurück zu den Fischen, die bei warmen Temperaturen gestresst sind. Deshalb wird die Bevölkerung gebeten, die eher kühlen und tieferen Gewässerbereiche nicht zu betreten. Die Bitte der Sektion Jagd und Fischerei des Departements Bau, Verkehr und Umwelt geht noch weiter: Die Menschen werden gebeten, in diesen Bereichen nicht zu baden, keine Steine ins Wasser zu werfen und auch nicht zu fischen. Auch Hunde sollte man zurzeit nicht baden lassen – dies gilt laut Armin Geissmann für die Bünz, das Steffetsmösli und das Cholmoos. An all diesen Orten hängen inzwischen die Informationsblätter des Kantons. Armin Geissmann hat diese gut sichtbar aufgehängt – damit der Stress für die Fische nicht zu gross wird. --dm