Marco Huwyler, Redaktor.
Vermeintlich ist es eine kleine Dorfposse um ein Schild, die sich als Missverständnis entpuppt. Und doch bleibt einiges davon haften. Allem voran das Engagement, das die Kinder in Hermetschwil-Staffeln spontan an ...
Marco Huwyler, Redaktor.
Vermeintlich ist es eine kleine Dorfposse um ein Schild, die sich als Missverständnis entpuppt. Und doch bleibt einiges davon haften. Allem voran das Engagement, das die Kinder in Hermetschwil-Staffeln spontan an den Tag legten.
Nicht bloss haben sie so die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, für die eigene Sache einzustehen. Sie haben damit auch eine Debatte über Kinder im öffentlichen Raum angestossen. Eine Debatte, die man führen muss. Denn völlig zu Recht monieren sie, dass auch sie ihren Platz in der Gesellschaft brauchen. Umso mehr, als man der aktuellen Generation vorwirft, sie würde nur noch gamen und am Handy hängen. Will man dem Nachwuchs stattdessen eine spielerische Kindheit draussen ermöglichen, braucht er Toleranz und Freiraum für seine Aktivitäten.
Schön, dass solches auch Gehör beim Bremgarter Stadtrat findet. Der darüber hinaus beweist, dass er in der Lage ist, spontan zu reagieren und, wenn es Sinn macht, Hand für pragmatische Lösungen zu bieten. Und so gehen aus der ganzen Aufregung letztlich lauter Gewinner hervor.