Stefan Sprenger, Redaktor.
«Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste.» Dies sagte einst US-Präsident Eisenhower. Der Mensch braucht einen Schuldigen, wenn etwas schiefläuft. Im Fall des finanziellen Defizits des ...
Stefan Sprenger, Redaktor.
«Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste.» Dies sagte einst US-Präsident Eisenhower. Der Mensch braucht einen Schuldigen, wenn etwas schiefläuft. Im Fall des finanziellen Defizits des «Mutschälle Fäschts» spielen viele Faktoren eine Rolle. Deshalb sollte man nicht zu voreilig urteilen.
Jene Personen, die einst mit viel Engagement im OK waren, ein starkes Fest organisierten und heute versuchen, das finanzielle Defizit auszugleichen, sind mitschuldig – aber kaum die Sündenböcke. Trotz schwieriger Situation, die auch menschlich belastend ist, bleiben sie auf dem sinkenden Schiff und versuchen ihr Bestes. Nicht selbstverständlich. Aber es wurden Fehler gemacht. Wieso das «Mutschälle Fäscht» trotz 30 000 Besuchern ein Minus im sechsstelligen Bereich schaffte, bleibt ein kleines Rätsel und ist nur mit vielen Gründen und Verfehlungen erklärbar. Vielleicht hätte das Eisenhower-Prinzip geholfen, das Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit priorisiert. Im Nachhinein egal, der Schaden ist angerichtet. Man darf nur weiter hoffen, dass man das finanzielle Loch doch noch stopfen kann.