Stefan Sprenger, Redaktor.
Sein eigener Chef sein. Viele Menschen stellen sich das schön vor. Keine Vorgaben, viel Freiheit. Doch selbstständig zu sein, heisst nicht, dann arbeiten zu können, wann man will –oder einfach in ...
Stefan Sprenger, Redaktor.
Sein eigener Chef sein. Viele Menschen stellen sich das schön vor. Keine Vorgaben, viel Freiheit. Doch selbstständig zu sein, heisst nicht, dann arbeiten zu können, wann man will –oder einfach in die Ferien abzuhauen. Wer nicht mit hundert Prozent Einsatz und Herzblut hinter der Firma steht, dessen Ende als Selbstständige(-r) ist schnell besiegelt. Der Schritt in die Selbstständigkeit braucht zudem viel Mut. Sein eigener Chef oder seine eigene Chefin zu sein, heisst auch, dass einem niemand am 25. des Monats einen Fixlohn auszahlt. Die Sicherheit ist eine andere, eine wackligere. Dafür sollte man rund um die Uhr erreichbar sein. Was einst als Sinnbild für unternehmerische Freiheit gesehen wurde, ist für viele zu einem modernen Hamsterrad geworden – deshalb der Spruch «selbst und ständig».
Doch wenn man mit Bedacht an die Selbstständigkeit rangeht und sich selbst nicht vergisst, dann erreicht man viel Freiheit und Freude. Und man geht jeden Tag gerne zur Arbeit. Und das ist doch etwas, was wir alle erreichen möchten. In der Sommerserie «mein eigener Chef» versuchen wir, genau solche Menschen zu porträtieren.