Schule fit machen für Zukunft
08.05.2026 Schule, Region Unterfreiamt, SarmenstorfSpatenstich für den Umbau und die Sanierung der Schulanlage Sarmenstorf
Gut ein Jahr nach dem Ja der Stimmbürger zu drei Krediten in der Höhe von 11,4 Millionen Franken sind die Bagger aufgefahren auf dem Schulhausgelände. In allen drei ...
Spatenstich für den Umbau und die Sanierung der Schulanlage Sarmenstorf
Gut ein Jahr nach dem Ja der Stimmbürger zu drei Krediten in der Höhe von 11,4 Millionen Franken sind die Bagger aufgefahren auf dem Schulhausgelände. In allen drei Schulhäusern sind Arbeiten geplant, dank dem Wegzug der Oberstufe sind keinerlei Provisorien nötig.
Chregi Hansen
Wer aktuell vom Schulhaus Richtung Sportplatz gehen will, der muss sich den Weg suchen. Gitter dominieren den Pausenplatz und sorgen für lange Umwege. «Die Sicherheit der Kinder hat oberste Priorität», sagt denn auch der zuständige Gemeinderat Fabian Kallen. Auch so ist es für die Arbeiter eng auf dem Gelände. Man habe extra grossräumig abgesperrt, damit man die Gitter nicht dauernd wieder neu positionieren muss, heisst es. Das macht die Orientierung einfacher. «Aber bei der Signalisation der Wege müssen wir noch etwas nachbessern», sagt Kallen.
Das Wichtigste ist jetzt aber, dass es endlich losgehen kann. Die Schulraumplanung hat die Gemeinde über mehrere Jahre beschäftigt. Rund 300 Schüler (inklusive Kindergarten) besuchen hier den Unterricht, dafür stehen drei Schulhäuser zur Verfügung. Doch bei allen drei besteht Sanierungs- beziehungsweise Umbaubedarf. Zum einen braucht es eine Anpassung an die heutigen Vorgaben, vor allem bei der Erdbebensicherheit, dem Brandschutz und beim barrierefreien Zugang. Aber auch die neuen Lehr- und Lernformen machen Anpassungen nötig. Die Haustechnik der meisten Gebäude ist am Ende der Lebensdauer angelangt. Und im Linea, wo der Kindergarten untergebracht ist, braucht es einen Anbau. Damit dann alle vier Abteilungen unter einem Dach vereint sind.
Nur die Bibliothek muss in ein Provisorium
Los geht es aber im Schulhaus Winkel. Hier müssen unter anderem alle Nasszellen und Garderoben – nicht aber die Turnhalle selbst – saniert werden, auch wird ein Lift eingebaut. Gleichzeitig soll sowohl im Erdgeschoss wie auch im Obergeschoss je ein Klassenzimmer in jeweils zwei Gruppenräume unterteilt werden. Da die Bibliothek nach Abschluss aller Arbeiten ins Schulhaus Linea zügelt, gibt es im Obergeschoss Platz für eine Aula respektive einen Mehrzweckraum. Das Schulhaus Winkel wurde bereits komplett geleert. Auch wenn Sarmenstorf die Oberstufe gerne im Dorf behalten hätte, hat der Wegzug nach Fahrwangen jetzt Vorteile. «Wir haben immer zwei Schulhäuser zur Verfügung und kommen so ohne Provisorien aus», erklärt Kallen. Einzig die Bibliothek ist vorübergehend in die ehemalige Metzgerei an der Schilligasse 2 gezogen.
Am auffälligsten dürften die Veränderungen beim Linea ausfallen, das eine Verlängerung Richtung Süden erhält. Neben den vier Kindergartenabteilungen finden hier neu auch drei Zimmer der Musikschule sowie die neue Bibliothek Platz. Eine besondere Herausforderung wird die Sanierung des ältesten Gebäudes, des Schulhauses Quadro. Die Liegenschaft, in der sich einst das Gemeindehaus befand, steht unter Denkmalschutz. Hier wird unter anderem die nicht mehr benötigte Schulküche ausgebaut, damit gibt es Platz für ein weiteres Schulzimmer. Auch energetisch sind Massnahmen nötig, etwa der Ersatz der Fenster oder die Dämmung des Dachs. Zudem ist eine Fassadenrenovation geplant.
Gute Planung erforderlich
Die Tatsache, dass an allen drei Schulhäusern Arbeiten vorgesehen sind, macht den Perimeter entsprechend gross. «Das macht eine gute Planung nötig. Und eine gute Absprache zwischen Bauleitung und Schule», so der verantwortliche Projektleiter Jan Humbert von der Firma Batimo. Aber seine Firma hat viel Erfahrung mit dem Bau und der Sanierung von Schulhäusern und den entsprechenden Herausforderungen.
Wachstum hält an
Und natürlich auch mit Spatenstichen. Dieser fand in Sarmenstorf im Beisein von zwei Schulklassen statt. Diese hatten zuvor den Umzug vom Winkel ins Quadro mitgemacht und gaben nun den Startschuss für die rund zweijährigen Arbeiten. Danach sollte der Schulraum wieder für einige Zeit reichen. «Aber eine Garantie, wie lange, haben wir natürlich nicht. Denn die Gemeinde wächst noch immer relativ stark», gibt Gemeindeammann Mäni Baur zu verstehen.

