Nick Alpiger gewinnt das 116. Aargauer Kantonalschwingfest – nur ein Freiämter Kranz
Das Aargauer Kantonale in Möhlin lief nicht nach Wunsch der Freiämter Schwinger. Joel Strebel ist zwar immer noch ungeschlagen, aber blieb unter seinen Erwartungen. ...
Nick Alpiger gewinnt das 116. Aargauer Kantonalschwingfest – nur ein Freiämter Kranz
Das Aargauer Kantonale in Möhlin lief nicht nach Wunsch der Freiämter Schwinger. Joel Strebel ist zwar immer noch ungeschlagen, aber blieb unter seinen Erwartungen. Die restlichen Kranzkandidaten schlitterten alle im letzten Gang daran vorbei.
Josip Lasic
Kaum ist der Schlussgang vorbei, setzt ein sintflutartiger Regen über der Arena in Möhlin ein. Die dunklen Wolken brauten sich schon vorher über dem 116. Aargauer Kantonalschwingfest zusammen. Für die Freiämter waren sie fast symbolisch über ihren Köpfen vor dem sechsten Gang.
Reto Leuthard, Pascal Joho, Philip Joho und Dominic Strebel sind die Freiämter Kranzkandidaten vor dem letzten Durchgang. Pascal Joho stellt in seinem letzten Duell. Zu wenig. Er hätte einen Sieg benötigt, um noch ein Wörtchen um Eichenlaub mitreden zu können. Sein Bruder Philip, Leuthard und Dominic Strebel liegen im letzten Gang am Ende alle auf dem Rücken.
Joel Strebel holt angeschlagen den Kranz
Besonders bitter ist es für den 18-jährigen Dominic Strebel. Der Kallerer war auf gutem Weg, ein Neukranzer zu werden. Die Niederlage gegen Dominik Schwegler hat ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Blieb noch die letzte Hoffnung der Freiämter. Joel Strebel, das Aushängeschild. Er hat den Kranz auch geholt. Den 32. in seiner Karriere. Ebenso ist er in dieser Saison nach wie vor ungeschlagen. Gemessen daran war es für ihn aber zu wenig. Der Aristauer hat den Schlussgang verpasst. «Wenn ich an so einem Schwingfest antrete, will ich gewinnen.»
Im ersten Gang hat der zweifache Eidgenosse gegen Lars Voggensperger gestellt. Danach lief es ihm besser. «Ich kam nicht optimal in den Wettkampf. Es ging zwar in den späteren Gängen, aber mir fehlten mit einer Ausnahme die 10er-Wertungen.» 9,75 gegen Simon Schmutz, 10,00 gegen Tim Roth und 9,75 gegen Tiago Vieira sind seine Ergebnisse. Im fünften Gang trifft er dann auf Jan Roth. «Irgendwie sind wir Knie an Knie zusammengestossen. Ich habe eine ziemliche Tomate davongetragen und konnte danach kaum richtig ziehen.» Jan Roth stellte gegen den Aristauer, der dadurch den Schlussgang verpasst hat. Ausgerechnet Jan Roths Zwillingsbruder Tim, der gegen Strebel chancenlos war, zog in den Schlussgang gegen Nick Alpiger ein und musste sich ihm danach geschlagen geben.
Döbelis nur als Unterstützung dabei
Und Joel Strebel? Lädiert nach dem Kampf gegen Jan Roth tut er sich gegen Marius Frank enorm schwer und holt fast in letzter Sekunde noch den Sieg und den Kranz. «Es ist gerade nochmal gut gegangen. Ich denke nicht, dass das am Knie etwas Ernsteres ist. Es hat aber gereicht, um den Wettkampf jetzt zu beeinflussen.»
Dass seine Kollegen auch etwas Mühe hatten und keine Kränze mitnehmen konnten, analysiert Strebel folgendermassen: «Uns fehlen halt Lukas und Andreas Döbeli. Sie haben natürlich das Potenzial, an so einem Schwingfest auch um Kränze mitzureden. Und generell hat uns heute auch etwas das Wettkampfglück gefehlt.»
Die Döbeli-Brüder waren zwar vor Ort, aber in erster Linie als Betreuer und Unterstützer der restlichen Freiämter. Verletzungsbedingt konnten sie nicht mitwirken. Und ihre Vereinskollegen in Möhlin auch nicht zu mehr als einem Kranz pushen. Strebel: «Es ist, wie es ist. Dieses Schwingfest war nicht unser bester Tag. Weitermachen und es nächstes Mal besser machen.»