Christof Burkard las im Kulturwerk Bleichi aus seinem neuen Krimi «Saubermann»
Der in Waltenschwil aufgewachsene Autor Christof Burkard (1963) hat mit «Saubermann» seinen zweiten Kriminalroman publiziert, in dem Kommissar Blum in der Fleischindustrie ...
Christof Burkard las im Kulturwerk Bleichi aus seinem neuen Krimi «Saubermann»
Der in Waltenschwil aufgewachsene Autor Christof Burkard (1963) hat mit «Saubermann» seinen zweiten Kriminalroman publiziert, in dem Kommissar Blum in der Fleischindustrie ermittelt.
Walter Minder
Erwartungsvolle Zuhörerinnen und Zuhörer füllten den Gang zum Kunstraum, der das passende, an ein Gefängnis erinnernde Ambiente für die Vorlesung von Christof Burkard bot. Bruno Breitschmid, Präsident vom organisierenden Verein Volkshochschule Region Wohlen, stellte in seiner Begrüssung dem Autor einige Entwederoder-Fragen wie: «Lieber Sommer oder Winter?» – «Lieber Sommer, weil dann mein Glas Rosé auf dem Balkontisch steht.» – «Lieber Mohrenköpfe oder Luxemburgerli?» – «Lieber Mohrenköpfe, die machen schon beim Öffnen der Verpackung Freude.»
Weil Burkard auf der ersten Krimiseite Kommissar Blum in einem Jack-Daniels-T-Shirt erwähnt, bedankte sich Breitschmid bei ihm mit einem kleinen Fläschchen Jack-Daniels-Whiskey. Dann führte Burkard, Leiter Rechtsdienst bei einem Branchenverband sowie Mitglied der Kulturkommission Waltenschwil, in drei Teillesungen durch seinen spannenden Krimi.
Auftakt am Country-Festival Forrest Rand
Obwohl Kommissar Blum zum Bereitschaftsdienst abkommandiert ist, besucht er das Country-Festival Forrest Rand, nicht zuletzt wegen seiner Beziehung zur dort anwesenden Luisa. Plötzlich vibriert sein Handy, er wird zu einem Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten aufgeboten und ärgert sich: «Muss ich den Abend mit Luisa aufgeben, bloss weil sich irgendwelche Kevins, Kurts und Kemals mit ihren BMWs und Audis eine Challenge geliefert haben?» Unterwegs springt plötzlich eine Gestalt auf die Fahrbahn, Blum macht eine Vollbremsung, vor ihm ein Mann, der sich ein blutiges Taschentuch auf den Mund drückt. Als dieser Blums Polizeiausweis sieht, flüchtet er in den Wald. Am Unfallort angekommen, erfährt Blum, dass drei alkoholisierte Männer lebensgefährlich verletzt sind. Da die weiteren Abklärungen warten können, kehrt Blum ans Festival und zu Luisa zurück … Es handelt sich um drei ungarische Leiharbeiter, die, angestellt bei einer Vermittlungsfirma, in einem Schlachthof gutes Geld verdienen. Das Unfallauto ist auf den Landsmann Attila Nemeth registriert.
Wer hat die Schrauben gelöst?
Kurze Zeit später erfährt Blum, dass die Verletzten gestorben sind und im Kofferraum eine vierte Reisetasche lag, möglicherweise vom verschwundenen Fahrer. Bei Ermittlungen im Schlachthof hört Kommissar Blum, dass mit Attila Nemeth ein vierter Mitarbeiter vermisst wird – eventuell der unbekannte Mann auf der Strasse im Wald? Angesichts der für die Metzger extrem belastenden Fleischgewinnung am Fliessband denkt Blum: Dieser Ort ist nicht nur für Tiere tödlich...
Natürlich ist der Krimi «Saubermann» damit noch lange nicht zu Ende, wobei später ans Tageslicht kommt, dass beim Unfallauto die Schrauben an den Vorderrädern entfernt worden sind. Wer hat sie entfernt und ist damit für den Tod der drei Metzger verantwortlich? Eine militante Tierschützerin, ein neidischer Landsmann oder …?
Selbstverständlich bleibt Burkard die überraschende Antwort nicht schuldig. Aber es lohnt sich, sich selber auf die Suche nach der oder dem Unbekannten zu machen.
Das Buch kann per E-Mail bestellt werden: info@maulhelden.ch oder www.editionmaulhelden.com.