Nach Basel nun in Bünzen
20.01.2026 Region Oberfreiamt, MusikDie Musikgesellschaft präsentierte die glanzvolle Musikvielfalt des Eurovision Song Contests
Unter dem Motto «Eurovision in Brass» lud die Musikgesellschaft Bünzen am vergangenen Wochenende zu einem musikalischen Rundgang durch die Hits vom Eurovision ...
Die Musikgesellschaft präsentierte die glanzvolle Musikvielfalt des Eurovision Song Contests
Unter dem Motto «Eurovision in Brass» lud die Musikgesellschaft Bünzen am vergangenen Wochenende zu einem musikalischen Rundgang durch die Hits vom Eurovision Song Contest (ESC) ein. Gleichzeitig war es das Abschiedskonzert des Dirigenten Flavio Killer.
Walter Minder
Der bedeutendste europäische Musikwettbewerb feierte 1956, also vor 70 Jahren, in Lugano Premiere, damals noch als Grand Prix Eurovision de la Chanson. Auf den Thron stieg die Schweizer Schlagersängerin Lys Assia, ihr folgte 1988 in Dublin Céline Dion mit dem emotionalen Lied «Ne partez pas sans moi». Die dritte Krone holte Nemo 2024 in Malmö mit «The Code», sodass der ESC 2025 in Basel über die Bühne gehen konnte. Und nun also in Bünzen.
Die Mehrzweckhalle war sowohl am Samstagabend als auch am Sonntagmittag sehr gut besetzt und das Service-Team hatte alle Hände voll zu tun, als die junge «Waltenschwiler Brass Gang» unter der Leitung von Raphael Stutz das Konzerterlebnis eröffnete. Erstaunlich, was die jungen Musikantinnen und Musikanten dem immer wieder spontan applaudierenden Publikum boten, garniert von lustigen Showeinlagen. So flogen unter anderem auch aus den Händen des Dirigenten als «Begrüssung» leere Kartonbecher Richtung Publikum, was mit lautem, überraschtem Lachen quittiert wurde.
Ansagerinnen sind überzeugt: «Wir sind die Besten»
Dann legte die «Waltenschwiler Brass Gang» los, wobei auch immer wieder Solo-Passagen unter anderem vom Posaunisten zu hören waren. Nach den ersten beiden Stücken wurden die Besucherinnen und Besucher von vier jungen Band-Ansagerinnen begrüsst, die abschliessend kurz und bündig feststellen: «Wir sind cool, wir sind die Besten.» Dirigent Stutz wurde nach zwei weiteren Kompositionen für seinen grossen Einsatz zugunsten des musikalischen Nachwuchses mit einem Geschenk gedankt, dann sicherte sich das Publikum mit langem Applaus eine Zugabe, zugleich ein toller Abschluss eines tollen Auftrittes.
Lukas Müller, Präsident der Musikgesellschaft Bünzen, freute sich über die grosse Unterstützung, von der sein Verein im letzten Jahr bei der Beschaffung der neuen Uniform und neuer Instrumente profitieren durfte. «Dabei war die Anschaffung der neuen Uniform keine einfache Sache, denn 28 aktive Musizierende sind 28 unterschiedliche Meinungen, was zu uns passt.»
Dann lud er das Publikum zu einer musikalischen Reise quer durch Europa und zum «ESC nach Bünzer Art» ein, mit Songs, «die noch lange in der Seele nachklingen». Ein Konzert, nochmals unter der Leitung des langjährigen Dirigenten Flavio Killer, der entsprechend gefeiert und verabschiedet wurde.
Glitzernder Moderator
Dann gab er das Mikrofon an Moderator Roland Debrunner weiter. Der ESC sei heute eine Glamour-Party und so habe er auch seinen glitzernden Showdress gewählt. Dann übernahm Dirigent Flavio Killer an seinem letzten Konzert mit der Musikgesellschaft Bünzen das Kommando, ein bekannter ESC-Song nach dem anderen wurde dem begeistert mitklatschenden Publikum präsentiert. Ob «Mamma Mia» von Abba, «Ne partez pas sans moi» von Céline Dion mit dem Cornet-Solo von Colin Schär, «Swiss Lady» von Peter Reber mit einem Alphorn-Solo von Martin Schertenleib, «The Code» von Nemo und weitere Hits wie «Viver senza tei», «Fairytale», «Heroes» oder «Volare» – ob mitreissende, rhythmische Hits oder bewegende Balladen, jeder Song wurde professionell und wo nötig sehr einfühlsam gespielt.
Und wie Moderator Debrunner zu Beginn des Konzertes festgestellt hatte: «Wo Musik beginnt, enden die Worte.» So auch in der Halle Bünzen, samt Lichtshow und entsprechend dekorierten Tischen.



