Gemeindeammann Peter Hochuli zitiert am Neujahrsapéro in Unterlunkhofen aus «Der kleine Prinz»
Eine dreistündige Rede drohte Gemeindeammann Peter Hochuli den rund 70 Anwesenden in der Mehrzweckhalle an – mit einem Augenzwinkern. Stattdessen hielt ...
Gemeindeammann Peter Hochuli zitiert am Neujahrsapéro in Unterlunkhofen aus «Der kleine Prinz»
Eine dreistündige Rede drohte Gemeindeammann Peter Hochuli den rund 70 Anwesenden in der Mehrzweckhalle an – mit einem Augenzwinkern. Stattdessen hielt er seine Neujahrsansprache kurz und prägnant. Dem kritischen Blick auf die Welt stellte er das gegenüber, was auf Gemeindeebene gut läuft.
Thomas Stöckli
Es ist ein spezielles Jahr, das nun angelaufen ist. Der Start in eine neue Amtsperiode. Und das in einem schwierigen globalen Umfeld: «Der Blick in die Welt stimmt nachdenklich», sagt Peter Hochuli. «Bei uns läuft ganz viel gut», hält er dem entgegen, «und für das dürfen wir dankbar sein.»
Gemeinderäte im Einsatz
Die kreuzförmig angeordneten Apérotische sind reich gedeckt, als gegen 17.30 Uhr die ersten Gäste in der Halle eintreffen. Der Gemeindeammann begrüsst die Gäste, am Ausschank stehen derweil die Gemeinderäte Dominique Tschudin, verantwortlich für Finanzen und Ressourcen, Feuerwehr, Bevölkerungsschutz sowie Polizei, und Samuel Felber, zuständig für Gesellschaft und Soziales, Asyl, Familie und Kind, Gesundheit und Alter, Gewerbe und Vereine. Vizeammann Siegfried Braun, verantwortlich für Bau und Planung, Regionalplanung, Mobilität und ÖV, Gemeindeliegenschaften, Natur und Landwirtschaft, zirkuliert später mit einem Serviertablett.
Von den Gemeinderäten musste sich einzig Neuling Oliver Matz entschuldigen lassen. Mit 328 Stimmen hat er sich in der Gesamterneuerungswahl vom 28. September durchgesetzt und zum Jahreswechsel nun das Ressort Volksschule, Kultur, Jugendarbeit und Tagesstrukturen übernommen. Er fehlt am Anlass wegen eines Termins, den er noch vor seiner Wahl abgemacht habe, so Peter Hochuli. Nächstes Jahr sei seine Teilnahme natürlich Pflicht, hält der Ammann launig fest.
Fokus auf das Miteinander
Weil die Zukunft nicht vorhersehbar sei, halte er es für umso wichtiger, die Gegenwart zu gestalten, so Hochuli in seiner Ansprache weiter. Will heissen, die Gemeinschaft und den wertschätzenden Dialog zu pflegen, miteinander Lösungen zu finden, die allen zugutekommen. «Die Egomanen in der Welt machen mir am meisten Sorgen», hielt der Gemeindeammann fest. Gerade auch in seiner Rolle als Leiter der Bezirksschule Muri, die er noch bis im Juli innehat, frage er sich zuweilen, in was für eine Welt die jungen Menschen entlassen werden.
Diese jungen Menschen sind in der Halle kaum repräsentiert. Zum Anstossen hat sich wie üblich vor allem der «harte Kern» eingefunden, der jeweils auch zur Gemeindeversammlung kommt. Doch nicht nur: Einige Kinder nutzen den hinteren Teil der Halle zum Fussballspielen. Bewusst hat der Gemeinderat das Buffet und damit auch den Stehapéro auf den vorderen Hallendrittel beschränkt, um diesen Raum zu lassen.
In wertschätzendem Dialog
Seine Hoffnung für eine gute, eine bessere Zukunft baue er auf Menschen mit Herz, biegt Hochuli derweil auf die Zielgerade seiner Ansprache ein. «Man sieht nur mit dem Herzen gut», zitiert er dazu den kleinen Prinzen aus der gleichnamigen Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry. Das philosophischpoetische Kunstmärchen wird als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert. Als Appell für moralisches Denken und gegen den Wertezerfall der Gesellschaft stützt es die Kernbotschaft des Gemeindeammanns für einen wertschätzenden Dialog in Unterlunkhofen und ein Miteinander im Sinne von Lösungen, die möglichst allen zugutekommen.