Mehrere Vakanzen im Vorstand
10.03.2026 Region Unterfreiamt, Schiessen, Vereine, Tägerig, BremgartenDelegiertenversammlung des Bezirks-Schiesssportverbands Bremgarten in Tägerig
Ein aktives Vereinsjahr liegt hinter den Schiesssportvereinen des Bezirks. An der Versammlung in Tägerig gab es einige Informationen, welche von aktivem Vereinsleben zeugen. ...
Delegiertenversammlung des Bezirks-Schiesssportverbands Bremgarten in Tägerig
Ein aktives Vereinsjahr liegt hinter den Schiesssportvereinen des Bezirks. An der Versammlung in Tägerig gab es einige Informationen, welche von aktivem Vereinsleben zeugen. Präsidentin Sylvia Steinmann konnte zudem verschiedene Ehrungen vornehmen.
Stefan Treier
Unter der Teilnehmerschaft weilten Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder, Vertretungen auswärtiger Schiessvereine und Peter Gautschi als Präsident des Aargauischen Schiessvereins, welche von der Vorsitzenden begrüsst werden konnten. Die meisten Bezirksgemeinden waren durch Delegierte vertreten.
Gemeindeammann Thomas Widmer war es als Gastgeber vergönnt, die Delegierten der verschiedenen Sportschiessvereine des Bezirks Bremgarten willkommen zu heissen. Diese hatten einen idealen Tagungsort ausgewählt, wird doch in dieser Reusstalgemeinde der Schiesssport aktiv gepflegt. Wie der Gemeindeammann in seiner Grussadresse ausführte, ist dieser Sport mehr als nur schiessen. «Er beinhaltet», so Thomas Widmer, «nebst der Wehrbereitschaft auch die Kameradschaft, die Förderung und den Zusammenhalt.» In Tägerig freut man sich, einen aktiven Schützenverein im Dorf zu haben. Der einheimische Schützenverein leistet vieles zur Jugendförderung.
Willi Gloor war bestrebt als Vertreter der Schützengesellschaft Tägerig deren aktives Wirken als Dorfverein vorzustellen. Der wachsende Verein konnte im vergangenen Jahr seinen 140. Geburtstag feiern. Seine Mitgliederzahl hat sich innert zehn Jahren gar verdoppelt. Er umfasst heute 68 aktive Mitglieder plus 12 Jugendliche. Die aktuelle Vereinsfahne datiert von 1957 und wurde im Jubiläumsjahr wieder frisch geweiht. Die Nachwuchsförderung ist dem Verein ein wichtiges Anliegen, wie auch die Unterstützung verschiedener Aktivitäten. Der Verein betreibt eine aktive Schützenstube und nimmt engagiert an Meisterschaften teil. «Wir wollen nicht bloss schiessen, sondern auch Freude bereiten», so Willi Gloor.
Wie geht es weiter mit dem Verband?
Aus dem Vorstand traten die langjährigen Mitglieder Tom Bühlmann und Gaetano Russo von ihren Ämtern zurück. Bedauerlicherweise konnten bislang für die verdienten Kollegen keine Nachfolgerinnen oder Nachfolger gefunden werden. Dieses Problem beschäftigt die verbleibenden Vorstandsmitglieder, gilt es doch letztlich, das erfolgreiche Verbandsschiff weiterhin «auf Kurs» zu halten.
Es ist kantonsweit bekannt, dass einige Verbände und Vereine Mühe bekunden, neue Kräfte für ihre Vorstandschargen zu gewinnen. Kantonalvorstandsmitglied Peter Gautschi informierte über Vorstandstätigkeiten. Ein zentrales Thema ist dabei eine Statutenrevision, welche es dem Aargauischen Schützenverband ermöglicht, im Bedarfsfalle tätig zu werden, wenn einzelne Bezirksverbände vom Risiko bedroht sind, die Eigenständigkeit nicht mehr wahrnehmen zu können. Über diese Statutenrevision soll an der kantonalen Delegiertenversammlung vom 28. März in Stein befunden werden.
Sollte sich ein Bezirksverband allenfalls gezwungen sehen, sich zufolge mangelnder Funktionsfähigkeit aufzulösen, bestehen nach den geplanten neuen Bestimmungen laut Peter Gautschi folgende Möglichkeiten: Anschluss an einen anderen Bezirksverband, komplette Auflösung oder allenfalls die Schaffung eines regionalen Verbandes. Dabei wäre natürlich eine Kontaktnahme unter den Verbänden notwendig.
Ungewisse Zukunftsaussichten
Da derzeit – trotz bestehender Schiesserfolge durch die Mitglieder – leider ein Rekrutierungsproblem für den Vorstand besteht, sind die Zukunftsaussichten ungewiss. Es ist mittelfristig wieder mit einer Demission zu rechnen. Die verbleibenden Vorstandsmitglieder schätzen es sehr, neue Kolleginnen oder Kollegen zu erhalten, welche mit ihnen gemeinsamen das Zepter des Verbandes weiterführen. Freiwillige sind willkommen. Es geht um die Zukunft eines währschaften Freiämter Schiesssport-Verbandes.
Starker Nachwuchs
Im vielseitigen Jahresbericht von Präsidentin Sylvia Steinmann konnte von einem überaus aktiven Vereinsjahr Kenntnis genommen werden. In verschiedenen Kategorien nahmen Schützinnen und Schützen an Meisterschaften teil und konnten gar ausgezeichnete Kranzresultate erzielen, so auch am Eidgenössischen Jungschützenfest in St. Triphon, wo Teilnehmer aus der Region zu brillieren vermochten. Wohl nicht zu Unrecht beruhen die Zukunftshoffnungen des Bezirksverbandes auf der jungen Generation und natürlich auch der jüngsten Vereinserfolge.
Viele Medaillen verteilt
In verschiedenen Meisterschaften und Disziplinen gab es Ehrungen. Diese umfassten die Abgaben von Wanderpreisen und auch von Spezialauszeichnungen, welche beim Bezirksverbandsschiessen 300 m und 25/50 m; den Gruppenmeisterschaften 300 m und 50 m; den Matchschiessen 300 m und 25/50 m; im Jungschützenwesen wie an der Bezirksmeisterschaft erzielt wurden. Durch die Abgabe von Dokumenten, der Feldmeisterschaftsmedaillen, sowie der Feldschiessen-Spezialauszeichnungen des Aargauischen Schiessverbandes, erhielten die erfolgreichen Schützinnen und Schützen verdiente Aus-zeichnungen.
Mit Genugtuung konnten die 74 anwesenden Delegierten und Gäste schliesslich auch erfahren, dass vom Bremgarter Bezirks-Schiesssportverband gleich 35 aktive Jugendliche am diesjährigen Eidg. Schützenfest in Chur teilnehmen werden. Man wird ihnen «die Daumen drücken», damit sie mit Edelmetall aus dem Bündnerland zurückkehren werden.


