Marco Huwyler, Redaktor.
Auf den ersten Blick scheint es verrückt. Geschätzte 10 Millionen Franken werden in die Hand genommen – für die Fische. Damit sie es künftig etwas einfacher haben, die Reuss emporzuschwimmen. ...
Marco Huwyler, Redaktor.
Auf den ersten Blick scheint es verrückt. Geschätzte 10 Millionen Franken werden in die Hand genommen – für die Fische. Damit sie es künftig etwas einfacher haben, die Reuss emporzuschwimmen.
In Zeiten des Sparens allenthalben mag dies für manche schwer verständlich sein. Doch der Investition steht ein langfristiger Nutzen gegenüber, der mit Geld kaum aufzuwiegen ist. Indem man den Fischen ihre natürlichen Wanderwege zurückgibt – die man ihnen durch den Bau der Kraftwerke einst raubte –, ermöglicht man wieder eine Artenvielfalt, die nicht nur einzelnen Spezies zugutekommt, sondern ganze Ökosysteme stabilisiert.
Nicht zuletzt dient solcherlei auch der langfristigen Akzeptanz von Wasserkraft. Wenn Flusskraftwerke mit den Bedürfnissen von Gesellschaft und Natur in Einklang gebracht werden können, haben sie eine dauerhafte Legitimation als essenzielle und nachhaltige Energiequelle, gegen die es kaum Argumente gibt. Und vor diesem Hintergrund erscheint die Millioneninvestition plötzlich gar nicht mehr so teuer.