Annemarie Keusch, Redaktorin.
Gut vier Kilometer – Luftlinie noch weniger. 6 Minuten mit dem Auto. 15 Minuten mit dem Velo und 53 Minuten zu Fuss. So weit auseinander beziehungsweise so nah beieinander sind ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Gut vier Kilometer – Luftlinie noch weniger. 6 Minuten mit dem Auto. 15 Minuten mit dem Velo und 53 Minuten zu Fuss. So weit auseinander beziehungsweise so nah beieinander sind das Künstlerhaus Boswil und Murikultur. Beide sind sie kulturelle Leuchttürme des Kantons Aargau. Beide strahlen sie weit über die Region hinaus. Beide bieten sie vielfältige und hochstehende Kultur.
Und beide hatten sie in der Vergangenheit mit Herausforderungen zu kämpfen. Dass im Bereich der klassischen Musik der Nachwuchs im Publikum ausbleibt, zum Beispiel. Personelle Schwierigkeiten kamen hinzu, in Boswil auch finanzielle. Dass die beiden Institutionen im Bereich der klassischen Musik nun ihre Kräfte bündeln, ist der logische Schritt. Noch früh genug, bevor eine der Institutionen in existenzielle Nöte gerät. Bleibt zu hoffen, dass das Publikum dieses Miteinander goutiert und die Konzerte besucht – ob in Muri oder in Boswil. Und bleibt zu hoffen, dass dies auch ein Anstoss ist, «Muri Classics» zurück ins Boot zu holen. Denn für zu viele einzelne Anbieter ist das Freiamt schlichtweg zu klein.