Kultur pur am beliebten Festival
12.06.2026 Wohlen, KulturGeneralversammlung Verein Schlössli Wohlen: «Punkt & Halbi» am Samstag, 12. September
Rund ums Schlössli läuft alles reibungslos. Die Belegungszahlen und die Finanzen sind gut. Und die Vorbereitungsarbeiten für das Festival «Punkt ...
Generalversammlung Verein Schlössli Wohlen: «Punkt & Halbi» am Samstag, 12. September
Rund ums Schlössli läuft alles reibungslos. Die Belegungszahlen und die Finanzen sind gut. Und die Vorbereitungsarbeiten für das Festival «Punkt & Halbi» sind weit fortgeschritten. Das Programm verspricht einiges.
Daniel Marti
«Es gibt einen bunten Mix mit Klamauk, Musik und Literatur», verspricht Fabian Furter, Präsident des Vereins Schlössli Wohlen. Das Festival «Punkt & Halbi» wird am Samstag, 12. September, zum vierten Mal durchgeführt. Die Vorfreude ist gross auf den Anlass, der äusserst beliebt ist. Rund um den Festort Sternenplatz, mit den historischen Häusern ringsherum, wird erneut viel geboten. Jede halbe Stunde. 16 Standorte – vom Schlössli bis zur Bleichi, vom Sternensaal bis zum Rote Huus, vom Emanuel-Isler-Haus bis zum Schneider-Stübli, vom Chappelehof bis zur Kirche – werden bespielt. Für fast alle dieser Orte ist das Programm fixiert. «Wir sind motiviert, erneut ein vielfältiges Festival durchzuführen», so Furter weiter. «Wir hoffen, damit etwas fürs Wohler Kulturleben beizutragen.»
Obwohl die drei ersten Durchführungen von «Punkt & Halbi» äusserst beliebt waren und ein grosses Publikum angezogen haben, ist die Organisation nicht eben leichter geworden. «Vor allem die Finanzierung war schon einfacher», erklärt Furter. Eine Stiftung habe gar eine Absage erteilt, andere haben ihre Budgets gekürzt. «Das ist die Realität», betonte der Präsident, «aber wir werden trotzdem ein tolles Festival auf die Beine stellen.»
Mit Philipp Galizia und Julia Frischknecht
Und das Programm weist ein paar bekannte Namen auf: Allen voran Einwohnerratspräsidentin Julia Frischknecht, sie spielt im theatralischen Klamauk der ibw im Rote Huus mit. Das ibw-Schauspiel war jeweils ein Highlight der ersten drei Austragungen, das wird bei der vierten Auflage nicht anders sein. Weiter konnte Philipp Galizia engagiert werden. Der Murianer, der den Sternensaal als einen seiner Lieblingsspielorte bezeichnet, tritt für einmal im kleinen Saal des Chappelehofs auf. Er wird dort Ausschnitte des aktuellen Programms «Öppeneso» zeigen – und eine knappe Woche später wird Galizia dann im Sternensaal eine andere Kostprobe geben. Am 18. und 19. September darf man sich überraschen lassen.
Weitere Höhepunkte von «Punkt & Halbi»: Christine Hinrichs mit einer Performance Art im Schlössli, Compagnie Voland mit einer Artistik-Pantomime im Sternensaal, Sara Isler mit einer Modeschau im Atelier des Emanuel-Isler-Hauses, Marbach und Meier geben eine szenische Intervention in der Praxis im Park, Jürg Gautschi liest im Schneider-Stübli, im Säli des «Sternen» spielt Irish Folk, Jonas Arnet musiziert in der Bleichi. Ein Rundgang von Daniel Güntert führt in den Gewölbekeller der Liegenschaft Gerber und Meiers Museum ist ebenfalls geöffnet. Spannend und vielfältig, diese Kulturladung. Unbedingt jetzt schon reservieren: Festival «Punkt & Halbi» rund ums Schlössli, am Samstag, 12. September, Start um 18 Uhr.
Durchwegs stabile Verhältnisse
Der weitere geschäftliche Teil der Generalversammlung verlief reibungslos. Fabian Furter konnte in seinem Jahresbericht von diversen Veranstaltungen berichten. «Je nach Zählweise waren es zwischen 70 und 80 Veranstaltungen», so Roger Waeber, der für diesen Bereich zuständig ist. «Wenn wir gegen 80 Events haben, dann macht das richtig Spass.» Gleichzeitig führt das auch zu einer gewissen Abnützung. Darum sei seit der Sanierung des Schlössli zum ersten Mal wieder ein Gerüst mitten im Raum gestanden, erklärte er weiter. Leuchten mussten repariert und die Fenster geputzt werden. «Dank stabilen finanziellen Verhältnissen» konnte dieser Aufwand problemlos bezahlt werden, ergänzte der Präsident. «So bleibt das Schlössli stets in einem guten Zustand.» Und das ist ja nicht selbstverständlich. Das Schlössli, ältestes Steinhaus von Wohlen, entstand in seiner heutigen Form im Jahr 1546. Archäologische Indizien lassen aber vermuten, dass das Gebäude schon im 12. Jahrhundert erbaut und bewohnt wurde.
Dieses Schlössli erfreut sich nach wie vor einer ganz grossen Beliebtheit. Im letzten Jahr verbuchte der Verein einen Gewinn von 10 700 Franken. Der 14-köpfige Vorstand glänzt nicht nur mit guter Arbeit, sondern auch mit Stabilität. So musste mit Roger Isler nur eine Kraft ersetzt werden, Simone Meyer wurde gewählt. Und der Verein zählt 185 Mitglieder. Auch diese Zahl ist recht stabil und ist das Fundament einer echten Bereicherung namens Schlössli.



