Kosten im unteren Drittel
12.05.2026 Mutschellen, Musik, SchuleKeine Änderung der Musikschule
Die Mitgliederversammlung der Musikschule Mutschellen stand im Zeichen der Konstanz. Vereinspräsident Simon Hauswirth erklärte, dass der Vorstand die Strukturen analysiert hat und nichts ändern möchte.
Keine Änderung der Musikschule
Die Mitgliederversammlung der Musikschule Mutschellen stand im Zeichen der Konstanz. Vereinspräsident Simon Hauswirth erklärte, dass der Vorstand die Strukturen analysiert hat und nichts ändern möchte.
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55. ordentliche Mitgliederversammlung der Musikschule Mutschellen fand statt
Die Musikschule Mutschellen befindet sich ständig im Wandel. Das ist von den Verantwortlichen bewusst so gewollt. Ebenso klar möchte der Vorstand an den aktuellen Organisationsstrukturen festhalten. Das betonte er an der 55. ordentlichen Mitgliederversammlung.
Roger Wetli
«Wir führten Diskussionen über die Form, wie wir die Musikschule Mutschellen führen», erklärte Vereinspräsident Simon Hauswirth. «Und wir kamen zum Schluss, dass wir mit diesen Vereinsstrukturen weiterarbeiten können.» Er betonte, dass sich die Kosten pro Schüler und Musiklektion in der Musikschule Mutschellen im kantonalen Vergleich im untersten Drittel befinden. «Dies wohl aufgrund unserer schlanken Organisationsform. Die Verwaltung macht nur rund 5 Prozent der Kosten aus.» Ein weiterer Grund für die kleineren Ausgaben sei, dass aktuell viele jüngere Musiklehrer unterrichten würden, die tiefere Löhne als die älteren Lehrer erhalten. «Ein gerechter Lohn ist immer eine schwierige Diskussion. Für uns ist dieses System aber am gerechtesten», so Hauswirth. Er betonte die super Unterstützung der Gemeinden. Aktuell hat der Verein rund 30 Mitglieder. Deren Beiträge machen rund 1000 Franken im Gesamtbudget von rund 1,1 Millionen Franken aus. «Trotzdem möchten wir die Mitgliederbeiträge beibehalten. Sie sind ein Zeichen für unsere Vereinsstrukturen», erklärte der Präsident. Er wurde dabei von den Anwesenden an der Versammlung unterstützt.
Vermögen als Puffer nutzen
Das Budget 2025 schloss mit einem Fehlbetrag von 33000 Franken. «Dies entstand durch Personalausfälle», weiss Simon Hauswirth. «Unser Vermögen von über 300 000 Franken hilft, solche unvorhergesehene Fälle auszugleichen. Wir möchten deshalb diesen Puffer beibehalten.» Für das Budget 2026 sind keine grossen Investitionen geplant. Der Vorstand rechnet mit einem kleinen Gewinn. «Ziel ist es für uns, immer eine schwarze Null zu erreichen.»
Hauswirth betrachtete die Entwicklung der Schülerzahlen der letzten Jahre: «Insgesamt blieben sie immer stabil. Es gibt aber Schwankungen innerhalb der Gemeinden.» Dies sei für Letztere relevant, da sie 60 Prozent der Kosten tragen, während die Eltern der Schüler 40 Prozent zahlen.
Aus Berikon werden aktuell 124 Schüler unterrichtet (Vorjahr 131), aus Oberwil-Lieli 104 (100), aus Rudolfstetten-Friedlisberg 147 (142) und aus Widen 135 (148). Dazu kommen aus weiteren Gemeinden 11 (11) Schülerinnen und Schüler. Sie lernen rund 20 verschiedene Instrumente, wobei das Klavier mit aktuell 117 Schülern und die Gitarre und E-Gitarre mit 94 Schülern am beliebtesten sind. Auch Ballett erfreut sich grosser Beliebtheit. Dort tanzen aktuell 88 Schülerinnen und Schüler mit.
«Pädagogik und künstlerische Inspiration gehen bei uns Hand in Hand», sagte Markus Mötz, Leiter der Musikschule. Er sprach von einer spannenden Mischung aus Lehrergenerationen an der Musikschule Mutschellen. «Früher waren wir einseitiger ausgebildet. Heute kennen sich die Lehrer meist in Komposition, Klassik, Jazz und Rock aus. Das inspiriert auch uns ältere Lehrer.»
Lehrer aktiv einbeziehen
Mötz stellte sein Prinzip vor, wie er die Ideen einer Lehrerschaft in die Musikschule einbindet. So ist etwa aus einem Sommerkonzert mit 150 Teilnehmenden ein Adventskonzert mit einem Orchester von 70 Schülern hervorgegangen. «Aus diesem wiederum entstanden verschiedene Ensembles. Die Lehrer sollen bei uns partizipieren.» Ein anderes Beispiel sei der Schlagzeug-Tag. «Daraus entstand jetzt ein Rock-Pop-Tag.» Die Lehrer sollen keine Einzelkämpfer sein, sondern zusammenarbeiten. «Diese Philosophie schafft ein gutes Arbeitsumfeld. Das führt zur Gewinnung sehr guter Lehrer, die ihre Begeisterung an ihre Schüler weitergeben», so Mötz. Was das genau bedeutet, erfuhren die Anwesenden von Gitarrenlehrer Raphaël Duchosal Binaz. Er begeisterte an der Mitgliederversammlung mit drei Eigenkompositionen.


