Kein harmloser Lückenfüller
30.06.2026 Wohlen, Kultur, Musik, Kommende EventsKulturwerk Bleichi startet in die 2. Saison und präsentiert das Programm
Das Kulturwerk Bleichi darf auf eine gute erste Saison zurückblicken. Die Köpfe dahinter haben es geschafft, an einem Ort Generationen zu vereinen. Ein Ort für Pop/Rock, wie es ...
Kulturwerk Bleichi startet in die 2. Saison und präsentiert das Programm
Das Kulturwerk Bleichi darf auf eine gute erste Saison zurückblicken. Die Köpfe dahinter haben es geschafft, an einem Ort Generationen zu vereinen. Ein Ort für Pop/Rock, wie es ihn so im Freiamt noch nicht gibt.
Monica Rast
Die erste Saison im Kulturwerk Bleichi endete fulminant mit einem ausverkauften Konzert von Lokalmatador Jan «Seven» Dettwyler. Voller Tatendrang wurde am Programm der zweiten Saison rumgeschraubt und es verspricht einiges. Obwohl das Kulturwerk noch jung ist, konnte es sich bereits einen Namen machen. «Ich werde bereits von Agenturen angefragt», meint Jonas Arnet freudig. Er ist ein Teil der Programmgruppe des Kulturwerks Bleichi. Neben Arnet sind noch Johannes Küng, Mathieu Friz, Jasmin Huber und Thomas Meier im Team. Ihre Beziehungen zu Booking Agenturen sind ein guter Türöffner, um den einen oder anderen Leckerbissen nach Wohlen zu holen.
Professionell geführter Betrieb
«Muri hat Musik im Pflegidach. Boswil das Künstlerhaus und wir das Kulturwerk. Ein Ort für Pop/Rock und einer guten Soundanlage», erklärt Arnet, «wir möchten mit unserem Programm eine fehlende Nische im Freiamt in Anspruch nehmen. Mit einem breit abgestützten Programm möchten wir, dass das Kulturwerk mit seiner Halle als Lokalität ein Renommee bekommt.»
Das Konzept scheint aufzugehen. Trotz den freiwilligen Mitarbeitenden ist das Kulturwerk ein professionell geführter Betrieb und kann überzeugen. Und zwar so, dass einige Acts bei einer Anfrage sofort zusagten. «Wir probieren, eine gute Balance zu finden zwischen grossen Künstlern und erschwinglichen Preisen für die Jugendlichen, damit auch sie in den Genuss von Livemusik kommen», erklärt Johannes Küng. So konnte er als offiziellen Saisonauftakt den kanadischen Rapper Shad für das Kulturwerk gewinnen. Der Rapper eröffnet am Samstag, 19. September, in Wohlen seine Europatournee. «Für mich wird, seine Musik live zu hören, ein Highlight sein», freut sich Küng. Seit seiner Kindheit ist er ein Fan von Shad. Umso mehr freut er sich über dessen sofortige Zusage, im Kulturwerk aufzutreten.
Für den Folgetag konnte Mathieu Friz Heidi Happy mit ihrer Jubiläumsshow gewinnen. «Das gibt eine Riesen-Fete», meint Fritz. «Mit dabei sind Michael von der Heide, Rykka, Rebekka Lindauer und Handsome Hank.»
Passende Kooperationen zu bestehenden Events
Im letzten Jahr gab es zwischen dem Herbst und dem Frühling rund ein bis zwei Konzerte im Monat. Mit dem Konzertprogramm möchte die Programmgruppe eine breite Zielgruppe abholen. Das Kulturwerk soll sich zu einem Ort mausern, wo Jung und Alt zusammenkommen kann.
«Dem möchten wir mit dem neunen Programm noch mehr gerecht werden», erklärt Arnet. So wird das Kulturwerk ein Teil von «Punkt und Halbi» am Samstag, 12. September, sein. «Wir passen perfekt in das Konzept», erklärt er die Teilnahme. Ebenfalls wird das Kulturwerk im Oktober eine Kooperation mit Dreiraumkultur Plus eingehen. «Save the date», meint Arnet lachend. Auch der November und Dezember soll mit Konzerten Besucher in das Kulturwerk locken. «Wir stehen mit einigen Künstlern in Kontakt, doch die Zusagen sind noch offen», meint Arnet, «doch es sieht gut aus.»
Für den Januar konnte Johannes Küng «La Dunna» gewinnen. Zwei Frauen aus dem Bündnerland mit ihrer tanzbaren Musik, geprägt von Elektro- und Jazzeinflüssen mit rätoromanischem Gesang. Küng ist sich sicher: «Ihre Womenpower wird für eine gute Party sorgen.»
Etwas Spezielles ausprobieren
Auch im Fasnachtsmonat Februar möchte das Kulturwerk etwas anbieten. Das Pubquiz soll eine Alternative zur Fasnacht sein. «Es ist ein Experiment. Wir wissen aber, dass Pubquiz beliebt sind», meint Arnet. Ein Pubquiz (engl. für Kneipenquiz) ist ein geselliges Quizspiel, bei dem Teams in mehreren Runden mit kniffligen Fragen aus verschiedenen Wissensgebieten gegeneinander antreten.
Am 14. März steht erstmals ein Familienanlass auf dem Programm. «Laurent und Max» ist ein Duo aus Zürich, das bekannte Hits covert und den Text zu Kinderthemen abändert. Die beiden wechseln geschickt zwischen verschiedenen Welten. Mit ihrer Kindermusik, die Erwachsenen nicht auf die Nerven geht, sorgen sie seit jeher für ekstatische Jubelrufe vor der Bühne. Das Alter des Publikums reicht dabei mindestens von U7 bis Ü70. Das OK freut sich, mit «Laurent und Max» auch etwas für Kinder anbieten zu können. «Dabei wird es auch ein abgestuftes Ticket-System geben», informiert Arnet.
Am 20. März steht ein weiterer internationaler Künstler auf der Bühne. Die Musik von JPson ist geprägt von Strandfeeling an der südafrikanischen Küste. Vorgängig wird Lara Fernandes aus dem Freiamt gluschtig auf den Hauptact machen. Ein weiteres Highlight für Johannes Küng wird der Auftritt des Klaus Egger Trios sein. «Sie spielen eine sehr tanzbare Musik mit Unterhaltungsfaktor.»
Aus dem Archiv Volume 2
«Für ‹Aus dem Archiv› waren wir in alten Aufzeichnungen am Kramen», erinnert sich Arnet. Als Kontrast zum übrigen Programm stiessen sie auf eine Band aus den 70er-/80er-Jahren. Die Tschampamuski Band war eine musikalische Formation, die ursprünglich von «Mister Jazz» Beat Koch in seiner Jugendzeit im Pfadi-Lager im Bündnerland gegründet wurde. Der Name leitet sich vom rätoromanischen Wort für «Lausbuben» ab. «Es wird viele überraschen, dass wir die Band für das Kulturwerk reaktivieren konnten», meint Arnet lachend. «Sie sind top motiviert und fleissig am Proben. Mit der Band wollen wir unseren pensionierten Helfern eine Freude machen, die viel zu unserem Kulturwerk beigetragen haben.»
Den finalen Abschluss Ende Mai wird Glenn Garbo bestreiten. Als ehemaliger Kantischüler dürfte er einigen bekannt sein. Glenn Garbo gehört zu den Künstlern, die man mindestens einmal live erlebt haben sollte. Ebenfalls einen Bezug zur Kanti Wohlen hat «Dance for Ishtar». Mit ihrem einzigartig frischen Sound mit Melodien, die einem eine Woche später noch im Ohr liegen; Grooves, vor denen die Tanzfläche erzittert, sorgen sie für ein unvergessliches Saisonende.
Infos und Tickets: www.kulturwerkbleichi.ch / www.eventfrog.ch.

