Die Hitze hat die Region im Griff – es gilt verschiedene Massnahmen zu beachten
Die Temperaturen sind anhaltend hoch. Regen ist vorerst keiner in Sicht. Der Kanton verhängt nun ein Feuerverbot im Wald und am Waldrand und viele Gemeinden rufen zum Wassersparen ...
Die Hitze hat die Region im Griff – es gilt verschiedene Massnahmen zu beachten
Die Temperaturen sind anhaltend hoch. Regen ist vorerst keiner in Sicht. Der Kanton verhängt nun ein Feuerverbot im Wald und am Waldrand und viele Gemeinden rufen zum Wassersparen auf.
Die Verantwortlichen des Kantons und der Aargauischen Gebäudeversicherung haben nach einer Neubeurteilung die Gefahrenstufe für Waldbrandgefahr auf die Stufe 4 von 5 erhöht (grosse Waldbrandgefahr) – einhergehend mit einem Feuerverbot im Wald und am Waldrand. Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für die bestehenden, eingerichteten Feuerstellen und bei Waldhütten sowie an Picknick- und Spielplätzen in Wäldern und an Waldrändern. Das Verwenden von Gas- und Elektrogrills ist bei vorsichtigem Einsatz zulässig.
Auch im Siedlungsgebiet und im Offenland ist Vorsicht geboten. Folgende Massnahmen sind überall einzuhalten: Keine brennenden Raucherwaren und Zündholzer wegwerfen, bei starkem Wind im Freien nicht feuern (gefährlicher Funkenflug), Feuer nie unbeaufsichtigt lassen, Feuer vor Verlassen der Feuerstelle löschen und sich vergewissern, dass es tatsächlich erloschen ist. Durch verantwortungsbewusstes Verhalten trägt die Bevölkerung dazu bei, Brände zu verhindern. Die Vertreterinnen und Vertreter des Kantons und der AGV werden die Lage weiterhin beobachten und bei Bedarf eine Anpassung der Gefahrenstufe kommunizieren.
Nutzung von Gewässern
Während Hitze- und Trockenperioden steigt der Druck auf die letzten Rückzugsgebiete von Wassertieren in den Gewässern. Es ist verständlich, dass Menschen und Tiere wie Hund und Pferd die Gewässer ebenfalls gerne nutzen, um sich abzukühlen. Für Wassertiere bieten tiefe Stellen, Grundwasseraufstösse sowie kühle Zuflüsse oft die letzte Überlebenschance. Störungen an diesen Rückzugsorten bedeuten zusätzlichen Stress für die Fische und andere Wassertiere. Deshalb ist die Bevölkerung gebeten, die Rückzugsstellen der Wassertiere zu schonen und diese nicht zum Baden zu nutzen.
Wasser sparen
Zudem rufen viele Gemeinden auch im Freiamt die Bevölkerung auf, sparsam mit Wasser umzugehen. Die vorhandenen Wasserressourcen müssen zwingend geschont und die Wasserbezüge drastisch reduziert werden, damit die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sowie die Löschwasserreserve weiterhin sichergestellt bleiben. Einige Gemeinden appellieren an die Bevölkerung, andere verhängen Verbote – etwa für das Bewässern von Rasenflächen, Wiesen, Böschungen, Rabatten und ähnlichen Grünflächen sowie von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen. Sämtliche Bewässerungssysteme müssen abgeschaltet werden. Das Bewässern von Gemüsebeeten zum Eigengebrauch ist sparsam und gezielt mit der Giesskanne (vorzugsweise mit gesammeltem Regenwasser) zulässig. Auch das Bewässern aller Kulturen der Landwirtschaft wird in einigen Gemeinden bereits verboten. Das Befüllen und Nachfüllen von Schwimmbädern, Planschbecken, Whirlpools, Teichen und ähnlichen Anlagen ebenfalls. Auf das Reinigen von Fahrzeugen (privat und gewerblich), Vorplätzen, Fassaden, Dächern, Terrassen und ähnlichen Flächen mit Wasser sei ebenfalls zu verzichten.
Vielerorts setzten die Gemeinderäte derzeit auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung und danken allen Einwohnerinnen und Einwohnern für ihren Beitrag. Jeder eingesparte Liter hilft, die vorhandenen Reserven zu schonen. Sollte sich die Situation weiter verschärfen, behalten sich verschiedene Gemeinderäte vor, ebenfalls verbindliche Massnahmen anzuordnen. Ziel bleibt es allerorts, die Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen und Engpässe zu vermeiden. Dafür sind der Einsatz und der sparsame Umgang aller gefragt. --pd/red