Mit dem Aufrichtfest erreicht der Neubau der Schulanlage Widen einen Meilenstein
Der Rohbau steht, das Dach ist dicht. Das neue Schulhaus mit Doppelturnhalle nimmt immer mehr Form an. Mit der feierlichen Aufrichte wurde nun der Moment gewürdigt, in dem aus abstrakten ...
Mit dem Aufrichtfest erreicht der Neubau der Schulanlage Widen einen Meilenstein
Der Rohbau steht, das Dach ist dicht. Das neue Schulhaus mit Doppelturnhalle nimmt immer mehr Form an. Mit der feierlichen Aufrichte wurde nun der Moment gewürdigt, in dem aus abstrakten Plänen greifbare Realität für die nächste Generation wird.
Sabrina Salm
In Widen entsteht derzeit auf 3800 Quadratmetern eine hochmoderne Schulinfrastruktur, die Lernen, Sport und Gemeinschaft vereint. Das bisher grösste Bauvorhaben der Gemeinde. Unter dem Motto «Mit Weitblick Zukunft gestalten» wächst hier ein Ort, der den steigenden Bedürfnissen der Gemeinde gerecht werden soll. «Widen wächst und unser Anspruch bleibt dabei, die Lebensqualität zu sichern», sagt Gemeinderat Christian Moser. Eine moderne Schule sei dabei zentral. Der Ressortvorsteher Bau spricht am Aufrichtfest der neuen Schulanlage von einem Meilenstein: «Was aus Plänen und Zeichnungen entstanden ist, beeindruckt mich sehr.» Es werde mehr als ein Gebäude aus Beton und Holz. «Es wird ein Ort, an dem Kinder lernen, sich austoben und grosswerden.» Und mit Blick auf die wunderschöne Aussicht in die Berge, welche das neue Schulhaus bietet, hätten die Kinder vielleicht eine «kreative Ausrede», wenn sie mal im Unterricht nicht richtig mitmachen, fügt Moser schmunzelnd hinzu.
Sein Dank gilt insbesondere den Bauleuten, die bei jeder Witterung im Einsatz standen: «Grosses Kompliment für eure Arbeit.» In bisweilen 52 Bausitzungen habe man gemeinsam darum gerungen, die besten Lösungen zu finden und das rund 23-Millionen-Franken-Projekt voranzubringen.
Ein Bau für Schule und Vereine
Nicht nur die Politik, auch die Nutzer blicken voller Vorfreude auf den Einzug. Seit dem Spatenstich im Sommer 2024 habe sich viel getan. «Glaubt mir, die Kinder beobachten die Baustelle aufmerksam», sagt Angela Freytag, Schulleiterin Zyklus 1 der Schule Widen. Sie brachte die Perspektive derer mit, die das Haus bald mit Leben füllen werden. «Sie sind fleissig, schnell und sehr gut», hätten viele Kinder gesagt. «Manchmal aber etwas zu laut», was den einzigen kleinen Kritikpunkt darstellte. Ein Satz bringt es auf den Punkt: «Danke, dass ihr alles baut.» Angela Freytag ist überzeugt: «Ein Schulhaus ist das Fundament für die Zukunft, welche die Kinder und alle Generationen prägen wird.» Die Vorfreude in der «Schulfamilie» sei gross. Neben sechs Klassenzimmern, Gruppenräumen, Raum für Tagesstruktur und Lernlandschaft ist die unterirdische Doppelturnhalle mit flexiblen Hubwänden das Herzstück des Baus. Sie wird nicht nur der Schule dienen, sondern auch den Vereinen neue Möglichkeiten eröffnen.
Von der Idee zur Realität
Für die Architektin Renate Walter vom Architekturbüro Waldrap war das Richtfest ein Moment der Retroperspektive. Sie erinnert an den Wettbewerbsgewinn und den Schlüsselmoment der Planung. Dieser war die Erkenntnis, dass sich das Schulhaus an den Bestand orientieren und sich die Turnhalle den Sportplätzen öffnen musste. «Wir hatten die Bilder im Kopf», sagt sie. «Dass diese nun genauso umgesetzt werden, ist ein tolles Gefühl.» Besonders die Turnhalle sei in ihrer Form einzigartig. Ihr erster Gang durch die Halle sei für sie ein «unglaubliches Erlebnis» gewesen. Für den bevorstehenden Endspurt wünscht sie allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg.
Mit dem traditionellen Richtspruch der Zimmerleute wurde um Gottes Segen für das Haus gebeten und gleichzeitig den am Bau beteiligten Personen gedankt. Der geschmückte Richtbaum auf dem Dach steht dabei für Glück und Lebenskraft. Und dafür, dass der geplante Einzug im Herbst 2026 in greifbare Nähe rückt.