Ideen erwünscht
19.06.2026 Berikon, MutschellenBevölkerung gefragt
Am Montagabend stellte der Beriker Gemeinderat den Entwicklungsrichtplan der Arealentwicklung Bahnhofsgebiet vor. Die Bevölkerung ist aufgerufen, auf Basis von diesem Ideen einzureichen. --rwi
Gemeinderat stellte ...
Bevölkerung gefragt
Am Montagabend stellte der Beriker Gemeinderat den Entwicklungsrichtplan der Arealentwicklung Bahnhofsgebiet vor. Die Bevölkerung ist aufgerufen, auf Basis von diesem Ideen einzureichen. --rwi
Gemeinderat stellte den Entwicklungsrichtplan der Arealentwicklung Bahnhofgebiet vor
Bis zum 30. Juni können die Einwohner von Berikon im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens ihre Ideen zum Entwicklungsrichtplan der Arealentwicklung Bahnhof auf der Gemeindeverwaltung einreichen. Am Montagabend erläuterten Gemeinderat und Planer die wichtigsten Details.
Roger Wetli
«Es ist am besten, wenn künftig die Busse direkt von der Mutschellenkreuzung in das Bahnhofsareal rein und raus fahren können», erklärte Tim Van Puyenbroeck von der Kontextplan AG. «Dafür muss die heutige Rampe entlang der Bahnhofstrasse weg. Eine weitere Ausfahrt wird wie bisher über den Kreisel möglich sein.» Der Planer ist Teil des Projektierungsteams. Ein Anwesender der Infoveranstaltung erinnerte sich, dass der Bus bereits früher mal direkt von der Kreuzung ins Areal gefahren ist. Van Puyenbroeck betonte: «Was mit dieser Rampe geschehen soll, wird noch abgeklärt. Es gibt verschiedene Varianten.» Ein weiterer Anwesender fragte, ob durch diesen Direktzugang zum Bahnhofsareal nicht der Verkehr auf der Mutschellenkreuzung behindert wird. «Das ist nicht der Fall», so der Planer.
Viele Abhängigkeiten
Ausschlag für den aktuellen Entwicklungsrichtplan ist das Behindertengleichstellungsgesetz, das einen guten Zugang im öffentlichen Verkehr verlangt. «Leider ist dies mit der aktuellen Situation nicht möglich, deshalb brauchen wir diese Gesamtplanung», erklärte Gemeindeammann Petra Oggenfuss Feldgrill. Tim Van Puyenbroeck gab mehrfach zu bedenken: «An diesem Ort gibt es viele Abhängigkeiten. Verändert man hier etwas, hat es sofort Auswirkungen auf seine Umgebung.» Der Gemeinderat liess deshalb zwei Studien erstellen. Auf deren Grundlagen hat er jetzt den Entwicklungsrichtplan erstellt. «Diese ÖV-Drehscheibe soll aufgewertet werden. Wir möchten einen Ankunfts- und Transitort, an dem man sich wohlfühlt», so Oggenfuss Feldgrill. Dieses Ziel soll ebenfalls mit einem kleinen öffentlichen Platz erreicht werden.
Beim Bushof sind aktuell zwei verschiedene Varianten angedacht. Die eine als Insel mit Busrampen, die andere mit zwei Busrampen. «Es soll das Halten von mindestens drei, besser noch vier Bussen, ermöglichen», so Van Puyenbroeck.
Voraussichtlich bis acht Geschosse möglich
Ebenfalls in diesem Bereich befindet sich eine Tiefgarageneinfahrt. Diese soll bestehen bleiben und allenfalls mit einer zweiten Einfahrt ergänzt werden. Die Eigentümer der umliegenden Gebäude erhalten die Möglichkeit, ihre Liegenschaften aufzustocken. «Ein Gebäude könnte maximal acht Geschosse haben, muss aber nicht», ging der Planer ins Detail. «Mit den Grundeigentümern sind wir im guten Einvernehmen», erklärte Petra Oggenfuss Feldgrill. «Ziel ist es, jetzt den Raum für die künftige Planung zu sichern. Der Plan ist dann verbindlich für die Behörden, aber nicht für die Grundeigentümer.»
Später werden Letztere einen Gestaltungsplan erarbeiten, wonach die Bau- und Nutzungsordnung angepasst wird. «Einen neuen Bushof gibt es im Idealfall frühestens ab 2033», betonte Tim Van Puyenbroeck.
Eine Person gab zu bedenken, dass die angedachte Tieferlegung der Bahn oder der Kantonsstrasse sicher Einfluss auf die Planung des Bahnhofsareals hat. Petra Oggenfuss Feldgrill: «Es betrifft dieses Areal am Rande. Wir dürfen jetzt das Bahnhofsareal nur so weiter planen, dass wir eine mögliche Tieferlegung nicht verunmöglichen»
Der «eigentliche» Mutschellen
Gemeinderat Roland Koller übernahm Anfang Januar das Ressort mit dieser Planung von Oggenfuss Feldgrill. Er erklärte: «Für mich ist dieser Bahnhof der eigentliche Mutschellen. Dieser Ort besass gar mal eine eigene Postleitzahl.» Der Leiter Bau und Planung, Daniel Roos, ermunterte: «Ich freue mich auf möglichst viele Meinungen zu unseren Vorschlägen. Es dürfen jetzt alle mitmachen, nicht nur die direkten Anwohner.» Er stellte in Aussicht, dass jeder Vorschlag eine Antwort durch den Gemeinderat erhalte. Roos betonte aber auch: «In der aktuellen Phase handelt es sich um eine Mitwirkung mit offenem Austausch. Das rechtliche Verfahren mit Einsprachemöglichkeiten folgt später.»


