Hausgemachte Freude
02.06.2026 Region Bremgarten, KüntenKünterbuntes Dorffest
Künten wurde am Wochenende zur Festhütte
3500 bis 4000 Besucherinnen und Besucher, ein buntes Programm für alle Generationen und unzählige Begegnungen: Am Jugend- und Dorffest «Künterbunt» ...
Künterbuntes Dorffest
Künten wurde am Wochenende zur Festhütte
3500 bis 4000 Besucherinnen und Besucher, ein buntes Programm für alle Generationen und unzählige Begegnungen: Am Jugend- und Dorffest «Künterbunt» war ausgelassene Stimmung. OK-Präsident Werner Fischer zieht ein überaus glückliches Fazit. «Alles hat super geklappt, dank den OK-Mitgliedern und den vielen Helferinnen und Helfern.»
--sab
Das Jugend- und Dorffest «Künterbunt» bot ein buntes Programm für alle Generationen und unzählige Begegnungen
Nach 13 Jahren Wartezeit feierte Künten das langersehnte Jugendund Dorffest. Unter dem Motto «Künterbunt» verwandelte sich das Dorf während zweieinhalb Tagen in einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt.
Sabrina Salm
Ganze 13 Jahre war das letzte Fest her. Ein zwischenzeitlicher Versuch vor sechs Jahren wurde von der Pandemie jäh ausgebremst. Umso grösser war das spürbare Bedürfnis der Bevölkerung nach gemeinsamer Festfreude. Schätzungsweise 3500 bis 4000 Besuchende strömten über die zweieinhalb Tage hinweg auf den Festplatz, um die lebendige Vielfalt ihrer Gemeinde zu feiern.
Den Auftakt machte am Freitag das Jugendfest der Schule. Schon am Vormittag herrschte auf dem Schulareal reges Treiben. Die Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse erkundeten in farbigen T-Shirts sechs verschiedene Themenwelten. Ob Glaswände bemalen, Armbänder knüpfen, Karaoke singen, Sackhüpfen oder Airbrush-Tattoos gestalten – das abwechslungsreiche Programm bot zahlreiche Möglichkeiten, sich kreativ auszuleben oder sportlich zu betätigen.
Nach einer kurzen Mittagspause folgte im vollen Festzelt das nächste Highlight: die Wissenschafts-Show von Professor Bummbastic. Mit viel Humor und Experimenten fesselte er die Kinder, die sogar selbst auf der Bühne mitwirken durften. Ein echter Gänsehautmoment folgte direkt im Anschluss. Begleitet von einer kleinen Lehrerband sangen alle Schüler gemeinsam den von Lehrer Marc Halter komponierten Festsong «künterbunt». Das Publikum forderte lautstark eine Zugabe und läutete mit tosendem Applaus den Übergang zum Dorffest ein.
Anlässe im Anlass
Auch am Samstag und Sonntag war auf dem Festgelände viel los. Zahlreiche Vereine präsentierten sich, kulinarische Angebote an den verschiedenen Ständen und Bars lockten Besucherinnen und Besucher, und die Kinder waren auf der Spielwiese bestens unterhalten. Neben dem Neuzuzügeranlass und einem Brunch stand auch der Dorf-Märt auf dem Programm. Dort zeigte sich die lokale Verankerung ebenfalls. Für Fritz und Susi Kohler von Kohler Weine war die Teilnahme Ehrensache: «Regionalität wird immer wichtiger», betonten die beiden, die seit 15 Jahren leidenschaftlich Winzer sind. Ihre Kreationen wie das «Chüntner Träumli» repräsentierten das Dorf perfekt.
Mittendrin am Grill sorgten die Bob-Legende Christian Reich und sein Sohn und Bobpilot Nils Reich für beste Stimmung. Die sportlichen Aushängeschilder von Künten erklärten gutgelaunt: «Logisch sind wir hier am Dorffest dabei!» Sie wollten das Fest tatkräftig mittragen. Ein weiterer Publikumsmagnet war der historische Rolls-Royce-Griffon-V12-Flugmotor, den der Modellflug Sportverein Reusstal zeigte.
Die Mischung machts
Das Festzelt bebte unterdessen vor musikalischer Vielfalt. Der Musikverein Künten nutzte die grosse Bühne, um nach 33 Jahren stolz seine neue, klassisch-moderne Uniform in Schwarz und Blau zu präsentieren. Der Schweizer Musiker Nickless begeisterte Jung und Alt gleichermassen. Formationen wie die Mu-Ma-Fäger, das K-City-Chörli und die Echo Reapers zeigten eindrücklich, wie künterbunt die lokale Musikszene ist.
Entsprechend zufrieden zeigte sich OK-Präsident Werner Fischer nach dem Festwochenende. «Der Wettergott hat mitgespielt – so etwas kann man nicht planen», sagte er. Besonders erfreut zeigte er sich über die vielen positiven Rückmeldungen. «Wir konnten die verschiedenen Altersgruppen und Ansprüche einbinden und allen gerecht werden. Unsere Mischung stimmte und das Konzept – von Künten für Künten – hat gehalten.» Gemäss Schätzungen besuchten zwischen 3500 und 4000 Personen das Jugendund Dorffest. Fischer zeigte sich tief beeindruckt vom enormen Engagement der OK-Mitglieder und der Helferinnen und Helfer: «Alle hatten ihre Ressorts voll im Griff. So viel Herzblut hat mich beeindruckt. Es war mir eine Ehre, einem solchen Team vorzustehen.» Am Ende bewahrheitete sich die Zeile des neuen Küntener Lieds – «Zäme fiire, zäme schtaa. Zäme Freud ha, das chömmer da!» – allemal.









