Gigelisuppe und Bratwurst
04.08.2026 Region Bremgarten, ZufikonLachen zum Geburtstag
Satiriker Michael Elsener sprach an der Bundesfeier
Eine Top-Bekanntheit engagierte Zufikon für seine Bundesfeier. Michael Elsener hielt, was sich viele von ihm versprachen.
Bissig und gleichzeitig ...
Lachen zum Geburtstag
Satiriker Michael Elsener sprach an der Bundesfeier
Eine Top-Bekanntheit engagierte Zufikon für seine Bundesfeier. Michael Elsener hielt, was sich viele von ihm versprachen.
Bissig und gleichzeitig herzhaft war der Auftritt des Satirikers, Kabarettisten, Parodisten und Stand-up-Comedians Michael Elsener. Er philosophierte zum Beispiel in einer Rolle als Wilhelm-Tell-Sohn Walterli: «Es ist heute schwierig in der Schweiz, ein Nationalheld zu sein.» Der Kabarettist erklärte, dass heute kaum noch etwas gebaut werden könne, ohne dass zuvor über mindestens eine Einsprache verhandelt werde. Im Zusammenhang mit Wilhelm Tell führte er das Baurecht ins Absurde. «Das Aufstellen einer Stange mit Hut darauf braucht heute ein Baugesuch. Und während der Einsprachefrist muss für diese Stange eine Baustange aufgestellt werden.»
Den Anwesenden gefiel der Auftritt von Michael Elsener. «Er ist bei den Besuchern sehr gut angekommen», erklärte der Zufiker Gemeindeammann Daniel Stark. Seine Einwohnerinnen und Einwohner lobt er dafür, dass diese das Feuerwerksverbot eingehalten hatten. «Sie sind wirklich toll.» An Alternativprogramm fehlte es an dieser Feier dennoch nicht.
--red
Michael Elsener hielt die 1.-August-Rede
An Lachen hat es dieses Jahr an der 1.-August-Feier in Zufikon nicht gefehlt. Michael Elsener – Satiriker, Kabarettist, Parodist und Stand-up-Comedian – hielt dieses Jahr die 1.-August-Rede. Der Auftritt war ein Hit.
Eröffnet wurde die Feier von Boris Sommer, Vizeammann der Gemeinde Zufikon. Dann übergab Boris Sommer die Bühne an Michael Elsener. Michael Elsener brachte unter anderem Impressionen von Politikern, die Langeweile der heutigen Radiosender «... Äh ja, also von der Temperatur her ist es sicher angenehm. Morgen schmilzt der letzte Teil von dem Aletschgletscher, darum gibt es eine Schlammlawine …», scherzte er in einer seiner Radio-Impressionen. Er zitierte SBB-Chef Vincent Ducrot scherzhaft. «Den Preisanstieg gibt es deshalb, weil die Reisenden ja immer mehr Zeit im Zug verbringen.»
Michael Elsener ist sehr froh, dass die Schweiz eine direkte Demokratie hat. «Zugleich ist die Schweizer Politik jedoch wie eine Soap-Opera», erläuterte er. «Nur 44 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten stimmen ab», erklärt Michael Elsener, «das wollen wir ändern.»
Zum Schluss gab es ein satirisches Lied, aufgeführt mit einem Omnichord, mit dem er sich von den Zuschauern verabschiedete und der Satiriker zugleich die Zuschauer zum Singen brachte.
Vom Erfolg überrascht
Michael Elsener macht Stand-up-Comedy über die Schweizer Politik und erhofft sich damit, mehr Leute zum Abstimmen zu motivieren. Studiert hat er Politikwissenschaften an der Universität Zürich und Florenz, davor war er Journalist. Der Zuger hat seine Gabe als Satiriker schon in der Schule entdeckt, wobei er mit einem Schulfreund vor der Klasse selbst gedrehte Comedy-Clips präsentierte. Überrascht, dass die Clips so lustig waren, meldete die Klasse die Jungen anschliessend bei einer Talentshow an. Drei Tage vor der Show sprang sein Freund jedoch ab. Allein machte sich Michael Elsener trotzdem bereit und fing an, über Sachen, die ihn an der Schule nerven, zu schreiben. Die Show war ein Erfolg. Er gewann den ersten Preis von der Jury und den Publikumspreis. Mittlerweile tourt er als Comedian in der Schweiz, Deutschland und New York City.
Alternativprogramm gewählt
Der Gemeindeammann Zufikons, Daniel Stark, gibt sich bei der jährlichen Nationalfeier viel Mühe beim Organisieren der Redner. «Michael Elsener ist sehr gut bei den Besuchern angekommen», kommentierte er. Die kleine Feier Zufikons hatte dieses Jahr viele Besucher, gutes Essen, ein vielfältiges Programm mit Musik von den Siebäsiächä, Alphörnern, DJ Wolfgang, dem Auftritt des Satirikers Michael Elsener und einen Lampionumzug. Das Essen und Trinken wurde vom Turn- und Sportverein Zufikons serviert. «Die moderaten Preise haben wir dieses Jahr den Ortsbürgern zu verdanken. Die Ortsbürger haben nämlich 5000 Franken für die Feier zusammengesammelt, mit denen wir nun die Essund Trinkpreise sehr tief halten konnten», erwähnte Daniel Stark. «Sie machen sehr viel für die Gemeinde. Bald kommt sogar ein neues Restaurant, das sie mitfinanziert haben.» Ausserdem habe die Gemeinde letztes Jahr abgestimmt, ob sie statt einer Feuerwerk-Show, lieber ein Alternativprogramm wolle. «Den Anwohnern war sehr klar, dass sie lieber ein Alternativprogramm hätten», erwähnte Daniel Stark.
Für das Singen der Nationalhymne gesellten sich rund 40 Helferinnen und Helfer des TV Zufikon auf die Bühne Diese wurden begleitet von den Siebäsiächä.
Erstaunlich war das Einhalten des Feuerwerksverbots. «Bisher hatten wir auch keine Feuerwerke. Wir haben sehr tolle Bewohnerinnen und Bewohner», so der Gemeindeammann. «Ich bin sehr froh, dass so viele Besucherinnen gekommen sind dieses Jahr», sagt Boris Sommer.
--tyb


