Das RK-Kult-Festival begeisterte Auf der «MySwissFarm» in Berikon war am Freitag und Samstag viel Musik zu hören. Dazu kam ein liebevoll eingerichtetes Gelände, das für zusätzliche Atmosphäre sorgte.
Der prägendste Eindruck dieses Wochenendes: ein ...
Das RK-Kult-Festival begeisterte Auf der «MySwissFarm» in Berikon war am Freitag und Samstag viel Musik zu hören. Dazu kam ein liebevoll eingerichtetes Gelände, das für zusätzliche Atmosphäre sorgte.
Der prägendste Eindruck dieses Wochenendes: ein Mainfloor, der durchgehend in Bewegung war. Dichte Beats, fliessende Übergänge und ein Publikum von jung bis alt, das sich vom ersten Moment an tragen liess. Besonders am Samstag erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt – ausgelassen, intensiv und bis in die Nacht hinein stabil.
Elektronische Vielfalt
Das RK-Kult-Festival setzte auf zwei Floors mit unterschiedlichem Charakter. Während der Mainfloor mit treibenden Sets überzeugte, bot der Tentfloor Raum für abwechslungsreiche, teils experimentellere Klänge. Die Lage mitten im Grünen verlieh dem Anlass eine eigene Atmosphäre – fern von urbaner Enge, nah an Natur und Gemeinschaft.
Ein wichtiger Bestandteil des Festivals war die Verpflegung durch die «MySwissFarm». Der Betrieb verfolgt eine nachhaltige, authentische Lebensmittelproduktion und setzt auf Mangalica-Schweine sowie alte Gemüsesorten. Seit 2018 wird zunehmend auf naturbelassene Produkte umgestellt. Von den Gästen besonders gefragt waren die Gourmet-Wollschwein-Burger aus hofeigener Produktion, die durch vegetarische und vegane Optionen ergänzt wurden. Dass dieses Festival nicht irgendwo, sondern im Grünen stattfand, inmitten einer traumhaften Kulisse, machte seinen besonderen Reiz aus. Die «MySwissFarm» von Mitorganisator Thomas Hafner wurde so zur Bühne – und zur Begegnungszone. Regionale Lebensmittel, DJs aus der Umgebung, dazu liebevoll gestaltete Dekoration: Alles wirkte durchdacht, aber nie überinszeniert. Und dann dieser Name «RK*Kult». Ein Rätsel, das selbst im Verein niemand endgültig lösen kann. Rüebli und Kraut? Rudi und Klaus? Oder etwa Richtig Kult? Vielleicht ist es genau dieses Augenzwinkern, das den Geist des Festivals trifft.
Erntedankfest zur Entlöhnung
Organisiert wird das Festival alljährlich von einem siebenköpfigen Verein aus Rudolfstetten. Jeder mit eigenem Aufgabenbereich, alle mit derselben Leidenschaft. Der Aufwand ist beträchtlich: Rund eine Woche Aufbau und mehrere Tage Abbau. Unterstützt wird das Kernteam von zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern.
Ein Detail unterstreicht den besonderen Charakter des Anlasses: Vor dem Festival wurden gemeinsam Kürbisse gepflanzt, im Herbst erfolgt die Ernte mit anschliessendem Helferfest. Dieses Zusammenspiel von Engagement, Regionalität und Musik prägte das RK-Kult-Festival nachhaltig. Am Sonntag zeigt sich Thomas Hafner zufrieden: «Die Stimmung am Samstag war genauso intensiv – vielleicht sogar noch einen Tick ausgelassener.» Zwei Floors, durchgehender Tanz, keine Zwischenfälle. Sein Fazit: «Es funktioniert, weil wir es gemeinsam machen.» Und genau das spürte man. In jedem Ton. In jedem Lachen. In jedem Schritt auf staubigem Boden.
--it