Nicht nur Theorie, auch eine eindrückliche Demonstration – das bot Peter Villiger seinen interessierten Gästen aus Boswil.
Die Geschichte begann im Spital Muri. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt im Doppelzimmer hatten sich Peter Villiger und Hugo Berger einiges zu ...
Nicht nur Theorie, auch eine eindrückliche Demonstration – das bot Peter Villiger seinen interessierten Gästen aus Boswil.
Die Geschichte begann im Spital Muri. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt im Doppelzimmer hatten sich Peter Villiger und Hugo Berger einiges zu erzählen und diskutierten über die regionale Politik und das aktuelle Weltgeschehen. Monate später ergab sich daraus eine Einladung für den Mittwochclub Boswil zu einem Rundgang in der Villiger Security Solutions AG in Sins. Hugo Berger und Erwin Berger organisierten die Anmeldung und den Transport der 20 Teilnehmer.
Sicherheit für Menschen und Wertsachen
Im grossräumigen Show-Room wurden die Gäste empfangen und Villiger schilderte in lockerer Art und Weise seinen turbulenten Werdegang. Angefangen mit seinen Börsenaktivitäten, die viel Geld einbrachten, das aber ebenso schnell wieder verloren ging, über seinen Neuanfang und dann 1988 die Gründung der Villiger Security Solutions AG, basierend auf einem Geschäft, welches bereits seit vier Jahren auf dem Markt war und Sicherheitskassensysteme herstellte. Seine Devise, Kriminelle sollen wissen, dass sich ein Raub nicht lohnt: «Eine Tat soll verhindert werden», wie er es mit eigenen Worten erklärte. Das erreichten Villiger und sein Team mit «intelligenten» Kassetten und Koffern. Durch Tintenfärbung wird das Geld unbrauchbar, sobald das Gehäuse angegriffen oder im Geldautomaten gewaltsam geöffnet wird.
Grundsätzlich könnten alle Automaten mit einem Kassetten-Upgrade ausgerüstet werden – aber manchmal ist dies den Geld-Instituten zu teuer oder die Automaten werden ohnehin in absehbarer Zeit demontiert, weiss Villiger.
Reich an Ideen
Dass das Ganze auch funktioniert, demonstrierte Villiger im Aussenbereich: Ein mit «bunten Nötli» gefüllter Koffer wurde verschlossen, «scharf gemacht» und dem Transporteur übergeben. Die Erschütterung beim supponierten Raub löste zuerst einen schrillen Pfeifton aus und aus dem Koffer entwich ein bräunlich-beissender Rauch. Der Raub wäre demnach schiefgelaufen, umso mehr, als die «Nötli» im Inneren des Koffers verfärbt waren, obwohl sie teils in PE-Beutel verpackt waren.
Villigers zukünftigen Entwicklungen und Upgrades basieren auf enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden, den Geldautomatenherstellern und den Werttransportunternehmen sowie seinem Ideenreichtum. Zusammen mit seinen zehn Team-Playern in Sins sind Partner und Lieferanten aus Südafrika, Peru, Portugal und China an seinen Entwicklungen beteiligt. Den Abschluss des Anlasses, ein Mittagessen mit Villiger, zelebrierte man dann aber regional.
--zg