Ausstellung der Wohler Künstlerin Heidi Widmer in Zürich
In der Predigerkirche in der Stadt Zürich wird vom Dienstag, 17. Februar, bis Mitte März die Ausstellung «Mit-Bewohner: Un-Sichtbar – Sichtbar» der Künstlerin Heidi Widmer ...
Ausstellung der Wohler Künstlerin Heidi Widmer in Zürich
In der Predigerkirche in der Stadt Zürich wird vom Dienstag, 17. Februar, bis Mitte März die Ausstellung «Mit-Bewohner: Un-Sichtbar – Sichtbar» der Künstlerin Heidi Widmer aus Wohlen zu sehen sein.
Thomas Münch, katholischer Seelsorger, holt die Wohler Künstlerin Heidi Widmer für eine Ausstellung in die Predigerkirche, gleich neben der Zentralbibliothek Zürich.
Wer sich mit Heidi Widmer beschäftigt, bekommt es nicht nur mit ihrer Kunst zu tun. Sie ist eine spirituelle Sucherin, deren Bilder von einer tiefen, transzendenten Dimension geprägt sind. Ihre Bilder sprechen auf eine eigene Weise von der Suche nach dem Mysterium, dem Unfassbaren, das jenseits des Sichtbaren liegt. Es geht ihr darum, Unsichtbares sichtbar zu machen. Eine faszinierende Persönlichkeit, die sich auf ihren Reisen und Studienaufenthalten in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika den Menschen, denen sie dort begegnet ist, ausgesetzt hat.
Lebensreise einer Sehenden
Verbindungen zu schaffen mit Menschen und zwischen Menschen, sowohl im Leben als auch in ihrer Kunst, das ist ein wiederkehrendes Motiv der Künstlerin Heidi Widmer. Hanspeter Gschwend, der die Laudatio an der Vernissage halten wird, beschrieb es 2010 so: «Wenn wir etwas von dem mitbekommen wollen, was die Künstlerin in diesen Kontinenten erfährt und erlebt, dann müssen wir tun, was sie tut: sehen.» 2004 hat Heidi Widmer in Sri Lanka die Flutwelle des Tsunamis überlebt. Spontan baute sie vor Ort eine eigene, unbürokratische Hilfsorganisation auf und blieb einige Zeit vor Ort. 2009 führte sie ihr soziales Engagement nach Mosambik, 20 Jahre nachdem sie im südafrikanischen Homeland Transkei gewesen war.
In der Ausstellung in der Predigerkirche sind Werke der derzeitigen Schaffensperiode zu sehen, geprägt von den Farben Schwarz, Blau, Gold und Rot, Farben der Malerei im Mittelalter. Dargestellt sind Menschen aus Afrika, Menschen und Schicksale, denen Heidi Widmer begegnet ist. Ihr Schaffen ist prozesshaft. Sie erfasst etwas und öffnet sich daraufhin – es ist ein Suchen und ein Werden. Gemälde entstehen und manchmal werden sie überarbeitet. «Ein Bild, das ich gerne in der Ausstellung gehabt hätte, sah beim nächsten Besuch ganz anders aus. Es wurde überarbeitet», erklärt Thomas Münch. «Diese Intensität erwartet die Besucher der Ausstellung.»
Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, die Werke von Heidi Widmer im Kirchenraum der Predigerkirche zu erleben, der die Tiefe und Spiritualität der Bilder zur Geltung bringt. Die Vernissage ist am Dienstag, 17. Februar, 18 Uhr, mit Thomas Münch und Hanspeter Gschwend. Musikalisch wird die Eröffnung von Matthias Schiesser, Perkussion, begleitet. Die Ausstellung ist täglich von Montag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. --mo
Infos: www.predigern.ch und www.heidiwidmer.ch.