Marco Huwyler, Redaktor.
Ich bin Direktbetroffener. Mehrmals wöchentlich fahre ich per Bus bis zum Obertorplatz. Der Tag wird unweigerlich kommen, an dem mein Bus nicht mehr bis dorthin fährt. Der neue Bushof kommt beim Bahnhof zu ...
Marco Huwyler, Redaktor.
Ich bin Direktbetroffener. Mehrmals wöchentlich fahre ich per Bus bis zum Obertorplatz. Der Tag wird unweigerlich kommen, an dem mein Bus nicht mehr bis dorthin fährt. Der neue Bushof kommt beim Bahnhof zu liegen. Anders geht es nicht. Damit habe ich mich abgefunden und ich kann gut damit leben. Schliesslich ist das Gesamtprojekt eine schmucke Sache.
Etwa fünf Minuten länger werde ich damit pro Weg brauchen. Das ist halb so wild. Betonen die Verantwortlichen immer wieder. Auch ich bin grundsätzlich dieser Meinung. Und doch kommt mir unweigerlich ein grosser Schweizer Dialektiker in den Sinn: «I zwölf Tag isch das e Stund – und i drei Mönet scho ne Nacht», sang Mani Matter einst.
Kommt alles wie versprochen – gut investierte Zeit. Spazieren ist gesund und die neue Zürcherstrasse soll ja zum Flanieren einladen. Ganz zu schweigen vom neuen Obertorplatz, von dem man sich viel Schönes verspricht. Dennoch tun die Verantwortlichen gut daran, die Auswirkungen für Einzelne nicht zu unterschätzen und Bedenken ernst zu nehmen. Denn einmal fünf Minuten ist nicht viel. Jedes Mal fünf Minuten aber eigentlich schon.