Fast eine Million teurer
22.05.2026 Rudolfstetten, Mutschellen, FinanzenZusätzliche 950 000 Franken für die Sanierung Gemeindehaus
Die Arbeiten im Areal Gemeindehaus neigen sich dem Ende zu. Jetzt möchte der Gemeinderat einen Zusatzkredit für die Sanierung des Gemeindehauses und des Stöckli. Ein weiteres Traktandum an ...
Zusätzliche 950 000 Franken für die Sanierung Gemeindehaus
Die Arbeiten im Areal Gemeindehaus neigen sich dem Ende zu. Jetzt möchte der Gemeinderat einen Zusatzkredit für die Sanierung des Gemeindehauses und des Stöckli. Ein weiteres Traktandum an der «Gmeind» am 28. Mai ist die Verlängerung des Baurechtsvertrags mit der Pfadi.
«Verzichten können wir, bis auf die Speicherbatterie für den Photovoltaik-Strom, eigentlich auf nichts», erklärt Gemeinderat Michael Gutknecht. Er betont: «Der Gemeinderat möchte offen und transparent informieren. Es wäre nicht sachgerecht, den Kredit ‹Areal Gemeindehaus› um 950 000 Franken zu überziehen, um dann sagen zu müssen, dass dieses Geld für den ‹Altbau› verwendet werden musste.» Bei einem Nein zum Zusatzkredit würden nur Arbeiten von rund 100 000 Franken aufgeschoben und das Personal müsste in halbfertigen Büros weiterarbeiten. «Das möchten wir weder dem Personal noch den Kunden zumuten», so Gutknecht. «Die Sicherheitsstandards sollen erfüllt werden können und in den Böden soll es keine Löcher geben.»
Viel Geld bereits ausgegeben
Von den zusätzlichen 950 000 Franken wurden bereits 750 000 Franken ausgegeben. «Der Hauptanteil entfällt auf den Heizungsersatz und den erstellten Durchbruch», weiss der Gemeinderat. «Die sehr hohen Kosten für den Heizungsersatz fielen deshalb an, da das bestehende Gemeindehaus mit dem Stöckli nicht an eine neue Zentral-Holzschnitzelheizungsanlage angeschlossen wurde, sondern nun autonom eine neue Erdsonden-Wärmepumpanlage erhielt.» Gutknecht betont: «Bei den laufenden Unterhalts- und Betriebskosten spüren wir dies bereits jetzt, durch massiv niedrigere Energiekosten.» Überrascht hat Michael Gutknecht, dass die alten Ziegel des Gemeindehauses bereits beim Abdecken des Daches zerfallen sind. «Und der Durchbruch vom neuen Gebäude in den Altbau verursachte höhere Kosten von weit über 100 000 Franken.» Der Gemeinderat erklärt selbstkritisch: «Dass der Lift in die Jahre gekommen ist, wussten wir, haben es aber unterlassen, dies zu budgetieren. Zudem ging uns unter, dass mit dem Wechsel des Heizungssystems hier auch noch Zusatzkosten von mehreren 100 000 Franken auf uns zukommen.» Gutknecht hofft jetzt auf ein Ja für diesen Zusatzkredit.
30 Jahre genügen
Mit einem anderen Traktandum möchte der Gemeinderat seinen Baurechtsvertrag mit der Pfadi Alpha Centauri um weitere 30 Jahre bis 31. Dezember 2060 verlängern. Das erste Baurecht ist datiert von 1977, das aktuelle läuft am 31. Dezember 1930 aus. Die Pfadi stellt jetzt den Antrag, weil sie ihr Gebäude für 400 000 Franken sanieren möchte. «Mit einer Laufdauer von 30 Jahren wird in etwa einem Lebenszyklus am Gebäude Rechnung getragen», erklärt Gemeindeschreiber Urs Schuhmacher. Er unterstreicht die Bedeutung des Vereins: «Die Pfadi und andere Vereine, welche sich vorwiegend um die Kinder- und Jugendarbeit kümmern, nehmen eine wertvolle und wichtige Aufgabe innerhalb der Gemeinschaft und zugunsten der Region wahr. Das verdient nicht nur Respekt, sondern auch Unterstützung.» --rwi
Die Traktanden
Die Traktanden der Gemeindeversammlung vom 28. Mai, 19 Uhr, Mehrzweckhalle sind: 1. Protokoll. – 2. Rechenschaftsbericht. – 3. Jahresrechnung. – 4. Kreditabrechnungen; – 4.1 Sondernutzungsplanung Isleren. – 4.2 Sondernutzungsplanung Isleren (Zusatzkredit). – 4.3 Pumptrackanlage Sportzentrum Burkertsmatt. – 4.4 Strassenerneuerung Friedlisbergstrasse. – 4.5 Erneuerung der Werkleitungen und Strassenerneuerung für die Obere Dorfstrasse. – 5. Verlängerung des Baurechtsvertrags mit der Pfadi Alpha Centauri. – 6. Zusatzkredit über 950 000 Franken für die energetische Sanierung, die Anschaffung eines Batteriespeichers und die Umbauten des bestehenden Gemeindehauses und Stöckli. – 7. Überweisungsantrag Alfred Oggenfuss anlässlich der «Gmeind» vom 7. November 2025: Gesamtrevision Bau- und Nutzungsordnung. – 8. Verschiedenes.
