Etliche besondere Leckerbissen
24.02.2026 Wohlen, Kultur, MusikSternensaal: Das neue Programm vom Februar bis Mai
Auch im Frühjahr kann der Sternensaal mit einem vielseitigen Programm aus Musik, Gesprächen und Theater aufwarten. Der Auftakt macht das Volksmusik-Trio Ambäck.
Das neue ...
Sternensaal: Das neue Programm vom Februar bis Mai
Auch im Frühjahr kann der Sternensaal mit einem vielseitigen Programm aus Musik, Gesprächen und Theater aufwarten. Der Auftakt macht das Volksmusik-Trio Ambäck.
Das neue Sternensaal-Programm startet mit einer Gratwanderung zwischen Tradition und Modern. Am Samstag, 28. Februar, 20 Uhr, präsentiert Ambäck mit dem Konzert «Wolkebödeler» neue Schweizer Volksmusik. Ambäck zählt mit Markus Flückiger, Schwyzerörgeli, Andreas Gabriel, Geige, und Pirmin Huber, Kontrabass, zu den profiliertesten Formationen der neuen Schweizer Volksmusik.
Bis zu den Wolken
Zum zehnjährigen Bestehen ihres Ensembles veröffentlichen die drei Innerschweizer Musiker mit «Wolkebödeler» ihr fünftes Album, und mit dieser Musik kommen sie auch in den Sternensaal.
«Wolkebödeler» lädt ein zu einem tänzerischen Dialog zwischen Tradition, Komposition und Improvisation. Die Band vertieft sich weiter in ihre selbst geschaffene Dimension, die den ganzen Raum zwischen Boden und Wolken zu umspannen scheint. Mit virtuoser Brillanz weben die drei Musiker den ambäckschen Klangteppich, mal sanft und versponnen, mal wild und rasant.
Soft Ice – Solo-Programm von Dominik Muheim
Die Hochzeitsgesellschaft gespalten, der Champagner warm – und kurz vor der Trauung bleibt auch noch das Hochzeitsschiff mitten auf dem Bodensee stecken. Was also tun? Tätschmeister Muheim versucht die Situation zu retten und setzt zu einer Rede an, die nicht nur die Gäste, sondern die gesamte Menschheit versöhnen soll. Wird er es schaffen? Eine Show über die Widersprüche der Zeit, serviert mit muheimschem Augenzwinkern – satirisch, berauschend, berührend. Der Gewinner des Salzburger Stiers 2024 verstrickt sich in seinem neuen Solo-Programm im Wirrwarr der grossen Fragen, welche das Leben kompliziert, aber erzählenswert machen. Er ist am Samstag, 7. März, 20 Uhr, im Sternensaal zu Gast.
Am Donnerstag, 12. März, und Freitag, 13. März, jeweils um 20 Uhr, lädt der Sternensaal zu einem Gespräch mit Musik. Im Mittelpunkt stehen inspirierende Gäste und Sina als Gastgeberin, Fragestellerin und musikalische Erzählerin. Jeder Abend dreht sich um ein Thema, das aus ihren Liedern entsteht. Mitten im Alltagstrubel bietet «Wiä geits…?» einen Ort für Persönliches, Heiteres und Klangvolles. Am Donnerstag, 12. März, führt Sina ein Gespräch mit Eva Wannenmacher und am Freitag, 13. März, mit Judith Wernli.
The Last Tour vom Schweizer Trompeter Peter Schärli
Seit fast fünfzig Jahren prägt der Schweizer Trompeter Peter Schärli mit seiner Mischung aus künstlerischem Anspruch und publikumsnaher Wärme die Jazzszene weit über die Landesgrenzen hinaus. Schärli steht für Qualität, klangliche Klarheit und menschliche Tiefe. Gemeinsam mit dem legendären Posaunisten Glenn Ferris, dem virtuosen Pianisten Hans Peter Pfammatter und dem einfühlsamen Bassisten Thomas Dürst entsteht Musik voller Intimität und innerer Spannung. Nun ist das Peter Schärli Trio auf seiner Abschiedstour – denn Thomas Dürst hängt demnächst seinen Bass an den berühmten Nagel. Im Sternensaal bietet sich am Samstag, 14. März, 20 Uhr, die Möglichkeit, die Band noch einmal zu erleben.
Andreas Schertenleib und das Glück des Vergessens
Herr W. weiss nicht mehr, wer er ist und wer er war. Den Namen seiner Frau hat er vergessen. Wie viele Kinder er hat, weiss er nicht mehr. Sein Beruf ist ihm entfallen. Doch im Hier und Jetzt erlebt er durch die Begegnungen mit seinem Pfleger Momente des Glücks. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des Pflegers. In schnellem Wechsel spielt Andreas Schertenleib Herrn W. und dessen Pfleger – und als Erzähler auch sich selbst. Dabei lässt er eigene Erfahrungen aus der Verwandtschaft einfliessen und verbindet so die fiktionale Geschichte von Herrn W. mit der Realität. Das Theater wird am Samstag, 21. März, 20 Uhr, aufgeführt.
Die Tür nebenan – eine Beziehungskomödie
Sie wohnen Tür an Tür. Egal aus welchem Grund sich die Psychologin und der Marketingleiter zufällig oder weniger zufällig treffen, artet jede nachbarschaftliche Begegnung in einen irrwitzigen Streit aus, bei dem ihre gegensätzlichen Weltanschauungen aufeinanderprallen. Nur eines haben sie gemeinsam: Sie sind im Netz auf der Suche nach dem idealen Gegenüber. Doch werden sie tatsächlich fündig? «Die Tür nebenan» zeigt eine moderne Form von Einsamkeit in einer hoch individualisierten, virtuell vernetzten Gesellschaft. Eine Beziehungskomödie mit Susanne Odermatt und Patrick Boog am Samstag, 28. März, 20 Uhr. – In dem Musiktheater «Der Tribun» probt ein namenloser Politiker seine Rede, begleitet von imaginärer Marschmusik und Applaus. Die groteske Überhöhung zeigt, wie Sprache, Rhetorik und Inszenierung Macht erzeugen – eine Thematik, die im Zeitalter sozialer Medien erschreckend relevant bleibt.
Die Macht der politischen Rede
Mauricio Kagels bissig-ironische «Zehn Märsche, um den Sieg zu verfehlen» kommentieren die Rede mit Witz und Schärfe. In der Inszenierung von Jonas Arnet trifft das Sprachkunstwerk auf das live musizierende Quintett «Abmarsch».
Mit Werner Bodinek und Julia Frischknecht als Schauspieler. Dem Quintett Abmarsch mit Anita Wälti (Trompete), Silvan Fischbacher (Klarinette), Alain Wüest (Posaune), Annina Rusch (Querflöte) und Maris Egli (Schlagzeug). Regie, Arrangements und musikalische Leitung liegt in den Händen von Jonas Arnet.
«Der Tribun» ist eine Koproduktion mit dem Sternensaal Wohlen in Zusammenarbeit mit der Stanzerei Baden. Die Premiere findet am Samstag, 25. April, 20 Uhr, statt.
Saisonabschluss mit den «The Sparklettes»
Nach «Mir Froue heis luschtig» setzen «The Sparklettes» noch einen oben drauf: In ihrem neuen Bühnenprogramm «Helvetia bockt» sind die vier Jazz-Sängerinnen auf Mission in der Tourismusbranche. Ob am Schwingfest, zum Après-Ski, zur Tunnel-Eröffnung oder im Nachtprogramm des Palace Hotels: Hier winken ungeahnt hohe Gagen. Also wird heimisches Lied- und Gedankengut munter strapaziert, aufgepeppt, feministisch aufbereitet und gemsmässig gebockt; auch die Songs der «heiligen Platzhirsche» der Schweizer Musikszene werden auf die Hörner genommen. Die vier virtuosen Stimmen bringen ihre Anliegen mit Witz und helvetischem Flair unters Volk. Am Samstag, 2. Mai, 20 Uhr, beenden The Sparklettes mit ihren ausgeklügelten Arrangements in gewohnt atemberaubender A-cappella-Manier die Saison 2025/26 im Sternensaal. --mo
Informationen und Tickets: www.sternensaal-wohlen.ch.

