Es wird fleissig entsorgt
31.10.2025 Mutschellen, RudolfstettenGuter Start des neuen Wertstoffhofs in Rudolfstetten-Friedlisberg
Seit Kurzem kann die Bevölkerung den Wertstoffhof an der Buechholzstrasse 1 benutzen. Dieses Angebot wird bereits sehr gern angenommen.
Sabrina Salm
...Guter Start des neuen Wertstoffhofs in Rudolfstetten-Friedlisberg
Seit Kurzem kann die Bevölkerung den Wertstoffhof an der Buechholzstrasse 1 benutzen. Dieses Angebot wird bereits sehr gern angenommen.
Sabrina Salm
Noch bevor die Tore öffnen, rollen schon die ersten Autos an. Auf dem Gelände des neuen Wertstoffhofs herrscht geschäftiges Treiben. Kofferraumdeckel klappen, Motoren brummen, Stimmen widerhallen zwischen den Containern. Hier wird aussortiert, was Keller, Dachboden und Garten hergegeben haben – von alten Eisenrohren bis zu gebrauchten Pfannen oder Korken.
Hansi Strebel eilt einem Auto entgegen. Mit geübtem Griff nimmt er einer Besucherin zwei Kunststoffsammelsäcke ab und wirft sie in die entsprechende Mulde. Kaum ist die Arbeit getan, tuckert ein Kleintraktor auf den Platz. Alteisen. Strebel hilft auch hier, und gemeinsam wird das Material entsorgt. «Wo kommt das Sagex hin?», fragt eine Frau. Strebel lächelt, zeigt auf einen weiteren Container – und schon steht der Nächste bereit.
Praktisch und nah
Strebel ist eine der Personen, die sich auf den Aufruf der Gemeinde gemeldet haben. Denn die Gemeinde bot kleine Jöbbli an. Interessierte Leute, die Zeit hätten und fit genug seien, könnten hier beim Wertstoffhof helfen. Viele Interessierte hätten sich daraufhin gemeldet. Ihre Aufgabe: zeigen, wohin welcher Abfall gehört, und so Fehlwürfe vermeiden. «Es macht Spass und ich habe schon viel gelernt», sagt er. Das Werkhof-Team habe sie alle sorgfältig instruiert. Auch Arthur, Turi, Felber ist im Einsatz. Der Rentner ist überzeugt: «Recycling ist eine gute und wichtige Sache. Da engagiere ich mich gern.» Das Angebot ist breit: Bauschutt, Altmetall, Karton, Kunststoff, Elektrogeräte oder Haushalts- und Kühlgeräte – vieles, was nicht in den Hauskehricht gehört, findet hier seinen Platz. Das Pressmulden-System, die Kartonstelle und das Sperrgut sind in Zusammenarbeit mit der Römer AG entwickelt worden. Für die Bevölkerung bedeutet der neue Hof vor allem eines: kurze Wege. Er liegt zentral, ist auch zu Fuss oder mit Veloanhänger erreichbar.
Im Schnitt nutzen rund hundert Personen pro Woche das neue Angebot. Die meisten sind aus dem Dorf selbst. Geöffnet ist der Wertstoffhof montags von 16.30 bis 18.30 Uhr, mittwochs von 14 bis 16.30 Uhr und samstags von 10 bis 13.30 Uhr. Während dieser Zeiten stehen immer Helfer bereit – Menschen wie Hansi Strebel und Turi Felber, die anpacken, erklären und auch mal ein Schwätzchen halten. Neben dem Wertstoffhof wurde auch eine neue Unterfluranlage (separate Öffnungszeiten) installiert – die dritte in Rudolfstetten, neben jenen auf dem Friedlisberg und gegenüber dem Feuerwehrlokal.
Weiteres Puzzleteil im neuen Gemeindeareal
«Wir sind zufrieden mit dem Start», sagt Gemeindeschreiber Urs Schuhmacher. Der Wertstoffhof ist Teil der umfassenden Arealentwicklung rund um das Gemeindehaus. Nach dem Erweiterungsbau der Gemeindeverwaltung und der Inbetriebnahme des Werkhofs ist nun auch diese kommunale Sammelstelle eröffnet. Bald folgen die neuen Wohnungen – und im Sommer soll der Saal bezugsbereit sein.
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind durchweg positiv. Viele loben die Übersichtlichkeit, die Hilfsbereitschaft, die Erreichbarkeit und die freundliche Atmosphäre. Die Verkehrsführung und die Zufahrt beim Wertstoffhof werden derzeit beobachtet, um die Abläufe zu optimieren. Sobald genügend Erfahrung gesammelt ist, werden die Bodenmarkierungen gesetzt. «Das ist ein Prozess», sagt Schuhmacher. «Aber wir sind auf einem guten Weg.»


