«Es gibt kein Erfolgsmodell»
29.08.2025 WohlenPensum des Gemeindeammanns gab zu reden
Sollte Roland Vogt zum neuen Gemeindeammann gewählt werden, dann kann er sein Pensum selbst bestimmen. Zwischen 60 und 80 Prozent. Reichen allenfalls 60 Prozent?
Zumindest ein kleines Pensum bei der ...
Pensum des Gemeindeammanns gab zu reden
Sollte Roland Vogt zum neuen Gemeindeammann gewählt werden, dann kann er sein Pensum selbst bestimmen. Zwischen 60 und 80 Prozent. Reichen allenfalls 60 Prozent?
Zumindest ein kleines Pensum bei der Stadtpolizei Zürich möchte er behalten. Und in Wohlen kann der Gemeindeammann zwischen einem 60- und 80-Prozent-Pensum auswählen. Das sagte Roland Vogt bei der Vorstellung seiner Kandidatur. Mehr nicht. Er legte sich damals Mitte Mai auch nicht fest. Nun scheint das künftige Pensum ein Thema zu werden. Vor allem stellte Harry Lütolf, Grossrat der Mitte, beim Podium das Pensum zur Debatte. Arsène Perroud leistet aktuell ein 80-Prozent-Pensum. Was die anderen Kandidierenden dazu sagen, wenn denn Vogt das Gemeindeammann-Amt nur mit 60 Prozent ausüben würde, wollte Lütolf wissen.
Reglement ist massgebend
«Das ist so im Reglement festgelegt, es ist ein Pensum von 60 bis 80 Prozent möglich», sagte Thomas Geissmann. «Das war ja ein Entscheid des Einwohnerrats, daran halten wir uns.» Auch Laura Pascolin widersprach Harry Lütolf. «Es gibt Studien von der Hochschule Luzern dazu. Daraus lässt sich schliessen, dass es kein Erfolgsmodell gibt. Wenn man alle Aufgaben bündelt, dann sind auch die 60 Prozent möglich.»
Noch nicht festgelegt
Diese Diskussion sei doch veraltet, widersprach Claudia Hauri, «die Effizienz ist wichtig». Olivier Parvex fand den perfekten Rank. «60 Prozent, das wäre das gute Recht von Roland Vogt.» Der Job sei sicherlich anspruchsvoll, «da braucht es halt einen Vizeammann, der mehr arbeitet». Parvex kandidiert als Vizeammann wie auch Thomas Geissmann und Sonja Isler-Rüttimann. Patrick Schmid sagte als Einziger, dass die 60 Prozent nicht reichen würden. «Denn als Gemeindeammann arbeitet man ja eher 120 Prozent.»
Und was sagt der Betroffene selbst? Er habe sich gar nicht festgelegt. Er wolle sich gewisse Freiheiten herausnehmen, so Vogt. Mit einem Fuss möchte er noch im Berufsleben stehen. «Beruf, Familie, Politik, Gemeinderat, Grossrat, das ist alles eine Sache der Organisation.» Vielleicht entscheide er sich auch für 70 Prozent. «Wichtig ist doch, dass die Arbeit erledigt wird», so Roland Vogt weiter. --dm