Es fehlt nicht an brisantem Potenzial
20.02.2026 Beinwil/Freiamt, Fasnacht, Region OberfreiamtVerslibrönzle der Hexen im Restaurant Kreuz in Beinwil brachte viele Lacher
Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem Dorf, das zeigt sich auch an der «Versli-Brüünzlete» der Beinwiler Hexen. Themen wie Mehrzweckhalle, Windräder auf dem Lindenberg, ...
Verslibrönzle der Hexen im Restaurant Kreuz in Beinwil brachte viele Lacher
Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem Dorf, das zeigt sich auch an der «Versli-Brüünzlete» der Beinwiler Hexen. Themen wie Mehrzweckhalle, Windräder auf dem Lindenberg, zurückgetretene Gemeinderäte kamen zur Sprache. Dementsprechend pointiert waren die drei Schnitzelbänke.
Verena Anna Wigger
Während dieser Fasnacht sind die Beinwiler Hexen als Bienen unterwegs. Fleissig wie diese sind sie ausgeschwärmt und haben gesammelt, was im Dorf passiert. Sie haben die Gemeinde aber auch fasnächtlich bewegt. Eine Kostprobe davon zeigen sie als Tanzeinlage den gutgelaunten Besuchern des ausgelassenen Abends. «Wir haben gute Laune überall», singen sie lautstark und überzeugend mit dem ganzen Saal. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, als die drei Schnitzelbänke mit ihren Produktionen punkten. Kilian Rosenberg gilt als Geheimtipp. Er erweist sich als gut informierte Drohne.
Mer Häxe chönd au Beily sii, das isch jo gar ned schwer. Schtatt Bäseritt uf langem Schtiel, schtönd d’Flügel hinde quer. De Zauber cha ganz besonders sii, wenn euse Schtachel trifft. Doch händ kei Angscht – s’isch Medizin ond gar ned öppe Gift.
De Schtrom söll grüen ond grüener sii, doch s’Windrad isch e Fluech, denn setzt mer halt of Sonnechraft ond schtellt zom Bou es Gsuech. Mer riibt sich d’Auge – glaubt’s fascht ned, vo Aarau chond es «NeiN». Ä PV-Aalag bricht ond schtört d’Dachlandschaft ongemein.
Das Dorf regiere, isch ned liecht, darfsch ned os Zucker sii, ned all’s, was onlein poustet wird, gohd spurlos grad verbii. So plötzli sind vo foif no drü – mer schtotzt – ond ohalätz. Mer suechid Gmeindröt – Ma wiä Frau – zom Bsetze vo zwe Plätz.
Das Kollektiv am Gmeindrotstisch macht ganz e gute Job! Dass d’Mehrzwäckhalle allne passt, ganz gnau ond ned nur grob. Vo allne wärdid d’Wünsch umgsetzt, diä Lösig öberzüügt. Applaus ond Lob isch aabrocht jetz, denn soscht wird immer grüügt.
Keis Wonder oder – ebe doch – es Wonder, wo sich zeigt. De Titel vom Theater meint Sankt Burkets Heiligkeit. Es OK isch scho fliessig dra, de Reschissöhr parat. Doch wer füllt d’Rolle vo dem Schpiel mit möglichscht viel Karat?
Die Choreografie-Biene und die Oberhexen-Biene machen sich Sorgen um ihr Bienen-Volk. Die Bedrohung der asiatischen Artgenossinnen haben sie so formuliert.
Im obere Freiamt summt’s wie im Biene-Paradies, 60 Millione Biene heds do – dass isch nüd chliis. Doch bim Beueler Gmeindrot isch’s nid halb so dicht, drum setted’s wohla u lehre flüger, damet’s chönd wohrneh ehri Pflecht!
Doch plötzlich bi eus im Horbe – oh Schreck und oh Gruus, d’Hornisse us Asie chonnd zu eus is Bienehuss! Sie jagt eus Biene, met eme Grinse im Gsecht, drum rüefed mir um Hilfe – soscht send mer bald Gschecht.
Erhard Huwyler als ehemaliger Gemeindeschreiber kam als Leichtmatrose, doch was er dabei hatte, war gesalzene Kost. Er kennt die Beinwilerinnen und Beinwiler ebenfalls und hat dies auf seine Art so festgehalten:
Euis Gmein brucht jetzt Finanze, well mer künftig au im Neubou tanze; de Gmeindrot macht sech scho parat, ond suecht nach neuem Stüür-Substrat.
Au d’Stross durch’s Dorf werd neu gstaltet, 70-jährig sig de Belag, ond drum veraltet; neui Grüenrüüm, breiti Trottoir söll es geh, wonderbar, das lömmer eus ned lo neh.
He-no-so-de, es esch halt so, s’Volk hed vo der Wendchraft Absched gnoh: jetzt fehlid Moneete, das hed ned allne gfalle, nun gelt’s jetzt halt, de Görtel enger z’schnalle.
För’s Fränzi von de Metti god das alles z’wyyt, de Volksentscheid entsprächi ned der Zyyt: drom ersucht si d’Regierig metere Interpellation, zom Thema «Wend» bruuchis en neui Diskussion.
Wie lösid mer denn die könftigi Energiewändi, min Vorschlag esch: Weniger Bitcoin, KI ond Händy; denn hämmer au kei Wenterlöcke, ond en Läbesruum «Horbe» zom Entzücke.
D’Räder uf em «Horbe» obe händ kei Mehrheit gfonde, hoffentlech verbliibid do kei grösseri Wonde; vom Wendpark hämmer alli langsam gnue, drom lömmer da Thema jetzt in Rueh.
Der Aargau zeigt sech au höchst ordinär, macht d’Legeschaftsbsitzer über Nacht zom Millionär die neue Wärt send doch voll öbertribe, di de Stüürerklärig ’25 werd sech no mänge d’Auge riibe.


