Ein Treffpunkt kehrt zurück
06.01.2026 Mutschellen, Widen, Essen und Trinken, GewerbeAfrim Kastrati haucht der «Wide Bar» in Widen neues Leben ein
Nach zwei Jahren Pause ist Widens einzige Bar zurück. Afrim Kastrati will an alte Glanzzeiten anknüpfen.
Sabrina Salm
Sie war Treffpunkt, ...
Afrim Kastrati haucht der «Wide Bar» in Widen neues Leben ein
Nach zwei Jahren Pause ist Widens einzige Bar zurück. Afrim Kastrati will an alte Glanzzeiten anknüpfen.
Sabrina Salm
Sie war Treffpunkt, Kultort und weit über Widen hinaus bekannt: die Wide Bar. Über Jahre prägte sie das Nachtleben auf dem Mutschellen und war für viele mehr als nur ein Ort für einen Drink. Als die Bar vor knapp zwei Jahren schloss, entstand im Dorf eine spürbare Lücke. Zwar wurde sie von den damaligen Pächtern des Restaurants oberhalb noch für Sitzungen, Vereinsanlässe oder private Feiern genutzt, doch als eigentliche Bar fehlte sie vielen aus der Bevölkerung.
Nun kehrt die einzige Bar Widens an der Bremgarterstrasse 31 ins Dorfleben zurück. Am letzten Freitag wurde sie wiedereröffnet. Und die Leute kamen. Sehr zur Zufriedenheit des neuen Gastgebers Afrim Kastrati. «Es war ein wunderschöner Abend. Das darf gerne so weitergehen», meint er lächelnd.
Bar mit Geschichte
Die Wide Bar war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des regionalen Ausgangslebens. Sie entwickelte sich zur Kultbar, verband Generationen und schuf Erinnerungen: spontane Abende, lange Gespräche, besondere Begegnungen. Diese Geschichte will der neue Betreiber nicht vergessen, sondern weitertragen. Die Wiedereröffnung steht für Kontinuität und frische Impulse zugleich.
Der Mutscheller hat eine persönliche Beziehung zur Bar. «Ich habe das Potenzial der Wide Bar immer gesehen», sagt er. «Ich bin mit ihr aufgewachsen.» Früher selbst Gast, kennt er ihre Bedeutung für Widen. «Vor Jahren kamen sogar Leute aus Zürich extra hierher. Die Bar war damals etwas Besonderes.» Genau daran möchte Kastrati anknüpfen. Nicht nostalgisch, sondern lebendig. Die Wide Bar soll wieder ein Ort sein, an dem man sich trifft, austauscht und eine gute Zeit verbringt – für Einheimische ebenso wie für Gäste von auswärts.
Gastfreundschaft im Mittelpunkt
Afrim Kastrati kommt aus der Dienstleistungsbranche. Gastfreundschaft ist für ihn kein Schlagwort, sondern Haltung. «Hier soll man miteinander reden können», sagt er. «Sich austauschen, lachen, gemeinsam eine gute Zeit verbringen.» Sein Ziel ist klar: Die Gäste sollen sich in der Wide Bar wie zu Hause fühlen. Ein Ort für Einheimische und Auswärtige, für Jung und Alt, für Stammgäste und Neuentdecker. Kastrati ist zweifacher Familienvater, bodenständig, offen, kommunikativ. Er beschreibt sich selbst als loyal, lösungsorientiert und flexibel. «Ich bin offen für Neues», betont er. «Wer eine Idee hat, die man hier umsetzen kann, darf gerne auf mich zukommen.» Die Bar soll mit den Menschen wachsen, die sie besuchen.
Beleben will Kastrati die Bar auch mit Events. Er denkt dabei an Weihnachts- oder Halloween-Partys, Mottopartys, gemeinsame Sportübertragungen, Burger-Nights, Gitarrenabende oder Fasnachtsfeiern. «Ich möchte den Leuten etwas bieten», sagt er. Zudem können Teile der Bar für Geburtstage, Firmenanlässe oder Apéros gemietet werden.
Bar und Restaurant neu getrennt
Besonders am Herzen liegen ihm die lokalen Vereine. Die Wide Bar soll wieder zur Stammbeiz werden – ein Ort nach dem Training, zum Jassen oder für gemütliche Stunden. Erstmals werden Bar und Restaurant unabhängig voneinander geführt. Während sich Afrim Kastrati ausschliesslich um die Wide Bar kümmert, wird das Restaurant Testarossa im März unter neuer Leitung wiedereröffnet. Die bisherigen Pächter Adriano und Silvia Balla haben das Restaurant auf Ende 2025 abgegeben und eröffnen neu das Bistro Adrianos auf dem Mutschellenplatz.
Mit der Wiedereröffnung beginnt für die Wide Bar nun ein neues Kapitel. Eines, das an die Geschichte anknüpft und gleichzeitig Raum für neue Erinnerungen schafft.
Geöffnet ist die Wide Bar sieben Tage die Woche: Sonntag bis Donnerstag von 17 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag von 17 bis 2 Uhr.

